{"id":218193,"date":"2025-06-25T12:51:09","date_gmt":"2025-06-25T12:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218193\/"},"modified":"2025-06-25T12:51:09","modified_gmt":"2025-06-25T12:51:09","slug":"meduza-auswahl-19-25-juni-die-lauernde-gefahr-an-der-finnisch-russischen-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218193\/","title":{"rendered":"Meduza-Auswahl 19. \u2013 25. Juni: Die lauernde Gefahr an der finnisch-russischen Grenze"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">\n        Das <a href=\"https:\/\/meduza.io\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">russisch<\/a>&#8211; und <a href=\"https:\/\/meduza.io\/en\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">englischsprachige<\/a> Portal Meduza z\u00e4hlt zu den wichtigsten unabh\u00e4ngigen russischen Medien. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Russische-Medien-im-Exil\/!5911767\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Januar 2023 wurde Meduza in Russland komplett verboten<\/a>. Doch Meduza erhebt weiterhin seine Stimme gegen den Krieg \u2013 aus dem Exil. Die taz pr\u00e4sentiert seit 1. M\u00e4rz 2023 unter taz.de\/meduza immer mittwochs in einer w\u00f6chentlichen Auswahl, wor\u00fcber Meduza aktuell berichtet. Das Projekt wird von der <a href=\"https:\/\/taz.de\/!v=4269299f-23bb-40f2-a4ea-2b1b1ae40192\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">taz Panter Stiftung<\/a> gef\u00f6rdert.\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">\n        In der Zeit vom 19. \u2013 25. Juni 2025 berichtete Meduza unter anderem \u00fcber folgende Themen:\n      <\/p>\n<p>      Die Wahl zwischen Ausreise, russischem Pass oder Knast<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Unter Besatzung lebende Ukrainer stehen seit langem unter Druck, die russische Staatsb\u00fcrgerschaft anzunehmen. Im M\u00e4rz versch\u00e4rfte Moskau die Lage noch weiter: Eine Kampagne des Kremls soll die zwangsweise Vergabe russischer P\u00e4sse an Ukrainer in Russland und den besetzten Gebieten verst\u00e4rken. In einem Dekret forderte Putin die Ein\u00adwoh\u00adne\u00adr:in\u00adnen auf, russische P\u00e4sse zu beantragen, bis zum 10. September \u201eauszureisen\u201c \u2013 oder sich den Konsequenzen zu stellen. Sowohl ukrainische Regierungsvertreter als auch Menschenrechtsorganisationen verurteilten das Dekret als Versto\u00df gegen das V\u00f6lkerrecht. Und warnen, dass es weiteren Kriegsverbrechen T\u00fcr und Tor \u00f6ffne. <a href=\"https:\/\/meduza.io\/en\/feature\/2025\/06\/19\/a-false-semblance-of-choice\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Meduza erkl\u00e4rt das Dekret und seine Folgen auf Englisch.<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">So biete Putins Dekret lediglich eine \u201efalsche Wahlm\u00f6glichkeit\u201c und schaffe neue Vorw\u00e4nde f\u00fcr Verhaftungen und Ausweisungen. Russlands Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen Ukrainer:innen, die sich weigern, ihre Staatsb\u00fcrgerschaft zu wechseln, sind gut dokumentiert. Und diejenigen, die die besetzten Gebiete \u201everlassen\u201c wollen, k\u00f6nnen dies nicht unbedingt sicher tun. Dar\u00fcber hinaus ist selbst eine \u201eDeportation\u201c keine Garantie f\u00fcr eine R\u00fcckkehr in die Ukraine.