{"id":218158,"date":"2025-06-25T12:29:10","date_gmt":"2025-06-25T12:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218158\/"},"modified":"2025-06-25T12:29:10","modified_gmt":"2025-06-25T12:29:10","slug":"wichtige-personalie-im-evangelischen-kirchenkreis-halle-saalkreis-neue-superintendentin-tanzend-zum-fuehrungsposten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218158\/","title":{"rendered":"Wichtige Personalie im Evangelischen Kirchenkreis Halle-Saalkreis: Neue Superintendentin: Tanzend zum F\u00fchrungsposten"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Halle (Saale)\/MZ<\/strong> &#8211; Die Mitglieder der Kreissynode nahmen sich Zeit f\u00fcr ihre Aussprache. Viel Zeit. Knapp eine Stunde  diskutierten sie am Freitagabend hinter geschlossenen T\u00fcren \u00fcber die beiden Nominierten f\u00fcr den Superintendenten-Posten des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis. Die beiden Nominierten, die sich  zuvor noch einmal pers\u00f6nlich vorgestellt hatten  \u2013 die Theologin Ute Niethammer, geboren 1970 in Reutlingen, sowie der Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland Peter Herrfurth, geboren 1966 in Gera \u2013 mussten drau\u00dfen bleiben. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Und was machte Ute Niethammer, um die sich hinziehende  Wartezeit bis zum anschlie\u00dfenden Wahlakt der Kreissynode zu \u00fcberbr\u00fccken? \u201eIch hatte Musik dabei\u201c, sagt sie. \u201eUnd ich habe ein bisschen getanzt.\u201c <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die 54-J\u00e4hrige konnte die Wahl f\u00fcr sich entscheiden, holte  gleich im ersten Wahlgang die n\u00f6tige Zwei-Drittel-Mehrheit. Der derzeitige Superintendent Hans-J\u00fcrgen Kant wird zum 31. Oktober in den Ruhestand verabschiedet, doch es wird keinen nahtlosen \u00dcbergang geben. Ute Niethammer wird erst im kommenden Jahr als neue Superintendentin t\u00e4tig.  <\/p>\n<p>Eine sympathische Kirche<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Mit dem Umzug von ihrem Wohnort Freiburg wird sie sich nach der Sommerpause besch\u00e4ftigen, sagt sie. Bammel davor hat sie nicht. \u201eIch ziehe leidenschaftlich um und passe mich gern anderen Gegebenheiten an.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Aktuell ist Ute Niethammer Beauftragte f\u00fcr den Pr\u00e4dikantendienst der Badischen Landeskirche.  Pr\u00e4dikanten sind Leute, die ehrenamtlich Gottesdienste leiten, aber auch bestatten und trauen k\u00f6nnen, und daf\u00fcr Schulungen durchlaufen, erkl\u00e4rt sie.  Au\u00dferdem lehrt Niethammer noch an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Ihre F\u00e4cher sind Liturgie und Predigtlehre. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Auf Halle kam Niethammer, die in zweiter Ehe verheiratet ist und drei erwachsene Kinder hat, weil sie gezielt im mitteldeutschen Raum nach einer Stelle suchte. Ihr Mann ist bei der S\u00e4chsischen Landeskirche. Auch sagt sie: \u201eDie Mitteldeutsche Kirche ist eine sympathische Kirche.\u201c Denn sie sei offen und nicht so konservativ. <\/p>\n<p>Erinnerung an die DDR <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Das Bemerkenswerte an Niethammers Vorstellungsrede am Freitag bei der Kreissynode: Als Erstes  sprach sie  von Christen in der DDR,  von Pfarrern, die ihrer T\u00e4tigkeit trotz Restriktionen nachgegangen sind. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Warum war ihr dieser Punkt wichtig? Sie bewundere die Kraft dieser Menschen, Widerstand zu leisten, sagt Niethammer. \u201eDaran sollte man immer wieder erinnern.\u201c <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Sie erlebe auch, dass es ein Thema ist, wenn jemand aus dem Westen  in den Osten kommt. F\u00fcr sie selbst ist es das eher nicht.  \u201eEs macht keinen Unterschied, finde ich.\u201c Schlie\u00dflich komme sie nicht nach Halle, um irgendwelche westlichen Werte  zu bringen. Niemals  w\u00fcrde sie behaupten, \u201eich habe die Einsicht, die ihr nicht habt\u201c, wie sie es ausdr\u00fcckt. Vielmehr sei es andersrum. \u201eIch m\u00f6chte gerne auch etwas lernen.\u201c <\/p>\n<p>Ver\u00e4nderung ist n\u00f6tig<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Ein zentraler Punkt in Niethammers Rede war die Ver\u00e4nderung, die  in allen Bereichen passiere  und der sich die Kirche nicht entziehen k\u00f6nne. \u201eKirche muss sich mitver\u00e4ndern\u201c, betonte sie.  <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Auf Nachfrage spricht sie vom R\u00fcckgang der Mitglieder in der evangelischen wie auch der katholischen Kirche in ganz Deutschland. \u201eIch habe aber nicht vor, eine Turbotransformation voranzutreiben.\u201c Ihr sei wichtig, den Anschluss nicht zu verlieren. \u201eEs geht darum, dass wir eine starke Stimme bleiben\u201c.  Dass die Stimme der Kirche in Deutschland geh\u00f6rt werde, \u201edie etwas anderes bietet als Hass und Gewalt\u201c. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Was das ist? Sie sagt: \u201eDer Mensch ist nach Gottes Ebenbild geschaffen. Und zwar jeder Mensch.\u201c  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Halle (Saale)\/MZ &#8211; Die Mitglieder der Kreissynode nahmen sich Zeit f\u00fcr ihre Aussprache. Viel Zeit. 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