{"id":217430,"date":"2025-06-25T05:53:16","date_gmt":"2025-06-25T05:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217430\/"},"modified":"2025-06-25T05:53:16","modified_gmt":"2025-06-25T05:53:16","slug":"mainz-exklusiv-neue-brisante-unterlagen-zum-verkauf-der-marina-im-mainzer-zollhafen-aufgetaucht-stadt-mainz-verweigert-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217430\/","title":{"rendered":"Mainz&#038; exklusiv: Neue brisante Unterlagen zum Verkauf der Marina im Mainzer Zollhafen aufgetaucht &#8211; Stadt Mainz verweigert Antworten"},"content":{"rendered":"<p>Der Krimi um den Verkauf der Marina im Mainzer Zollhafen im Jahr 2021 geht weiter \u2013 jetzt sind neue und durchaus brisante Unterlagen zu dem Fall aufgetaucht. Nach Informationen der Internetzeitung Mainz&amp; wurden dem Frankfurter Rechtsanwalt Christofer Eggers anonym Dokumente zugeschickt \u2013 und diese belegen: Allein schon in der Barkasse des Yachthafens befand sich zum Zeitpunkt des Verkaufs der dreifache Wert des Verkaufspreises. Damit erh\u00e4rtet sich der Verdacht: der Yachthafen wurde v\u00f6llig unter Wert verkauft, die Staatsanwaltschaft Koblenz verweigert derweil jede Auskunft dazu. Blockiert wird auch in Mainz: Die Stadt verweigert Antworten im Stadtrat auf Fragen wie: Wer genehmigte den Verkauf der Marina weit unter Marktwert?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-55588\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Marina-Zollhafen-im-August-2018-kleiner-300x197.jpg\" alt=\"Der Mainzer Zollhafen mit Marina im August 2018. Das neue Wohngebite Zollhafen war da noch im Werden, die Marina mit Steganlage bereits gebaut. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"249\"  \/>Der Mainzer Zollhafen mit Marina im August 2018. Das neue Wohngebite Zollhafen war da noch im Werden, die Marina mit Steganlage bereits gebaut. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Der Yachthafen im neuen Mainzer Zollhafen war am 30. M\u00e4rz 2021 bei einem Frankfurter Notar von der Muttergesellschaft Zollhafen Mainz GmbH verkauft worden \u2013 und zwar an den bisherigen Teilhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Marina Zollhafen GmbH, Jochen Hener. Der wiederum <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-exklusiv-sind-mainz-millionen-euro-an-steuergeldern-beim-verkauf-der-marina-im-zollhafen-entgangen-freie-waehler-stellen-brisante-fragen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">verkaufte nur einen Tag sp\u00e4ter bei einem Notar in Wiesbaden<\/a> die H\u00e4lfte der Anteile an der Marina an den heutigen Hafenmeister Detlev H\u00f6hne. Wie <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-exklusiv-marina-im-mainzer-zollhafen-offenbar-weit-unter-marktwert-verkauft-staatsanwaltschaft-sieht-keine-untreue\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">diese Internetzeitung Mainz&amp; Anfang Juni exklusiv enth\u00fcllen konnte<\/a>, floss f\u00fcr den ersten Verkauf an Hener ein Kaufpreis von 86.000 Euro, w\u00e4hrend H\u00f6hne f\u00fcr seine Anteile 47.137,50 Euro bezahlte.<\/p>\n<p>Das Problem dabei: Nach wirtschafts-\u00fcblichen Berechnungsverfahren h\u00e4tte f\u00fcr die Marina ein weit h\u00f6herer Preis bezahlt werden m\u00fcssen, ein Gutachten der renommierten Wirtschaftsberatungsgesellschaft Deloitte hatte den Verkehrswert der Marina auf zwischen 6 und 11,6 Millionen Euro taxiert. Deloitte hatte dabei die m\u00f6glichen Einkommensspannen f\u00fcr die Marina mit ihren 140 Liegepl\u00e4tzen zugrunde gelegt, <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-exklusiv-sind-mainz-millionen-euro-an-steuergeldern-beim-verkauf-der-marina-im-zollhafen-entgangen-freie-waehler-stellen-brisante-fragen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">und drei Szenarien durchgerechnet<\/a>: Danach l\u00e4ge der Unternehmenswert bei einer Vollauslastung der Hafenanlage bei rund 11,6 Millionen Euro, bei einer Auslastung von 80 Prozent immer noch bei 8,9 Millionen Euro, und selbst bei einer Auslastung von 60 Prozent bei etwa 6,2 Millionen Euro.