{"id":217340,"date":"2025-06-25T05:01:09","date_gmt":"2025-06-25T05:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217340\/"},"modified":"2025-06-25T05:01:09","modified_gmt":"2025-06-25T05:01:09","slug":"lka-ni-entwicklung-der-jugendkriminalitaet-in-niedersachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217340\/","title":{"rendered":"LKA-NI: Entwicklung der Jugendkriminalit\u00e4t in Niedersachsen"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">25.06.2025 \u2013 06:21<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Landeskriminalamt Niedersachsen\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/nr\/105578\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Landeskriminalamt Niedersachsen<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Hannover\" title=\"News aus Hannover \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hannover<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen stellt Jahresbericht 2024 &#8222;Junge Menschen -Delinquenz, Gef\u00e4hrdung, Pr\u00e4vention&#8220; vor.<\/p>\n<p>Weniger Fall- und Tatverd\u00e4chtigenzahlen, weniger Eigentumsdelikte, aber mehr Gewalt und mehr junge Opfer &#8211; das geht aus dem Jahresbericht 2024 &#8222;Junge Menschen &#8211; Delinquenz, Gef\u00e4hrdung, Pr\u00e4vention&#8220; hervor, den das LKA Niedersachsen gerade ver\u00f6ffentlicht hat. Dennoch bleibt die Notwendigkeit bestehen, insbesondere in den Bereichen der Jugendgewalt und Drogenkriminalit\u00e4t weiterhin gezielt zu intervenieren. Es bedarf gesamtgesellschaftlicher Anstrengungen, um junge Menschen vor kriminellen Karrieren zu bewahren.<\/p>\n<p>Die sechs wichtigsten Fakten des Berichts:<\/p>\n<p>1. Allgemeiner R\u00fcckgang der Jugendkriminalit\u00e4t<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 wurden 332.223 F\u00e4lle in Niedersachsen aufgekl\u00e4rt, zu denen in 62.734 F\u00e4llen junge Tatverd\u00e4chtige im Alter von unter 21 Jahren ermittelt wurden. Dies stellt einen R\u00fcckgang von -3,94 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Die Anzahl der jungen Tatverd\u00e4chtigen insgesamt ging um -4,93 Prozent zur\u00fcck auf 47.325. Diese machten 21,29 Prozent aller Tatverd\u00e4chtigen in Niedersachsen aus.<br \/>\nBesonders auff\u00e4llig sind die R\u00fcckg\u00e4nge bei jugendspezifischen Delikten wie Diebstahl und Sachbesch\u00e4digung. Im Bereich von Diebstahlsdelikten ist ein signifikanter R\u00fcckgang von<br \/>\n-15,44 Prozent bei jungen Tatverd\u00e4chtigen zu verzeichnen.<\/p>\n<p>2. Zunahme bei Rohheitsdelikten<\/p>\n<p>Den r\u00fcckl\u00e4ufigen Gesamtzahlen steht eine gegenteilige Entwicklung bei den Rohheitsdelikten gegen\u00fcber. Zu dieser Deliktsgruppe geh\u00f6ren neben fahrl\u00e4ssigen K\u00f6rperverletzungen oder sog. einfachen vors\u00e4tzlichen K\u00f6rperverletzungen auch gef\u00e4hrliche K\u00f6rperverletzungen, bei denen beispielsweise mit gef\u00e4hrlichen Gegenst\u00e4nden oder gemeinschaftlich gegen Opfer vorgegangen wird. Auch schwere K\u00f6rperverletzungen, bei denen durch die Tat eine f\u00fcr das Opfer schwere, fortdauernde, k\u00f6rperliche Gesundheitssch\u00e4digung verursacht wird, z\u00e4hlen zu diesem Deliktsbereich.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 stieg die Zahl junger Tatverd\u00e4chtiger bei Rohheitsdelikten um +3,52 Prozent. Allein im Bereich der K\u00f6rperverletzungsdelikte wurde ein Anstieg von +2,43 Prozent verzeichnet. Diese Entwicklung unterstreicht, dass insbesondere im Bereich der Gewaltkriminalit\u00e4t weiterhin ein erh\u00f6hter Handlungsbedarf besteht.