{"id":216507,"date":"2025-06-24T21:30:26","date_gmt":"2025-06-24T21:30:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/216507\/"},"modified":"2025-06-24T21:30:26","modified_gmt":"2025-06-24T21:30:26","slug":"er-schrieb-schon-als-schueler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/216507\/","title":{"rendered":"Er schrieb schon als Sch\u00fcler"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">In der kommenden Woche soll sein neuestes Buch erscheinen: \u201eDeckwei\u00df f\u00fcr alle! Oder: Eine pl\u00f6tzliche Liebe mit Hintergedanken\u201c. Der Mitteldeutsche Verlag nennt den Band von Manfred Jendryschik einen \u201escharfsinnigen Blick auf eine vergangene Zeit \u2013 humorvoll, kritisch und \u00fcberraschend aktuell\u201c. Doch wie der MDR unter Berufung auf die Familie mitteilt, ist der Autor am Mittwoch vergangener Woche gestorben.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Manfred Jendryschik wurde 1943 in <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/dessau-rosslau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dessau<\/a> geboren und hat schon als Sch\u00fcler mit dem Schreiben begonnen. Bevor er Germanistik und Kunstgeschichte in Rostock studierte, verdiente er sein Geld als Transportarbeiter und im Sortimentsbuchhandel. Sp\u00e4ter wurde er Verlagslektor, seit 1976 war er freischaffender Schriftsteller. Doch da er sich kritisch \u00fcber die Ausb\u00fcrgerung <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/wolf-biermann\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolf Biermann<\/a>s ge\u00e4u\u00dfert hatte, wurde er auch f\u00fcr die DDR-Staatssicherheit interessant. Sie legte \u00fcber ihn den Operativen Vorgang \u201eFederkiel\u201c an, beobachtete seine Arbeit als Leiter eines Lyrikzirkels in Dessau und verhinderte seine Lehrt\u00e4tigkeit am Literaturinstitut in Leipzig, wie Joachim Walther recherchiert hat.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Bereits 1967, mit 24 Jahren, ver\u00f6ffentlichte Manfred Jendryschik seinen ersten Geschichtenband \u201eGlas und Ahorn\u201c, es folgte 1971 ein zweiter, im Jahr darauf mit \u201eJohanna oder die Wege des Dr. Kanuga\u201c der erste Roman, weitere folgten, doch seine Liebe zur kurzen Prosa hielt bis in die j\u00fcngste Zeit. In den 1980er-Jahren durfte er sogar in den Westen reisen, was sich in seinem Buch \u201eZwischen New York und Honolulu\u201c (1986) niederschlug.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">In der Vorschau des Mitteldeutschen Verlags wird <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.mitteldeutscherverlag.de\/component\/virtuemart\/jendryschik,-manfred-deckweiss-f%C3%BCr-alle-oder-eine-pl%C3%B6tzliche-liebe-mit-hintergedanken-detail?Itemid=205\">\u201eDeckwei\u00df f\u00fcr alle!\u201c<\/a> als ein Buch mit \u201evielen kuriosen, heiteren, irrwitzigen, mitunter makabren bis bitterb\u00f6sen Episoden\u201c beschrieben, gepfl\u00fcckt aus der \u201eHistorie eines Landes, das sich DDR nannte\u201c. Neugierig gemacht wird auf die Beantwortung von Fragen wie \u201eWarum Strittmatters Ente heimlich westw\u00e4rts guckte und das Zentralorgan Neues Deutschland einmal in zwei Fassungen erschien und wie die Verkehrspolizei zu ihren Kulturprogrammen kam\u201c.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nach dem Ende der DDR arbeitete Jendryschik von 1990 bis 1996 als Kulturdezernent der Stadt Dessau. Er ver\u00f6ffentliche zahlreiche weitere B\u00fccher, etwa auch zur Kunst. Seit 1996 war er Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der kommenden Woche soll sein neuestes Buch erscheinen: \u201eDeckwei\u00df f\u00fcr alle! 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