<\/p>\n<p>&#8211; Werbung &#8211; <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/werben-auf-mainzund\/\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Banner-Tulpen-Text-neu-1068.jpg\" alt=\"Werben auf Mainz&amp;\" width=\"468\" height=\"60\"\/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Staatsanwaltschaft verweigert Auskunft zur Wertberechnung<\/p>\n<p>Trotzdem mochte die Staatsanwaltschaft Koblenz bei ihren Vorermittlungen keinen Anfangsverdacht f\u00fcr Untreue oder Verm\u00f6genshinterziehung sehen, dabei allerdings taxierte ein Wirtschaftsreferent der Staatsanwaltschaft den Wert der Marina weitaus niedriger \u2013 und setzte schlicht den Buchwert des Unternehmens an. Warum der Wirtschaftsreferent dabei die markt\u00fcbliche Berechnungsmethode ignorierte, nachdem der Bilanzwert eines Unternehmens mit einem Multiplikator f\u00fcr den jeweiligen Gesch\u00e4ftsbereich multipliziert werden muss \u2013 im Fall der Marina mit einem Faktor 9,7 \u2013 ist weiter v\u00f6llig unklar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-55587\" src=\"https:\/\/mainzund.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Marina-Zollhafen-Mai-2022-kleiner-300x194.jpg\" alt=\"Der Mainzer Zollhafen mit der Marina im Mai 2022. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"245\"  \/>Der Mainzer Zollhafen mit der Marina im Mai 2022. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Auf Nachfrage der Internetzeitung Mainz&amp; verweigerte die Staatsanwaltschaft jegliche Auskunft zu der Frage, wie man denn zu dieser Vorgehensweise kam. \u201eDa hier kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, der Sachverhalt also keine strafrechtliche Relevanz hat, bitte ich um Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass ich weitere Detailfragen nicht beantworten kann\u201c, antwortete die f\u00fcr Presseanfragen zust\u00e4ndige Oberstaatsanw\u00e4ltin Kirsten Mietasch. Dabei ist die Frage, wie die Berechnung des Unternehmenswertes von Seiten der Staatsanwaltschaft zustande kam, von zentraler Relevanz \u2013 und eine Staatsanwaltschaft hat eine Auskunftspflicht gegen\u00fcber Pressevertretern.<\/p>\n<p>\u201eDie Beh\u00f6rden sind verpflichtet, den Vertretern der Presse die der Erf\u00fcllung ihrer \u00f6ffentlichen Aufgabe dienenden Ausk\u00fcnfte zu erteilen\u201c, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auskunftsanspruch_(Presserecht)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hei\u00dft es im Presserecht<\/a>. Das k\u00f6nne nur verweigert werden, wenn dadurch ein schwebendes Verfahren \u201evereitelt, erschwert, verz\u00f6gert oder gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnte\u201c, Vorschriften \u00fcber die Geheimhaltung entgegenstehen oder \u201eein \u00fcberwiegendes \u00f6ffentliches oder schutzw\u00fcrdiges privates Interesse verletzt w\u00fcrde.\u201c Da die Staatsanwaltschaft kein Ermittlungsverfahren einleitete, gibt es kein schwebendes Verfahren, die Antwort auf die Fragen ist hingegen eindeutig im \u00f6ffentlichen Interesse.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Neue Unterlagen zeigen Guthaben von 240.000 Euro in B\u00fcchern<\/p>\n<p>Mainz&amp; wollte n\u00e4mlich wissen, wieso der Wirtschaftsreferent der Staatsanwaltschaft die \u00fcbliche Berechnungsmethode f\u00fcr den Unternehmenswert samt Multiplikationsfaktor nicht anwandte, und stattdessen offenbar lediglich den Bilanzwert der Zollhafen Marina GmbH zum Jahreswende 2020 ansetzte \u2013 die Gewinn- und Verlustrechnung der Marina Zollhafen GmbH, wie man sie im Unternehmensregister findet, weist zum Jahresende 2020 einen Gewinn von rund 173.000 Euro vor Steuern, und von rund 119.000 Euro nach Abzug der Steuern aus. Doch das ist nur die eine Seite: Im Jahresabschluss der Marina Zollhafen GmbH f\u00fcr das Jahr 2020 findet sich \u00fcberraschend ein Guthaben von 240.000 Euro auf Konten bei Kreditinstituten \u2013 f\u00fcr dieses Guthaben floss aber keinerlei Gegenwert beim Verkauf.