<\/p>\n<p>3. Besonderheit bei Raubdelikten<\/p>\n<p>Bei den ebenfalls zu den Rohheitsdelikten z\u00e4hlenden Raubdelikten zeigt sich eine besondere Entwicklung. Im Jahr 2024 sank die Zahl tatverd\u00e4chtiger Kinder um -19,80 Prozent. Die Zahl jugendlicher Tatverd\u00e4chtiger sank ebenfalls um -13,29 Prozent und die Zahl heranwachsender Tatverd\u00e4chtiger um -11,54 Prozent. In den Vorjahren 2022 und 2023 gab es bei Raubdelikten noch deutliche Anstiege.<br \/>\nRaubdelikte geh\u00f6ren zu den Taten, bei denen junge Tatverd\u00e4chtige vergleichsweise h\u00e4ufig gemeinschaftlich agierten. 1.004 junge Tatverd\u00e4chtige handelten bei Raubdelikten nicht allein (im Sinne der PKS) &#8211; das entspricht einem Anteil von 75,38 Prozent.<\/p>\n<p>4.\tRauschgiftdelikte<\/p>\n<p>Die Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 f\u00fchrte zu einem starken R\u00fcckgang der polizeilich registrierten Drogendelikte, insbesondere bei jungen Menschen (-43,13 Prozent).<br \/>\nEs zeigt sich, wie auch in den Vorjahren, dass klassische Drogenarten bei Konsumdelikten weiter an Bedeutung verlieren. Auff\u00e4llig ist, dass dagegen Synthetische Drogen wie Methamphetamin in Tabletten- bzw. Kapselform und sog. &#8222;Neue psychoaktive Stoffe&#8220; (NPS) zunehmend an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<p>5. Junge Menschen als Opfer von Straftaten<\/p>\n<p>Seit 2017 steigt die Zahl der registrierten Opfer von Straftaten in Niedersachsen kontinuierlich an und erreichte im Jahr 2024 mit 137.136 F\u00e4llen den h\u00f6chsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Ein Viertel (34.535) dieser Opfer waren unter 21 Jahre alt. Die Zahl junger Opfer stieg um +9,49 Prozent. Besonders stark stieg die Zahl der Opfer in der Gruppe der Kinder (+13,44 Prozent). Die Zahl jugendlicher Opfer stieg um +8,85 Prozent, die der heranwachsenden Opfer um +5,80 Prozent. Die Geschlechterverteilung bei jungen Opfern zeigt ein Verh\u00e4ltnis von 56 Prozent m\u00e4nnlichen zu 44 Prozent weiblichen Personen.<br \/>\nWeibliche Personen sind hingegen \u00fcberproportional oft als Opfer von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung betroffen. Hier betr\u00e4gt ihr Anteil 83,12 Prozent. Bei Rohheitsdelikten \u00fcberwiegen zu 63,52 Prozent m\u00e4nnliche Opfer.<\/p>\n<p>6.Pr\u00e4ventionsarbeit<\/p>\n<p>Die polizeiliche Kriminalpr\u00e4vention bleibt nach wie vor von gro\u00dfer Bedeutung. In diesem Zusammenhang erfolgt zunehmend eine Ausrichtung auf Ursachenorientierung, Wirksamkeit und allgemein evidenzbasierte Herangehensweisen. Die Erkenntnis, dass m\u00f6glichst wissenschaftlich fundierte und positiv evaluierte Ma\u00dfnahmen zur Pr\u00e4vention einzusetzen sind bzw. eigene Projekte in Anlehnung an solche entwickelt werden sollten, setzt sich immer mehr durch.<br \/>\nF\u00fcr weitere Informationen \u00fcber die von der Polizei in Niedersachsen durchgef\u00fchrten und begleiteten Projekte wird auf die Zusammenstellung Projekte und Ma\u00dfnahmen der polizeilichen Kriminalpr\u00e4vention in Niedersachsen f\u00fcr Kinder und Jugendliche verwiesen. Sie ist im Internet auf der Seite des LKA Niedersachsen zu finden, Link:<br \/>\n(<a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.lka.polizei-nds.de\/startseite\/praevention\/kinder_und_jugend\/projekte-und-massnahmen-der-polizeilichen-kriminalpravention-fur-kinder-und-jugendliche-in-niedersachsen-87.html\">https:\/\/www.lka.polizei-nds.de\/startseite\/praevention\/kinder_und_jugend\/projekte-und-massnahmen-der-polizeilichen-kriminalpravention-fur-kinder-und-jugendliche-in-niedersachsen-87.html<\/a>).