{"id":215314,"date":"2025-06-24T10:43:10","date_gmt":"2025-06-24T10:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/215314\/"},"modified":"2025-06-24T10:43:10","modified_gmt":"2025-06-24T10:43:10","slug":"wie-ein-zentralschweizer-autor-die-em-vorfreude-ankurbelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/215314\/","title":{"rendered":"Wie ein Zentralschweizer Autor die EM-Vorfreude ankurbelt"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Lekt\u00fcre von \u00abFussball-Euro 2025\u00bb sch\u00fcttelt man ab und zu den Kopf. Denn manches erscheint aus heutiger Sicht kaum fassbar. Etwa bei jenem Kapitel, in dem Autor Marco Keller die Geschichte von Madeleine Boll erz\u00e4hlt. Die Walliserin war die erste lizenzierte Fussballerin der Schweiz. Am 11. September 1965 wurde ihr die Bewilligung zum Fussballspielen erteilt. Selbst in S\u00fcdamerika habe man gem\u00e4ss Boll \u00fcber dieses Ereignis berichtet.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/2172579_detailelement-top_1EmDam_CziwmQ.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"864\" height=\"576\"\/><\/p>\n<p>Gibt die EM dem Frauenfussball in der Schweiz nochmals einen Extraboost? Nati-Spielerin Aliyah Pilgrim (rechts) beim \u00f6ffentlichen Training in Grenchen.<\/p>\n<p>Bild: Urs Lindt \/ Freshfocus<\/p>\n<p>Doch der Wirbel um Boll hatte negative Konsequenzen f\u00fcr sie. Denn der Fussballverband buchstabierte zur\u00fcck und entzog ihr die Lizenz wieder. Bei der Vergabe sei ein Irrtum passiert, man habe Madeleine Boll f\u00fcr einen Buben gehalten, liess der Verband verlauten. Abenteuerliche Argumente wurden ins Feld gef\u00fchrt: Fussball sei zu gef\u00e4hrlich f\u00fcr Frauen. \u00dcberdies gebe es medizinische Gr\u00fcnde f\u00fcr den Ausschluss des weiblichen Geschlechts.<\/p>\n<p>Doch der Frauenfussball k\u00e4mpfte auch noch nach der Jahrtausendwende um sein Ansehen. Das sagt auch Dominique Blanc, der Pr\u00e4sident des SFV, in dem Vorwort des Buches: \u00abVor zwanzig Jahren noch drehten sich die Leute um, wenn ein M\u00e4dchen mit Fussballshirt und Sporttasche durchs Dorf lief. Heute ist es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Endlich. Wunderbar.\u00bb Die Zahlen belegen jedenfalls diesen Aufschwung. 2020 gab es bloss 26\u2019000 lizenzierte Fussballerinnen in der Schweiz. 2024 waren es bereits 44\u2019000.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/2172580_detailelement-top_1EmDam_Lbtswm.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"768\" height=\"576\"\/><\/p>\n<p>Dem Zuger Journalisten Marco Keller ist ein kurzweiliges Vorschaubuch zur EM 2025 in der Schweiz gelungen. Seit dem vergangenen Sommer hat er viele Gespr\u00e4che mit Direktbeteiligten der Fussballszene gef\u00fchrt. So hat er unter anderem auch die beiden Nati-Coaches Pia Sundhage und Murat Yakin an einen Tisch gebracht. Und in diesem Gespr\u00e4ch sagt Sundhage freim\u00fctig, dass die M\u00e4nner ganz einfach pr\u00e4ziser Fussball spielen. \u00abAlles ist schneller und genauer auf dem h\u00f6chsten Niveau. Das fehlt mir bei den Frauen.\u00bb<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/2172581_detailelement-top_1EmDam_SCSY3X.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"864\" height=\"576\"\/><\/p>\n<p>Buchautor Marco Keller.<\/p>\n<p>Bild: Stefan Kaiser<\/p>\n<p>Ausserdem finden sich Portr\u00e4ts zu Pers\u00f6nlichkeiten wie EM-Turnierdirektorin Doris Keller, Schiedsrichterin D\u00e9sir\u00e9e Grundbacher oder den Schweizer Hoffnungstr\u00e4gerinnen Sydney Schertenleib, Iman Beney und Naomi Luyet. Mit dem kleinen Sch\u00f6nheitsfehler nat\u00fcrlich, dass Luyet kurzfristig keine Hoffnungstr\u00e4gerin sein kann. F\u00fcr die Unterwalliserin kommt das Turnier nach einer Beckenverletzung zu fr\u00fch. Ein positives Feature ist hingegen, dass man via QR-Code direkt zu Luyets Traumtor gelangt, das sie im Oktober 2024 gegen Frankreich erzielte.<\/p>\n<p>Im hinteren Teil des Buches werden schliesslich s\u00e4mtliche Teams sowie alle Schweizer Stadien (Basel, Bern, Genf, Z\u00fcrich, St. Gallen, Luzern, Sion und Thun) vorgestellt. Keller schreibt in seinem Nachwort: \u00abDank dem Katalysator Women\u2019s Euro 2025 wird die Bewegung zus\u00e4tzliche Fahrt aufnehmen.\u00bb Es bleibt zu hoffen, dass der Frauenfussball diesen Schwung mitnehmen kann und sich der gesellschaftliche Wandel fortsetzt. Helfen w\u00fcrden sicher mitreissende Spiele des Schweizer Teams. Dieses Buch k\u00f6nnte helfen, die Wartezeit bis zum 2. Juli (Er\u00f6ffnungsspiel Schweiz \u2013 Norwegen) zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n<p>Fussball-Euro 2025 Schweiz. Helvetia Verlag, 142 Seiten, ca. 35 Fr.<br \/>Mit dem Code <b>weuro25<\/b> erhalten Leserinnen und Leser der Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben <b>5 Franken Rabatt pro Buch<\/b> .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei der Lekt\u00fcre von \u00abFussball-Euro 2025\u00bb sch\u00fcttelt man ab und zu den Kopf. 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