{"id":218904,"date":"2025-06-25T19:10:10","date_gmt":"2025-06-25T19:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218904\/"},"modified":"2025-06-25T19:10:10","modified_gmt":"2025-06-25T19:10:10","slug":"armenien-regierung-will-putschversuch-vereitelt-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218904\/","title":{"rendered":"Armenien: Regierung will Putschversuch vereitelt haben"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.06.2025 19:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Armenien hat es zahlreiche Durchsuchungen und Festnahmen gegeben. Die Regierung sagt, sie habe einen mutma\u00dflichen Staatsstreich verhindert. Die Opposition hingegen nennt den vorliegenden Putschplan eine F\u00e4lschung. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/frank-aischmann-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Frank Aischmann, MDR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/aischmann-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Staatsstreich in Armenien soll am 21. September stattfinden. Der Plan f\u00fcr die Wochen davor: Provokationen zur Destabilisierung, Demontage der Glaubw\u00fcrdigkeit von Regierungschef Paschinjan, Aufbau von 200 Gruppen je 25 Mann f\u00fcr die Umsetzung des Putsches.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAll das soll detailliert in einem siebenseitigen Papier zum angeblichen Staatsstreich stehen, der gestern von der Regierungspartei &#8222;Zivilvertrag&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde und nicht unabh\u00e4ngig auf seine Echtheit \u00fcberpr\u00fcft werden kann.\u00a0Die Opposition nennt den Plan eine F\u00e4lschung, um Regierungskritiker zum Schweigen zu bringen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Konflikt zwischen Regierungschef Nikol Paschinjan und der von der Landeskirche unterst\u00fctzten Opposition versch\u00e4rfte sich nun:\u00a0Maskierte Sicherheitskr\u00e4fte nahmen Erzbischof Bagrat\u00a0Galstanjan fest. Umringt von Polizisten und Journalisten schimpfte der: &#8222;Du, Halunke&#8220;, &#8211; gemeint ist Paschinjan, &#8222;h\u00f6r aufmerksam zu: Egal, was du tust, du hast nur wenig Zeit. Wir werden bald zu dir kommen.&#8220;<\/p>\n<p>    14 Festnahmen laut Beh\u00f6rden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Vorw\u00fcrfe gegen den Erzbischof Galstanjan lauten: Vorbereitung eines Terroranschlags, Versuch der Machtergreifung, Teilnahme an Vorbereitungen zum Umsturz. Insgesamt, so das armenische Ermittlungskomitee, habe es 14 Festnahmen und 90 Durchsuchungen wegen des aufgedeckten mutma\u00dflichen Staatsstreiches gegeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBereits seit Anfang des Monats sitzt au\u00dferdem Samwel\u00a0Karapetjan in Untersuchungshaft, ein russisch-armenischer Oligarch, der angeblich ebenfalls zur Machtergreifung aufgerufen haben soll.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan bem\u00fcht sich seit Jahren um gute Beziehungen zu den Armenien bislang feindlich gesinnten Nachbarn Aserbaidschan und T\u00fcrkei herzustellen.\n                    <\/p>\n<p>    Verlust von Bergkarabach, Ann\u00e4herung an die T\u00fcrkei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit 2018 regiert Nikol Paschinjan Armenien. Er versucht seit einigen Jahren und mit einiger Konsequenz, gute Beziehungen zu den bisher mit Armenien verfeindeten Nachbarn T\u00fcrkei und Aserbaidschan\u00a0herzustellen.\u00a0Er akzeptierte, dass Aserbaidschan vor knapp zwei Jahren die jahrzehntelang umstrittene Region Bergkarabach milit\u00e4risch \u00fcbernahm. Die mehr als 100.000 Einwohner &#8211; ethnische Armenier &#8211; mussten fast geschlossen nach Armenien fliehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr einen Friedensvertrag mit dem viel reicheren, hochger\u00fcsteten, autokratisch regierten Nachbarn gab er auch D\u00f6rfer im Norden ab &#8211; in der Di\u00f6zese des heute festgenommenen Erzbischofs\u00a0Galstanjan.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd selbst zum historischen Erzfeind T\u00fcrkei reiste Paschinjan vergangene Woche, wo er Staatschef Recep Tayyip Erdo\u011fan traf. Und er scheint sogar bereit, das internationale Bestreben Armeniens einzustellen, das Massaker osmanischer Truppen an Armeniern 1915 als V\u00f6lkermord anzuerkennen.<\/p>\n<p>    Politikwissenschaftler: &#8222;Paschinjan gibt st\u00e4ndig nach&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSind das alles n\u00f6tige Opfer f\u00fcr Frieden und normale Beziehungen? Auf keinen Fall, sagt der armenische Politikwissenschaftler Arthur Kachikian: &#8222;Es ist eher eine andauernde Kapitulation. Paschinjan gibt st\u00e4ndig nach.&#8220; Was auch immer die Staatschefs von Aserbaidschan und der T\u00fcrkei wollten &#8211; Paschinjan r\u00e4ume das ein. &#8222;Er hat Berg Karabach verschenkt,\u00a0weigerte sich, wenigstens Sicherheitsgarantien f\u00fcr die dort Lebenden zu erhalten. Er hat es einfach weggegeben und uns\u00a0angelogen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPaschinjan hat sich nach dem Bekanntwerden der mutma\u00dflichen Putschpl\u00e4ne noch nicht selbst ge\u00e4u\u00dfert. Romanos Petrossjan, ein enger Mitstreiter des Premiers, erkl\u00e4rte dagegen kompromisslos:\u00a0&#8222;Wenn es solche geplanten Vorhaben gegen die Verfassungsordnung oder sogar Staatsstreichversuche gibt, m\u00fcssen unsere Sicherheitsorgane entschlossen dagegen vorgehen. Mit aller H\u00e4rte des Gesetzes.&#8220;<\/p>\n<p>    Parlamentswahl im kommenden Jahr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie weit kann Armeniens Regierungschef gehen\u00a0bei seinem Versuch, das Land durch gro\u00dfe Opfer in Richtung Frieden mit den m\u00e4chtigen Nachbarn zu bewegen? Die engagieren sich dabei \u00fcbrigens weit weniger. \u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm n\u00e4chsten Jahr wird in Armenien ein neues Parlament gew\u00e4hlt. Nach einer aktuellen Meinungsumfrage vertrauen nur noch 15 Prozent der Befragten Regierungschef Paschinjan pers\u00f6nlich. Auch seine Partei &#8222;Zivilvertrag&#8220; hat brutal an Zustimmung verloren &#8211; nur noch 11 Prozent w\u00fcrden sie heute w\u00e4hlen. Das Problem allerdings: Bei den Oppositionsparteien sieht es noch schlimmer aus. Keine Einzige kommt derzeit\u00a0auf zweistimmige Zustimmungswerte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.06.2025 19:11 Uhr In Armenien hat es zahlreiche Durchsuchungen und Festnahmen gegeben. 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