{"id":21714,"date":"2025-04-10T20:20:15","date_gmt":"2025-04-10T20:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/21714\/"},"modified":"2025-04-10T20:20:15","modified_gmt":"2025-04-10T20:20:15","slug":"gasriesen-rotationsperiode-von-uranus-praezise-bestimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/21714\/","title":{"rendered":"Gasriesen: Rotationsperiode von Uranus pr\u00e4zise bestimmt"},"content":{"rendered":"<p>Gasriesen: Rotationsperiode von Uranus pr\u00e4zise bestimmt &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a class=\"show-for-sr\" href=\"#main\" id=\"top\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Gasriesen: Uranus dreht sich langsamer als gedacht<\/p>\n<p>Die Rotation von Uranus dauert 28\u00a0Sekunden l\u00e4nger als bisher angenommen. Das geht aus der Auswertung von Daten des Weltraumteleskops Hubble hervor. Daf\u00fcr wurden die Auroren des Planeten \u00fcber einen Zeitraum von drei Jahrzehnten ausgewertet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Drei nebeneinander angeordnete Bilder des Planeten Uranus, aufgenommen am 8., 10. und 24. Oktober 2022. Jedes Bild zeigt den Planeten mit einem hellen, wei\u00dfen Zentrum und einem bl\u00e4ulichen Rand. Die Bilder zeigen leichte Ver\u00e4nderungen in der Atmosph\u00e4re des Planeten \u00fcber die Zeit. Keine Menschen sind auf den Bildern zu sehen.\" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/heic2503a.jpg\" title=\"Drei nebeneinander angeordnete Bilder des Planeten Uranus, aufgenommen am 8., 10. und 24. Oktober 2022. Jedes Bild zeigt den Planeten mit einem hellen, wei\u00dfen Zentrum und einem bl\u00e4ulichen Rand. Die Bilder zeigen leichte Ver\u00e4nderungen in der Atmosph\u00e4re des Planeten \u00fcber die Zeit. Keine Menschen sind auf den Bildern zu sehen.\"\/><\/p>\n<p> Polarlichter und Ringe: In Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble zeigen sich die Auroren (Polarlichter) des siebten Planeten als bl\u00e4uliche Wolken. Um Uranus herum l\u00e4sst sich einer der Ringe erkennen. <\/p>\n<p>Die Rotationsperiode des siebten Planeten Uranus betr\u00e4gt exakt 17\u00a0Stunden, 14\u00a0Minuten und 52\u00a0Sekunden\u00a0\u2013 und damit 28\u00a0Sekunden l\u00e4nger, als es die Raumsonde Voyager\u00a02 im Januar\u00a01986 w\u00e4hrend ihres Vorbeiflugs ermittelte. Anhand archivierter und neuer Bilder des Weltraumteleskops Hubble gelang einem <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550-025-02492-z\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Team um Laurent Lamy vom Observatoire de Paris<\/a> eine um den Faktor\u00a01000 pr\u00e4zisere Ermittlung der Eigenrotation des Planeten. <\/p>\n<p>F\u00fcr ihre Arbeit nutzte die Gruppe Bilder der Polarlichter von Uranus, dessen Magnetfeldachse mit etwa 59\u00a0Grad extrem stark gegen seine Rotationsachse geneigt ist. Diese wiederum weist einen Winkel von 98\u00a0Grad gegen die Umlaufebene um die Sonne auf. Die Bilder entstanden sowohl im Visuellen als auch im Ultravioletten und zeigen deutlich die Aurora-Leuchterscheinungen in der hohen Uranusatmosph\u00e4re \u00fcber der sichtbaren Wolkenoberfl\u00e4che des Planeten. Die Auroren bewegen sich mit der Rotation des Magnetfelds von Uranus und treten wegen der Neigung der Magnetfeldachse gegen\u00fcber der Rotationsachse nicht an den Polen, sondern in niedrigen mittleren Breiten von Uranus\u00a0auf. <\/p>\n<p>Bei der Datenermittlung setzt die Gruppe voraus, dass die Rotationsperiode des Uranusmagnetfelds von der Rotation des gesamten Planeten bestimmt wird. Als Gasplanet hat Uranus keine festen Merkmale auf seiner Oberfl\u00e4che, mit denen sich die Rotationsperiode einfach feststellen lie\u00dfe. In der Wolkendecke, in der es helle Wolken gibt, wehen sehr starke Winde mit mehreren hundert Kilometern in der Stunde, so dass diese ihre Positionen st\u00e4ndig \u00e4ndern. Das gleiche Problem stellt sich auch bei den anderen Gasplaneten Jupiter, Saturn und Neptun. Somit kam man \u00fcberein, die Rotationsperioden dieser Gaswelten mittels der zugeh\u00f6rigen Magnetfelder zu ermitteln. Im Fall von Uranus erstrecken sich die Daten des Weltraumteleskops Hubble \u00fcber rund 30\u00a0Jahre, was gegen\u00fcber den Messungen von Voyager\u00a02, die nur \u00fcber wenige Wochen hinweg in der N\u00e4he des Uranus erfolgten, eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Datenmenge darstellt. Daraus lie\u00df sich die Eigenrotation von Uranus genauer ermitteln.<\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> ist Redakteur f\u00fcr Astronomie. <\/p>\n<ul class=\"columns kiosk__bar__categories medium-3 no-bullet small-12\">\n<li class=\"active kiosk__bar__category__digital\">Digitalausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__print\">Printausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__topseller\">Topseller <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__bundle show-for-medium\">Bundles<\/li>\n<\/ul>\n<p> https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550\u2013025\u201302492-z <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1510415d9df54199a02371f8a9418691.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gasriesen: Rotationsperiode von Uranus pr\u00e4zise bestimmt &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltGasriesen: Uranus dreht sich langsamer als gedacht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21715,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[3251,13280,13281,29,30,13283,13282,13279,190,189,13278,194,191,13277,13285,13284,193,192],"class_list":{"0":"post-21714","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-aurora","10":"tag-auroren","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hubble","14":"tag-magnetfeld","15":"tag-polarlichter","16":"tag-science","17":"tag-science-technology","18":"tag-siebter-planet","19":"tag-technik","20":"tag-technology","21":"tag-uranus","22":"tag-voyager-2","23":"tag-weltraumteleskop","24":"tag-wissenschaft","25":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114315527679673408","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21714"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21714\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}