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-56095\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Steganlage-der-Marina-im-Mainzer-Zollhafen-April-2025-kleiner-300x194.jpg\" alt=\"Die Steganlage der Marina im Mainzer Zollhafen wurde f\u00fcr rund 1,4 Millionen Euro zeitgleich mit den der Firma selbst verkauft. - Foto: gik \" width=\"380\" height=\"245\"  \/>Die Steganlage der Marina im Mainzer Zollhafen wurde f\u00fcr rund 1,4 Millionen Euro zeitgleich mit den der Firma selbst verkauft. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Fest steht damit: Bei dem Verkauf der Marina erhielten die K\u00e4ufer f\u00fcr ihren Kaufpreis von rund 86.000 Euro nicht nur eine 6 bis 11 Millionen Euro schwere Marina, sondern auch noch ein Guthaben von 240.000 Euro on topp, ohne daf\u00fcr nach den derzeit vorliegenden Unterlagen einen Gegenwert bezahlt zu haben. Warum bezog die Staatsanwaltschaft diese bar vorliegenden Verm\u00f6genswerte bei der Berechnung des Firmenwertes nicht ein? Wurde der Jahresabschluss der Marina gar nicht ber\u00fccksichtigt? Auf Mainz&amp;-Nachfrage dazu: keine Antwort.<\/p>\n<p>Nicht beantwortet wurden ferner Nachfragen, wie die Staatsanwaltschaft zu der Einsch\u00e4tzung kam, die Aufsichtsgremien der Stadt Mainz h\u00e4tten ihre Einwilligung zu dem Verkauf gegeben \u2013 dies ist die entscheidende Frage bei der Beurteilung, ob beim Verkauf der Marina ein Missbrauchstatbestand vorlag, und damit Veruntreuung \u00f6ffentlicher Gelder in Frage kommt. Die Staatsanwaltschaft argumentiert selbst: Weil die Aufsichtsgremien den verkauf genehmigt h\u00e4tten, sei alles ordnungsgem\u00e4\u00df gelaufen \u2013 die Frage aber, ob sich die Staatsanwaltschaft denn davon auch tats\u00e4chlich \u00fcberzeugt hat, beantwortet sie nicht.<\/p>\n<p>Werbung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mainzund.de\/werben-auf-mainz-mediadaten-anzeigen-und-sponsored-posts\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"Headbanner Sonnenuntergang mit Christuskirche und Ritterhelm schmaler mit Text\" rel=\"nofollow noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Headbanner-Sonnenuntergang-mit-Christuskirche-und-Ritterhelm-schmaler-mit-Text.jpg\" alt=\"\"   width=\"650\" height=\"241\"\/><\/a>Verkauf der Marina zustimmungspflichtiges Gesch\u00e4ft f\u00fcr Stadtwerke<\/p>\n<p>Denn fest steht auch: der Verkauf der Marina war ein zustimmungspflichtiges Gesch\u00e4ft, die Muttergesellschaft Mainzer Stadtwerke musste diesem Verkauf zustimmen \u2013 und die Mainzer Stadtwerke geh\u00f6ren der Stadt Mainz, und damit der \u00f6ffentlichen Hand. Auch der Aufsichtsrat der Stadtwerke musste den Verkauf der Marina genehmigen, hat er das nicht getan, k\u00f6nnte \u2013 wie die Staatsanwaltschaft in Koblenz selbst schreibt \u2013 ein Missbrauchstatbestand oder auch eine Treuebruch vorliegen. Warum hat man sich bei der Koblenzer Ermittlungsbeh\u00f6rde dann nicht davon \u00fcberzeugt, dass diese Zustimmung tats\u00e4chlich vorlag? Wurde \u00fcberhaupt Kontakt mit den Mainzer Stadtwerken aufgenommen \u2013 oder mit der Stadt Mainz als Eigent\u00fcmerin der Stadtwerke?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-43292\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Mainzer-Stadtwerke-Hochhaus-mit-Fahnen-kleiner-Foto-Mainzer-Stadtwerke-300x200.jpg\" alt=\"Der Firmensitz der Mainzer Stadtwerke in der Mainzer Neustadt. - Foto: Stadtwerke Mainz\" width=\"380\" height=\"253\"  \/>Der Firmensitz der Mainzer Stadtwerke in der Mainzer Neustadt. \u2013 Foto: Stadtwerke Mainz<\/p>\n<p>In ihrer Begr\u00fcndung, keine Ermittlungen aufzunehmen, beruft sich die Staatsanwaltschaft aber lediglich auf die Angaben aus der Anzeige zum Verkauf der Marina, die den Fall erst ins Rollen brachte. Antworten zu diesen Fragen k\u00f6nnte au\u00dferdem die Stadt Mainz selbst liefern \u2013 und genau dazu haben sie die Freien W\u00e4hler aufgefordert: Die stellen f\u00fcr den Stadtrat an diesem Mittwoch gleich drei Anfragen zu dem Verkauf der Marina.\u00a0Darin fordern die Freien W\u00e4hler detailliert Auskunft dar\u00fcber, wer genau den Verkauf der Marina genehmigte: Der Vorstand der Mainzer Stadtwerke? Der Aufsichtsrat? Der Aufsichtsratsvorsitzende, der damalige Mainzer Oberb\u00fcrgermeister und heutige Innenminister Michael Ebling (SPD)?