{"id":21517,"date":"2025-04-10T18:35:22","date_gmt":"2025-04-10T18:35:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/21517\/"},"modified":"2025-04-10T18:35:22","modified_gmt":"2025-04-10T18:35:22","slug":"mathematik-breakthrough-preise-gehen-auch-nach-bonn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/21517\/","title":{"rendered":"Mathematik: Breakthrough-Preise gehen auch nach Bonn"},"content":{"rendered":"<p>Zwei der Preise der Breakthrough Prize Foundation gingen in diesem Jahr an Forschende, die in Bonn an mathematischen Fragestellungen arbeiten: Professor Dennis Gaitsgory, Direktor des Max-Planck-Instituts (MPI) f\u00fcr Mathematik in Bonn, hat den Hauptpreis im Fach Mathematik erhalten. Mit einem Maryam Mirzakhani New Frontiers Prize wurde Dr. Rajula Srivastava ausgezeichnet, die als Postdoc an der Universit\u00e4t Bonn und ebenfalls dem MPI f\u00fcr Mathematik arbeitet. Die Preise wurden am 5. April in Los Angeles vergeben, wie die Breakthrough-Foundation mitteilt.<\/p>\n<p>Gaitsgory erh\u00e4lt den Preis f\u00fcr &#8222;zahlreiche bahnbrechende Beitr\u00e4ge zum geometrischen Langlands-Programm und seiner Quantenversion; insbesondere f\u00fcr die Entwicklung des abgeleiteten algebraischen Geometrieansatzes und den Beweis der geometrischen Langlands-Vermutung im Merkmal 0&#8220;, so hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung der Jury. Gaitsgory hat die vergangenen 30 Jahre dem Nachweis der geometrischen Langlands-Vermutung gewidmet, teile die Max-Planck-Gesellschaft am Sonntag mit.<\/p>\n<p>Das geometrische Langlands-Programm verbindet auf tiefgehende Weise verschiedene mathematische Strukturen und k\u00f6nne laut Mitteilung in der Zukunft neue Durchbr\u00fcche in der theoretischen Physik, der Zahlentheorie und sogar in der Quantencomputer-Technologie erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>2021 berief die Max-Planck-Gesellschaft Gaitsgory als Wissenschaftliches Mitglied und Direktor an das MPI f\u00fcr Mathematik. Zuvor hat er in Israel studiert und promoviert und war Professor an der University of Chicago sowie der Harvard University. Sein Breakthrough-Preis ist mit drei Millionen US-Dollar dotiert.<\/p>\n<p>Nachwuchsforscherin erh\u00e4lt 50.000 US-Dollar<\/p>\n<p>Die Mathematikerin Dr. Rajula Srivastava vom Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics der Universit\u00e4t Bonn hat f\u00fcr ihre herausragenden Forschungsleistungen einen Maryam Mirzakhani New Frontiers Prize der Breakthrough Prize-Stiftung erhalten, wie diese mitteilt. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Dollar dotiert.<\/p>\n<p>Srivastava arbeitet an der Schnittstelle zwischen harmonischer Analysis und Zahlentheorie. Die harmonische Analysis besch\u00e4ftigt sich urspr\u00fcnglich mit der mathematischen Untersuchung von akustischen Schwingungen, wie die Universit\u00e4t Bonn erl\u00e4utert. Unterschiedliche Musikinstrumente erzeugen demnach verschiedene T\u00f6ne: Eine Trompete klinge anders als eine Geige, auch wenn beide Instrumente dieselbe Note spielten. In einer ersten Ann\u00e4herung sei es die Form des Instruments, die den Klang bestimme, eine geometrische Eigenschaft.<\/p>\n<p>Srivastave besch\u00e4ftige sich mit der Anzahl von rationalen Punkten, die man in der N\u00e4he einer gegebenen glatten Oberfl\u00e4che einer Mannigfaltigkeit wie der Sph\u00e4re oder einer Helix finden k\u00f6nne. Sie verwende dabei Methoden der harmonischen Analysis. Aus L\u00f6sungen des beschriebenen Z\u00e4hlproblems und anderer ergeben sich wichtige zahlentheoretische Aussagen.<\/p>\n<p>Srivastava hat am National Institute of Science Education and Research in Indien studiert und wurde im August 2022 an der University of Wisconsin-Madison promoviert. Sie ist als Hirzebruch Research Instructor sowohl Wissenschaftlerin am Mathematischen Institut der Universit\u00e4t Bonn als auch am Bonner Max-Planck-Institut f\u00fcr Mathematik (MPIM). Sie freut sich \u00fcber den Preis, der &#8222;dem interdisziplin\u00e4ren Bereich, in dem ich gearbeitet habe, mehr Aufmerksamkeit&#8220; bringe.<\/p>\n<p>Ab August wird Srivastava als Assistenzprofessorin mit Tenure Track an die University of Wisconsin-Madison zur\u00fcckkehren. Sie m\u00f6chte weiterhin Forschungsfragen an der Schnittstelle von harmonischer Analysis und Zahlentheorie verfolgen. Die harmonische Analysis habe in den letzten Jahren spannende neue Entwicklungen erlebt. &#8222;Ich freue mich darauf, mich mit den neuen Techniken auseinanderzusetzen und ihre potentiellen Anwendungsm\u00f6glichkeiten bei den Problemen, die in meiner bisherigen Forschung zentral waren, zu erforschen&#8220;, sagte Srivastava gegen\u00fcber Forschung &amp; Lehre.<\/p>\n<p>Die Breakthrough-Preise wurden 2012 unter anderem von den Tech-Milliard\u00e4ren Sergey Brin (Google) und Mark Zuckerberg (Facebook) ins Leben gerufen und ehren besonders herausragende Forscherinnen und Forscher f\u00fcr ihre Entdeckungen. Er wird in den Lebenswissenschaften, in Physik und Mathematik vergeben. Der Maryam Mirzakhani New Frontiers Prize wird an Mathematikerinnen verliehen, die vor kurzem ihren Doktortitel erworben haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zwei der Preise der Breakthrough Prize Foundation gingen in diesem Jahr an Forschende, die in Bonn an mathematischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21518,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1842],"tags":[1741,13157,3364,13158,29,30,13159,1209,828,10987,3838],"class_list":{"0":"post-21517","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bonn","8":"tag-bonn","9":"tag-breakthrough-preis","10":"tag-de","11":"tag-dennis-gaitsgory","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-mpi-fuer-mathematik","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-preis","17":"tag-rajula-srivastava","18":"tag-universitaet-bonn"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114315114810211397","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21517\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}