{"id":217619,"date":"2025-06-25T07:36:09","date_gmt":"2025-06-25T07:36:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217619\/"},"modified":"2025-06-25T07:36:09","modified_gmt":"2025-06-25T07:36:09","slug":"nirgendwo-gibt-es-weniger-selfmade-milliardaere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217619\/","title":{"rendered":"Nirgendwo gibt es weniger Selfmade-Milliard\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nur 25\u202f% der Superreichen in Deutschland gelten als Selfmade, der geringste Anteil weltweit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Berlin, 24. Juni 2025<\/strong> \u2013 Deutschland hatte noch nie so viele Milliard\u00e4re wie heute, doch die Mehrheit von ihnen hat ihr Verm\u00f6gen nicht selbst aufgebaut. Das zeigt eine neue Studie des Berliner Datenstudios DataPulse Research. Demnach sind <strong>drei Viertel der deutschen Milliard\u00e4re Erben<\/strong>, nur <strong>25\u202f% gelten als \u201eSelfmade\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Im internationalen Vergleich ist dieser Wert auffallend niedrig: Weltweit liegt der Anteil der Selfmade-Milliard\u00e4re bei rund <strong>67\u202f%<\/strong>. In Frankreich (44\u202f%), Italien (36\u202f%) oder Brasilien ist die Verm\u00f6genskonzentration durch Erbschaften deutlich geringer als in Deutschland.<\/p>\n<p><strong>Rekordzahlen bei Reichen, stagnierende Realwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Seit der Finanzkrise 2008 hat sich die Zahl der Milliard\u00e4re in Deutschland mehr als vervierfacht, von 42 auf aktuell <strong>171<\/strong>. Allein im Jahr 2024 stieg das Gesamtverm\u00f6gen dieser Gruppe um <strong>178 Milliarden US-Dollar<\/strong>, was rund <strong>80\u202f% des gesamten Zuwachses in Europa<\/strong> entspricht.<\/p>\n<p>Im Kontrast dazu steht die wirtschaftliche Lage der breiten Bev\u00f6lkerung. Laut Bloomberg liegt das reale Bruttoinlandsprodukt rund <strong>10\u202f% unter dem Vor-Corona erwarteten Niveau<\/strong>, die Reall\u00f6hne sogar <strong>8\u202f% darunter<\/strong>. Die Studie betont, dass dieser Wohlstandsunterschied immer deutlicher sp\u00fcrbar wird, auch politisch.<\/p>\n<p><strong>Verm\u00f6gensvererbung dominiert, mit gesellschaftlicher Sprengkraft<\/strong><\/p>\n<p>Die Untersuchung hebt hervor, dass in Deutschland besonders h\u00e4ufig <strong>dynastischer Reichtum<\/strong> weitergegeben wird. Einzelhandels- und Modedynastien, Industrie- und Automobilfamilien verf\u00fcgen \u00fcber gro\u00dfe Teile des Milliard\u00e4rsverm\u00f6gens. Der durchschnittliche Haushalt in Deutschland besitzt laut Studie rund <strong>20.000\u202fEuro<\/strong>, w\u00e4hrenddessen hat sich das Verm\u00f6gen der obersten 0,1 % dramatisch vergr\u00f6\u00dfert \u2013 \u00fcberwiegend durch Kapitalgewinne und geerbte Verm\u00f6genswerte.<\/p>\n<p>Begleitet wird diese Entwicklung von einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung. Wie Studien der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Politik (DGAP) und des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) zeigen, steigt die Zustimmung zu populistischen Parteien insbesondere dort, wo Menschen sich \u00f6konomisch abgeh\u00e4ngt f\u00fchlen. In einigen Bundesl\u00e4ndern erreichte die AfD Anfang 2025 \u00fcber <strong>40\u202f% der Stimmen<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>\u201eErben ist das effektivste \u00dcberholman\u00f6ver\u201c \u2013 Warnung vom Reichtumsforscher<\/strong><\/p>\n<p>Der Soziologe und Milliard\u00e4rsexperte <strong>Prof. Dr. Thomas Druyen<\/strong>, der die Analyse von DataPulse Research begleitet hat, warnt:<\/p>\n<p>\u201eUngleichheit bef\u00f6rdert zunehmend Frustration, Entt\u00e4uschung und Radikalisierung. Am Beispiel der Milliard\u00e4re in Deutschland wird eindr\u00fccklich aufgezeigt, dass Erben das effektivste \u00dcberholman\u00f6ver ist.\u201c<\/p>\n<p>Zugleich verweist er auf neue Chancen durch Technologie:<\/p>\n<p>\u201eZum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit k\u00f6nnen junge Menschen ohne Erbe und ohne Beziehungen superreich werden. Dank K\u00fcnstlicher Intelligenz geschieht das immer h\u00e4ufiger.\u201c<\/p>\n<p><strong>Frage nach der Zukunft: Herkunft oder Leistung?<\/strong><\/p>\n<p>Die Autoren der Studie stellen abschlie\u00dfend eine zentrale Frage:<br \/><strong>Wird Deutschlands Reichtum k\u00fcnftig weiterhin von Erbe und Familienzugeh\u00f6rigkeit bestimmt oder erleben wir eine R\u00fcckkehr zu unternehmerischer Leistung?<\/strong><\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Studie, inklusive internationaler Vergleichsdaten, Branchenauswertungen und interaktiven Visualisierungen, steht unter folgendem Link zum Download bereit: https:\/\/www.datapulse.de\/milliardaere\/<\/p>\n<p><strong>Disclaimer:<\/strong> F\u00fcr den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder\/ Videos ist ausschlie\u00dflich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdr\u00fccklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen m\u00f6chten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Ver\u00f6ffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nur 25\u202f% der Superreichen in Deutschland gelten als Selfmade, der geringste Anteil weltweit Berlin, 24. 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