<\/p>\n<p>Zudem h\u00e4tte der Verkauf einer solchen werthaltigen Immobilie nach Einsch\u00e4tzung juristischer Experten ausgeschrieben werden m\u00fcssen \u2013 doch das geschah nicht: In einem Umlaufbeschluss vom 25. M\u00e4rz 2021, der Mainz&amp; vorliegt, legt der Stadtwerke-Vorstand den Verkauf der Marina zum Buchwert von 86.000 Euro fest \u2013 und vollzog damit das bereits im Jahr 2017 beschlossene Vorgehen, die Marina an die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hener und H\u00f6hne zu verkaufen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Beck verweigert jede Antwort zum Verkauf: Fragerecht einklagbar<\/p>\n<p>Doch B\u00fcrgermeister G\u00fcnter Beck (Gr\u00fcne) verweigert in seinen Antworten auf die Fragen der Freien W\u00e4hler jegliche Auskunft. \u201eBei dem Gesch\u00e4ftsbetrieb der Marina Zollhafen GmbH handelt es sich um eine wirtschaftliche Beteiligung au\u00dferhalb des Bereichs der Daseinsf\u00fcrsorge\u201c, hei\u00dft es in den Antworten f\u00fcr den Stadtrat, die bereits vorliegen. Auch sei Zollhafen Mainz GmbH &amp; Co. KG \u201eeine privatwirtschaftlich t\u00e4tige Gesellschaft mit einem privaten Mehrheitseigner, mit dem Verkauf der Anteile an der Marina Zollhafen GmbH waren daher die st\u00e4dtischen Gremien nicht befasst.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-51463\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Beck-im-Stadtrat-Mainz-im-Maerz-2024-kleiner-300x197.jpg\" alt=\"Verweigert den Freien W\u00e4hler jegliche Antworten auf Fragen zum Verkauf der Marina: B\u00fcrgermeister G\u00fcnter Beck (Gr\u00fcne). - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"250\"  \/>Verweigert den Freien W\u00e4hler jegliche Antworten auf Fragen zum Verkauf der Marina: B\u00fcrgermeister G\u00fcnter Beck (Gr\u00fcne). \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Fragen zu den Mainzer Stadtwerken \u2013 beantwortet Beck nicht. Fragen, ob der Mainzer Stadtrat \u00fcber den Verkauf der Marina informiert wurde, ob die Stadtr\u00e4te davon informiert waren und ob sich der Stadtvorstand mit dem Verkauf befasste \u2013 beantwortet Beck nicht. Keine einzige der Detailfragen der Freien W\u00e4hler wird in den Schreiben der Stadt beantwortet, dabei haben Stadtr\u00e4te ein Recht auf Antworten: \u201eDie Mitglieder von Gemeinder\u00e4ten, Stadtr\u00e4ten oder Kreistagen haben einen Rechtsanspruch darauf, dass ihre Anfragen binnen angemessener Frist, vollst\u00e4ndig und wahrheitsgem\u00e4\u00df beantwortet werden\u201c, hei\u00dft es etwa <a href=\"https:\/\/recht-schaffen.com\/rechtsanwalt-verwaltungsrecht-kommunalrecht-anfrage.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">bei der auf Verwaltungsrecht spezialisierten Anwaltskanzlei Schollbach<\/a>.<\/p>\n<p>Werde \u201edas Fragerecht durch den B\u00fcrgermeister, den Oberb\u00fcrgermeister oder den Landrat verletzt\u201c, k\u00f6nnten die betroffenen Mandatstr\u00e4ger sich dagegen sogar vor dem Verwaltungsgericht zur Wehr setzen \u2013 die Kosten m\u00fcsste im \u00dcbrigen die Gemeinde tragen, in diesem Fall also die Stadt Mainz. In dem Fall der Anfragen der Freien W\u00e4hler wird aber jede einzelne, unterschiedliche Anfrage\u00a0mit dem gleichen Text beschieden, in dem es hei\u00dft: \u201eWeitere Ausk\u00fcnfte zu den Einzelheiten auf Ebene der einzelnen privatwirtschaftlich t\u00e4tigen Gesellschaften k\u00f6nnen \u2013 wie auch sonst \u2013 nicht erteilt werden.\u201c<\/p>\n<p>Werbung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.paypal.com\/donate\/?hosted_button_id=U2JXRHJU55VTQ\" target=\"_blank\" aria-label=\"Grafik Kauf mir ein Glas Wein\" rel=\"nofollow noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Grafik-Kauf-mir-ein-Glas-Wein.jpg\" alt=\"\"   width=\"480\" height=\"252\"\/><\/a>Neuer Whistleblower schickt anonym Unterlagen an Anwalt<\/p>\n<p>Nicht beantwortet wird zudem eine weitere brisante Frage: \u201eGibt es ein Gutachten der Stadtverwaltung Mainz (Rechtsabteilung) zum Verkauf und\/oder dem Wert der Marina und wenn ja: von wann ist das Wertgutachten?