{"id":217981,"date":"2025-06-25T10:53:10","date_gmt":"2025-06-25T10:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217981\/"},"modified":"2025-06-25T10:53:10","modified_gmt":"2025-06-25T10:53:10","slug":"autoverbot-in-berlin-gericht-erklaert-volksbegehren-fuer-zulaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/217981\/","title":{"rendered":"Autoverbot in Berlin? Gericht erkl\u00e4rt Volksbegehren f\u00fcr zul\u00e4ssig"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Initiative \u201eVolksentscheid Berlin autofrei\u201c kann ihr Gesetzesvorhaben f\u00fcr ein weitgehendes Autoverbot in der Hauptstadt weiter verfolgen. Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat den Antrag zur Einleitung des Volksbegehrens f\u00fcr zul\u00e4ssig erkl\u00e4rt. <\/p>\n<p>Berlins h\u00f6chstes Gericht widersprach damit der Einsch\u00e4tzung des Senats. Dieser hielt das in einem Gesetzentwurf formulierte Ziel f\u00fcr verfassungsrechtlich bedenklich und hatte daher die Richter bereits 2022 um eine Pr\u00fcfung gebeten, ob ein solcher Volksentscheid \u00fcberhaupt zul\u00e4ssig w\u00e4re.<\/p>\n<p>Nach den Pl\u00e4nen der Initiative sollen nach einer \u00dcbergangszeit von vier Jahren fast alle Stra\u00dfen innerhalb des S-Bahn-Rings mit Ausnahme der Bundesstra\u00dfen zu \u201eautoreduzierten Stra\u00dfen\u201c erkl\u00e4rt werden. Private Autofahrten sollen pro Person nur bis zu zw\u00f6lfmal im Jahr m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Ausnahmen von dem faktischen Autoverbot soll es demnach f\u00fcr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/menschen-mit-behinderung\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/menschen-mit-behinderung\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menschen mit Behinderung<\/a>, Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, M\u00fcllabfuhr, Taxen sowie Wirtschafts- und Lieferverkehr geben. Das gilt auch f\u00fcr Busse.<\/p>\n<p>Initiative kann n\u00e4chsten Schritt einleiten<\/p>\n<p>Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Entwurf vereinbar ist mit der Berliner Verfassung, dem Grundgesetz sowie Bundesrecht. Damit ist die Initiative einen wesentlichen Schritt weiter. <\/p>\n<p>Sie kann die n\u00e4chste Phase des Volksbegehrens einleiten. Innerhalb von vier Monaten m\u00fcssen die Unterschriften von mindestens sieben Prozent der Berliner Wahlberechtigten gesammelt werden. Das sind derzeit rund 170.000 Menschen. <\/p>\n<p>Gelingt das, w\u00fcrde ein Volksentscheid folgen, bei dem wie bei einer Wahl \u00fcber den Gesetzentwurf abgestimmt wird. Der Volksentscheid w\u00e4re erfolgreich und w\u00fcrde das Gesetz in Kraft setzen, wenn eine Mehrheit der W\u00e4hler und zugleich mindestens ein Viertel aller Wahlberechtigten zugestimmt haben.<\/p>\n<p>Die Initiative hatte im Sommer 2021 mehr als 50.000 Unterschriften f\u00fcr die Einleitung eines entsprechenden Volksbegehrens zur Verkehrswende gesammelt. N\u00f6tig waren in dieser ersten Phase des Volksbegehrens 20.000 g\u00fcltige Stimmen. Doch zum n\u00e4chsten Sammelschritt kam es nicht: Der Senat schaltete das Verfassungsgericht ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Initiative \u201eVolksentscheid Berlin autofrei\u201c kann ihr Gesetzesvorhaben f\u00fcr ein weitgehendes Autoverbot in der Hauptstadt weiter verfolgen. 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