<\/p>\n<p>Der vollst\u00e4ndige Bericht als Download<\/p>\n<p>F\u00fcr weiterf\u00fchrende Informationen und detaillierte Analysen wird auf den Jahresbericht 2024 &#8222;Junge Menschen &#8211; Delinquenz, Gef\u00e4hrdung, Pr\u00e4vention&#8220; verwiesen. Er steht auf der Internetseite des LKA NI zum Download zur Verf\u00fcgung<br \/>\n(<a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.lka.polizei-nds.de\/startseite\/kriminalitat\/deliktsbereiche\/jugenddelinquenz\/was-versteht-man-unter-jugenddelinquenz-115785.html\">https:\/\/www.lka.polizei-nds.de\/startseite\/kriminalitat\/deliktsbereiche\/jugenddelinquenz\/was-versteht-man-unter-jugenddelinquenz-115785.html<\/a>).<\/p>\n<p>Hintergrund<\/p>\n<p>Der Jahresbericht 2024 &#8222;Junge Menschen &#8211; Delinquenz, Gef\u00e4hrdung, Pr\u00e4vention&#8220; wird im Auftrag des nieders\u00e4chsischen Ministeriums f\u00fcr Inneres, Sport und Digitalisierung durch die Zentralstelle Jugendsachen im Dezernat Forschung\/Pr\u00e4vention\/Jugend des LKA NI erstellt. Der Bericht beruht \u00fcberwiegend auf Daten der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Landes Niedersachsen. Dar\u00fcber hinaus flie\u00dfen Berichte der nieders\u00e4chsischen Polizeiinspektionen, eigene Forschungserkenntnisse und andere \u00f6ffentliche Quellen in den Jahresbericht ein.<\/p>\n<p>Die Unterteilung der Altersgruppen entspricht den Altersgrenzen des deutschen Strafrechts:<\/p>\n<p>   &#8211; Kind ist, wer noch nicht 14 Jahre alt ist.<br \/>\n   &#8211; Jugendlicher ist, wer 14 aber noch nicht 18 Jahre alt ist.<br \/>\n   &#8211; Heranwachsender ist, wer 18 aber noch nicht 21 Jahre alt ist.<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">R\u00fcckfragen bitte an:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Landeskriminalamt Niedersachsen<br \/>Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>Antje Westermann<br \/>Telefon: 0511 \/ 9873-1030<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/105578\/mailto: pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de<\/a><br \/><a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.LKA.Niedersachsen.de\">www.LKA.Niedersachsen.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Landeskriminalamt Niedersachsen, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"25.06.2025 \u2013 06:21 Landeskriminalamt Niedersachsen Hannover (ots) Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen stellt Jahresbericht 2024 &#8222;Junge Menschen -Delinquenz, Gef\u00e4hrdung, Pr\u00e4vention&#8220;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":108,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,177,5404,1411,121,178,180,179,181],"class_list":{"0":"post-217340","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hannover","12":"tag-kriminalitt","13":"tag-ni","14":"tag-niedersachsen","15":"tag-polizei","16":"tag-presse","17":"tag-pressemeldung","18":"tag-pressemitteilung","19":"tag-pressemitteilungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114742249740853346","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/217340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=217340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/217340\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=217340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=217340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=217340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}