\u201c Auf ein solches Gutachten hatte sich auch die Staatsanwaltschaft Koblenz bezogen \u2013 Fragen dazu: nicht beantwortet. Und dann steht noch die Frage im Raum, ob der Stadtrat dem Verkauf der Marina \u00fcberhaupt zustimmte oder damit befasst war \u2013 denn die Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz sieht bei wesentlichen \u00c4nderungen von st\u00e4dtischen Beteiligungen auch eine Zustimmungspflicht des Stadtrates vor. Das gilt nach Einsch\u00e4tzung von Experten wohl auch bei einer Minderheitsbeteiligung der Mutterfirma Stadtwerke Mainz von 49,9 Prozent an der Zollhafen Mainz GmbH.<\/p>\n<p>Das Thema Verkauf der Marina im Zollhafen ist aber auch aus einem anderen Grund weiter nicht beendet: Bei der Frankfurter Anwaltskanzlei Squire Patton Boggs, die im Auftrag der Hinweisgeber die Anzeige an die Staatsanwaltschaft verfasst hatte, hat sich nach Informationen von Mainz&amp; ein neuer Whistleblower gemeldet. Rechtsanwalt Christof Eggers best\u00e4tigte unserer Zeitung: Bei ihm sei ein anonymer Umschlag eingetroffen \u2013 mit umfassenden weiteren Unterlagen zum Thema, die derzeit ausgewertet w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Info&amp; auf Mainz&amp;:<\/strong> Mainz&amp; hat als erstes Medium in Mainz ausf\u00fchrlich \u00fcber die Fragen rund um den Verkauf der Marina im Mainzer Zollhafen berichtet, und zwar <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-exklusiv-sind-mainz-millionen-euro-an-steuergeldern-beim-verkauf-der-marina-im-zollhafen-entgangen-freie-waehler-stellen-brisante-fragen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">erstmals am 16. Mai 2025<\/a> sowie am 6. Juni 2025, damals <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-exklusiv-marina-im-mainzer-zollhafen-offenbar-weit-unter-marktwert-verkauft-staatsanwaltschaft-sieht-keine-untreue\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">exklusiv \u00fcber den echten Kaufpreis<\/a>. Unsere Artikel dazu noch einmal zum Nachlesen hier:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"xHfCGrlgYP\">\n<p><a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-exklusiv-marina-im-mainzer-zollhafen-offenbar-weit-unter-marktwert-verkauft-staatsanwaltschaft-sieht-keine-untreue\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mainz&amp; exklusiv: Marina im Mainzer Zollhafen offenbar weit unter Marktwert verkauft \u2013 Staatsanwaltschaft sieht keine Untreue<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u00a0<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"sv0Qec9Xms\">\n<p><a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-exklusiv-sind-mainz-millionen-euro-an-steuergeldern-beim-verkauf-der-marina-im-zollhafen-entgangen-freie-waehler-stellen-brisante-fragen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mainz&amp; exklusiv: Sind Mainz Millionen Euro an Steuergeldern beim Verkauf der Marina im Zollhafen entgangen? \u2013 Freie W\u00e4hler stellen brisante Fragen<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Krimi um den Verkauf der Marina im Mainzer Zollhafen im Jahr 2021 geht weiter \u2013 jetzt sind&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":217431,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,69804,13,2052,69805,69806,14,15,12,69807,69808,4544],"class_list":["post-217430","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wiesbaden","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-guenter-beck","tag-headlines","tag-hessen","tag-mainzer-stadtwerke","tag-marina-zollhafen-gmbh","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-staatsanwaltschaft-koblenz","tag-verkauf-marina-zollhafen-mainz","tag-wiesbaden"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114742454227108496","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/217430","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=217430"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/217430\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/217431"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=217430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=217430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=217430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}