{"id":215919,"date":"2025-06-24T16:06:13","date_gmt":"2025-06-24T16:06:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/215919\/"},"modified":"2025-06-24T16:06:13","modified_gmt":"2025-06-24T16:06:13","slug":"ein-schreckliches-buch-stephen-king-hasst-seinen-eigenen-roman-und-die-verfilmung-findet-er-sogar-noch-schlimmer-kino-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/215919\/","title":{"rendered":"&#8222;Ein schreckliches Buch&#8220;: Stephen King hasst seinen eigenen Roman \u2013 und die Verfilmung findet er sogar noch schlimmer! &#8211; Kino News"},"content":{"rendered":"<p>Stephen King distanziert sich deutlich von einem seiner Werke, das er im Drogenrausch schrieb \u2013 und auch die sp\u00e4tere Verfilmung entt\u00e4uschte ihn zutiefst. Und dennoch m\u00f6chte Hollywood ein Remake machen.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Falls ihr einmal zu viel Zeit habt und nicht wisst, was ihr damit anfangen sollt, lohnt sich ein Blick auf die schiere Masse an Film- und Serienadaptionen, die auf Werken von <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/37782.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stephen King<\/a> basieren. Zu sagen, es g\u00e4be einige, w\u00e4re ma\u00dflos untertrieben \u2013 tats\u00e4chlich handelt es sich um Dutzende, wenn nicht Hunderte von Produktionen (<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/nachrichten\/1000119649.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">von denen FILMSTARTS-Redakteur Pascal Reis \u00fcbrigens stolze 61 gesehen hat!<\/a>).<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Nat\u00fcrlich finden sich darunter Klassiker und absolute Publikumslieblinge wie \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/863.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Shining<\/a>\u201c (1980), \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/11736.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Verurteilten<\/a>\u201c (1994) oder \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/22779.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">The Green Mile<\/a>\u201c (1999). Doch abseits dieser prestigetr\u00e4chtigen Namen geraten viele eher obskure oder vergessene Titel ins Hintertreffen \u2013 Werke wie \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/44001.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Manchmal kommen sie wieder<\/a>\u201c (1991) oder \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/61641.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">The Mangler<\/a>\u201c (1994), die ebenfalls aus Kings literarischem Kosmos stammen, aber heute nur noch selten Erw\u00e4hnung finden.<\/p>\n<p class=\"bo-p\"><b>Bei so vielen Adaptionen ist es kaum verwunderlich, dass es auch einige gibt, mit denen weder Fans noch der Autor selbst besonders gl\u00fccklich sind. <\/b><b>In einem Interview mit der <\/b><b>New York Times<\/b><b> verriet King, dass er eine Verfilmung seines \u0152uvres besonders misslungen findet: \u201e<\/b><a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/116288.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>The Tommyknockers<\/b><\/a><b>\u201c.<\/b> Der Roman, ver\u00f6ffentlicht 1988 in Deutschland als \u201eDas Monstrum\u201c, markiert f\u00fcr ihn einen Tiefpunkt \u2013 sowohl literarisch als auch biografisch.<\/p>\n<p>            &#8222;Das Monstrum &#8211; Tommyknockers&#8220; bei Amazon*<\/p>\n<p>Stephen King hatte die Kontrolle verloren<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Es war das letzte Buch, das er schrieb, bevor er sich von Alkohol und Drogen lossagte. Dem Rolling Stone erkl\u00e4rte er r\u00fcckblickend: \u201eIch habe tags\u00fcber nicht getrunken. Aber wenn ich an zwei Sachen gleichzeitig gearbeitet habe \u2013 was oft vorkam, das tue ich heute noch \u2013, dann habe ich nachts gearbeitet. Und wenn ich nachts gearbeitet habe, war ich betrunken.\u201c<\/p>\n<p class=\"bo-p\"><b>In derselben Zeit kam auch Kokain ins Spiel: \u201eDas kam ungef\u00e4hr zu dem Zeitpunkt, als mir klar wurde, dass ich die Kontrolle \u00fcber das Trinken verloren hatte.\u201c Zwischen 1978 und 1986 war King nach eigener Aussage \u201eein starker Konsument\u201c.<\/b><\/p>\n<p class=\"bo-p\">Was damals in seinem Inneren vorging, l\u00e4sst sich f\u00fcr ihn heute nur schwer rekonstruieren \u2013 der gesamte Abschnitt seines Lebens liegt f\u00fcr ihn im Nebel: \u201eIch erinnere mich nicht\u201c, gestand er. \u201eDiese ganze Zeit ist f\u00fcr mich ziemlich verschwommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Heute erkennt er jedoch klar, wie stark sich seine Abh\u00e4ngigkeiten auf alle Lebensbereiche auswirkten: \u201eNach und nach zeigten sich Risse im Familienleben\u201c, sagte er und f\u00fcgte hinzu: \u201eDie B\u00fccher zeigen das nach einer Weile auch.\u201c<\/p>\n<p class=\"bo-p\">F\u00fcr King ist \u201eThe Tommyknockers\u201c das vielleicht deutlichste Symptom dieser destruktiven Phase. In dem Roman geht es \u00fcbrigens um die Schriftstellerin Bobbi Anderson, die in einem Waldst\u00fcck ein seltsames Objekt entdeckt, das ihr Verhalten ver\u00e4ndert \u2013 und schon bald auch eine ganze Kleinstadt manipuliert.<\/p>\n<p class=\"bo-p\"><b>King selbst bezeichnete den Roman sp\u00e4ter als \u201eein schreckliches Buch\u201c. Er empfand das Werk als \u00fcberladen und unfokussiert \u2013 ein Resultat des \u201etr\u00fcgerischen Energieschubs, den Kokain verleiht\u201c.