{"id":217253,"date":"2025-06-25T04:14:18","date_gmt":"2025-06-25T04:14:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217253\/"},"modified":"2025-06-25T04:14:18","modified_gmt":"2025-06-25T04:14:18","slug":"ceremony-nl-solitary-bleed","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217253\/","title":{"rendered":"Ceremony (NL) &#8211; Solitary Bleed"},"content":{"rendered":"<p>In den fr\u00fchen Neunzigern regierte in der niederl\u00e4ndischen Death-Metal-Szene die eiskalte Brutalit\u00e4t. Im Jahr 1993, als ein Zusammenschluss mit dem Namen CEREMONY mit \u201eTyranny From Above\u201c das im Underground erwartete Deb\u00fctalbum vorlegte, hatten flankierende Pr\u00fcgelkombos wie <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/sinister-cross-the-styx-416337\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">SINISTER<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/gorefest-mindloss-demos-60818\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">GOREFEST<\/a> bereits ihre Einst\u00e4nde gegeben. Die oben genannten S\u00fcdholl\u00e4nder hatte das renommierte <a href=\"https:\/\/aardschok.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Aardschok Magazine<\/a> bereits zwei Jahre zuvor ausgegraben, doch zum Erscheinungsdatum des ersten Full Length hatten sich die nationalen Vorreiter bereits herauskristallisiert.<\/p>\n<p>Vom Pr\u00fcgel zum Plastik<\/p>\n<p>Dennoch ist dem damaligen Quintett mindestens eine honorable mention im Bereich ungeschliffenen Todesstahls gelungen, die im Anschluss, gemeinsam mit der gesamten Band, in Vergessenheit geriet. Eine Wiederver\u00f6ffentlichung besagter Platte brachte die Gruppierung wieder zusammen und man entschloss sich, im Jahr 2019 eine R\u00fcckkehr mit einem zweiten Album mit dem Titel \u201eRetribution\u201c zu wagen. Die Scheibe zur Re-Union sorgte zu ihrer Ver\u00f6ffentlichung nicht f\u00fcr die gro\u00dfen Wellen und erntete insgesamt durchwachsene Kritiken.<\/p>\n<p>Davon lassen sich CEREMONY aber offenbar nicht unterkriegen und holen aktuell mit \u201eSolitary Bleed\u201c zum dritten Schlag aus. Die gr\u00f6\u00dfte Gemeinsamkeit, die derzeit noch mit den Anfangstagen der Band besteht, sind die beiden Gitarristen Peter Verhoef und Johan van der Sluijs. Der Rest scheint zun\u00e4chst einmal komplett ausgetauscht, von der musikalischen Attit\u00fcde bis hin zur grunds\u00e4tzlichen Ausrichtung. W\u00e4hrend man in den fr\u00fchen Neunzigern noch die tiefe Beeinflussung aus \u00dcbersee zu sp\u00fcren bekam, ist das Ganze inzwischen symphonischem Plastikhorror gewichen \u2013 und das leider im schlechtesten Sinne.<\/p>\n<p>Klammergriff aus symphonischer Vollbelastung<\/p>\n<p>Anstatt mit Anleihen von SUFFOCATION, ist \u201eSolitary Bleed\u201c mit orchestralem Popanz regelrecht zugekleistert und kann sich diesem Klammergriff nur selten entledigen. Songs wie \u201eBull Of Phalaris\u201c oder \u201eRites Of Sacrifice\u201c bestehen aus undynamischen, modernen Riffs, die tief im Morast symphonischer Vollbelastung stehen und daher kaum aus der H\u00fcfte kommen. Es gibt zwar auch kleinere Lichtblicke wie \u201eEmbrace Inferno\u201c zu vermelden, doch leider fehlt selbst diesen Songs eine eigene Handschrift oder bedeutsame Aha-Momente.<\/p>\n<p>Daran kann auch die Kollaboration mit Linda van Vugt (u.a. SISTERS OF SUFFOCATION), die beim ebenfalls eher langweiligen Titeltrack klar singt, wenig \u00e4ndern. Mit ihrem dritten Album haben sich CEREMONY nicht nur ihr Gesicht endg\u00fcltig frei vom Dreck ihrer Wurzeln gewaschen, sondern sich gleichzeitig auch einer pappigen Creme bedient, die einen tiefen Blick in die Augen vollkommen vertr\u00fcbt.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In den fr\u00fchen Neunzigern regierte in der niederl\u00e4ndischen Death-Metal-Szene die eiskalte Brutalit\u00e4t. Im Jahr 1993, als ein Zusammenschluss&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":217254,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-217253","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114742064942506811","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/217253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=217253"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/217253\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/217254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=217253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=217253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=217253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}