<\/p>\n<p>      Wie queere Menschen in Russland verfolgt werden<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Die Einstufung der nicht existierenden \u201einternationalen LGBT-Bewegung\u201c als extremistische Organisation durch den obersten russischen Gerichtshof im Jahr 2023 markierte eine Eskalation in der zunehmend repressiven Kampagne des Kremls gegen LGBTQ+-Personen. Die Zahl der F\u00e4lle, die nach den ber\u00fcchtigten russischen \u201eLGBT-Propaganda\u201c-Gesetzen er\u00f6ffnet wurden, ist hoch: In den letzten zwei Jahren flossen allein durch Bu\u00dfgelder nach diesen Gesetzen mehr als 60 Millionen Rubel (765.300 US-Dollar) in die Staatskasse. <a href=\"https:\/\/meduza.io\/en\/feature\/2025\/06\/19\/what-even-is-propaganda\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Meduza wirft einen genaueren Blick darauf, wie diese Gesetzgebung entstanden ist \u2013 und was sie f\u00fcr queere Menschen bedeutet (englischer Text).<\/a><\/p>\n<p>      Wie der russische Staat mit Rechtsextremen paktiert<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">Die rechtsextreme nationalistische Organisation \u201eRussische Gemeinschaft\u201c entstand bereits Ende 2020, ab 2024 wurde sie jedoch st\u00e4rker wahrgenommen. Im selben Jahr begannen Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger einen Anstieg der migrationsfeindlichen Stimmung in Russland zu dokumentieren. Teilweise stand dieser mit dem Terroranschlag auf die Moskauer \u201eKrokus City Hall\u201c in Verbindung. Im Mai 2025 gab es Berichte \u00fcber eine offene Zusammenarbeit der \u201eGemeinschaftsmitglieder\u201c mit der Polizei. Bei einem ihrer Angriffe kam ein armenischer Staatsb\u00fcrger ums Leben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"10\">Die \u201eRussische Gemeinschaft\u201c steht nicht nur mit dem Innenministerium in Verbindung: Bereits 2024 gestand eines der Mitglieder der Organisation gegen\u00fcber dem russischen Dienst der BBC, dass die \u201eGemeindemitglieder\u201c manchmal Auftr\u00e4ge des FSB ausf\u00fchren. Meduza <a href=\"https:\/\/meduza.io\/feature\/2025\/06\/24\/nishevyy-proekt-kontory\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">berichtet auf Russisch<\/a>, wie die Sicherheitskr\u00e4fte, sowie f\u00f6derale und regionale Beh\u00f6rden mit der \u201eRussischen Gemeinde\u201c zusammenarbeiten. Eine Quelle Meduzas, die dem FSB nahesteht, sagt: Die Beh\u00f6rden erlaubten der \u201eRussischen Gemeinschaft\u201c, \u201eDampf abzulassen\u201c, solange sie darin eine f\u00fcr sich vorteilhafte \u201ekostenlose Volksmiliz\u201c sehen.<\/p>\n<p>      Russland baut seine Pr\u00e4senz an der finnischen Grenze aus<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"12\">Russland macht laut einem neuen Bericht des finnischen Mediums Yle Fortschritte beim Ausbau seiner milit\u00e4rischen Pr\u00e4senz nahe der finnischen Grenze. Das Milit\u00e4r hat mit dem Bau einer neuen Artilleriebrigaden-Anlage in Kandalaksha in der Region Murmansk begonnen. Und gleichzeitig seine Ausr\u00fcstung auf der Karelischen Landenge erweitert. Das wurde durch neue Satellitenbilder aufgedeckt, die Journalisten analysierten. Die Bilder zeigen: Russland hatte im vergangenen Winter mit gro\u00df angelegten Bauarbeiten in der gesperrten Milit\u00e4ranlage Lupche-Savino-2 in Kandalaksha, etwa 110 Kilometer von Finnland entfernt, begonnen. <a href=\"https:\/\/meduza.io\/en\/feature\/2025\/06\/19\/sky-high-evidence\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Meduza fasst die Ergebnisse von Yle auf Englisch zusammen.<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"13\">So soll die Anlage im Nordwesten von Kandalaksha mehr als 2.000 Milit\u00e4rangeh\u00f6rige beherbergen. Bis Anfang der 2000er Jahre waren dort Boden-Luft-Raketen-Einheiten stationiert. In j\u00fcngerer Zeit nutzte Russland die Anlage als Lager- und Logistikzentrum f\u00fcr milit\u00e4rische Ingenieurseinheiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das russisch&#8211; und englischsprachige Portal Meduza z\u00e4hlt zu den wichtigsten unabh\u00e4ngigen russischen Medien. 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