<\/b> Heute glaubt er, dass sich in den 558 Seiten vielleicht ein solides 350-Seiten-Buch versteckt \u2013 aber eben gut getarnt unter sprachlichem Ballast.<\/p>\n<p>Aus einem schlechten Roman wurde eine schlechte Mini-Serie<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Doch damit nicht genug: Auch die 1993 ver\u00f6ffentlichte TV-Miniserie, die unter anderem mit \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/serien\/82.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CSI<\/a>\u201c-Star <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/22376.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marg Helgenberger<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/31186.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jimmy Smits<\/a> besetzt war \u2013 der in \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/40623.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Star Wars: Episode III<\/a>\u201c (2005) als Adoptivvater von Prinzessin Leia zu sehen ist \u2013 konnte King nicht milder stimmen. Im Gegenteil: Er hielt auch die Adaption f\u00fcr einen Albtraum und Totalausfall. Falls ihr den Film nicht kennt, hier der Trailer:<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Das Drehbuch schrieb <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/56526.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lawrence D. Cohen<\/a>, bekannt f\u00fcr seine Arbeit an \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/2352.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Carrie<\/a>\u201c (1976), der ersten King-Verfilmung \u00fcberhaupt. Zwar nahm Cohen einige inhaltliche Anpassungen vor, die King sogar absegnete, doch das \u00e4nderte nichts an dessen Gesamturteil. <b>Gegen\u00fcber der <\/b><b>New York Times<\/b><b> sagte King: \u201eIch mochte es nicht. Es hat mir \u00fcberhaupt nicht gefallen. Es wirkte irgendwie billig und zusammengeworfen. Ich hatte das Gef\u00fchl, sie haben das Gef\u00fchl des Buches verfehlt.\u201c<\/b><\/p>\n<p class=\"bo-p\">Interessanterweise war f\u00fcr King nicht die K\u00fcrze der Miniserie das Problem \u2013 sondern im Gegenteil: Er empfand sie als zu gedr\u00e4ngt. \u201eSie h\u00e4tte viel l\u00e4nger sein sollen\u201c, erkl\u00e4rte er \u2013 ausgerechnet \u00fcber eine Adaption eines Romans, den er selbst als zu lang empfindet.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Auch die Dialoge st\u00f6rten ihn massiv. Zwar lobte er Jimmy Smits als Schauspieler grunds\u00e4tzlich, doch die \u201ehochtrabenden, wichtigtuerischen Zeilen\u201c, die dieser sprechen musste, gingen ihm gegen den Strich. Angesichts seiner geringen Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das zugrunde liegende Buch liegt die Vermutung nahe, dass viele dieser misslungenen Zeilen urspr\u00fcnglich aus Kings eigener Feder stammten \u2013 und nicht aus Cohens.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">\u201eThe Tommyknockers\u201c hinterlie\u00df weder als Roman noch als TV-Produktion einen bleibenden (positiven) Eindruck. Und doch gibt es Pl\u00e4ne, den Stoff neu aufzulegen: <b>Seit 2018 kursiert die Meldung, dass <\/b><a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/97569.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>James Wan<\/b><\/a><b> \u2013 kreativer Kopf hinter \u201e<\/b><a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/203607.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>The Conjuring<\/b><\/a><b>\u201c (2013) \u2013 an einem Remake interessiert sei. Konkrete Fortschritte gibt es seither allerdings nicht zu vermelden.<\/b> Bis auf Weiteres bleibt \u201eThe Tommyknockers\u201c ein Kapitel, das selbst sein Sch\u00f6pfer am liebsten aus dem eigenen Werk streichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Ganz anders verh\u00e4lt es sich mit einer anderen Miniserie, die ebenfalls auf einem Roman von Stephen King basiert. Welche \u2013 auf den ersten Blick eher \u00fcberraschende \u2013 Produktion der Meister pers\u00f6nlich als die gelungenste Adaption eines seiner Werke bezeichnet, erfahrt ihr im folgenden Artikel auf FILMSTARTS:<\/p>\n<p>    <a class=\"cms-see-also\" data-title=\"Auch interessant\" href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/nachrichten\/1000145027.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das ist die beste Stephen-King-Adaption aller Zeiten \u2013 laut dem Horror-Meister selbst!<\/a><\/p>\n<p class=\"bo-p\">*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf \u00fcber diesen Link erhalten wir eine Provision.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stephen King distanziert sich deutlich von einem seiner Werke, das er im Drogenrausch schrieb \u2013 und auch die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":215920,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-215919","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114739202135263913","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215919","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=215919"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215919\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/215920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=215919"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=215919"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=215919"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}