{"id":218906,"date":"2025-06-25T19:11:09","date_gmt":"2025-06-25T19:11:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218906\/"},"modified":"2025-06-25T19:11:09","modified_gmt":"2025-06-25T19:11:09","slug":"ard-doku-zeigt-einblicke-in-die-teuerste-schule-der-welt-nichts-ist-auch-nur-ansatzweise-vergleichbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/218906\/","title":{"rendered":"ARD-Doku zeigt Einblicke in die teuerste Schule der Welt: &#8222;Nichts ist auch nur ansatzweise vergleichbar&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"uk-text-muted\">24.06.2025 von SWYRL\/Friederike Hilz<\/p>\n<p><b>Auf das Internat Le Rosey gehen die Kinder der globalen Elite, mehr als 160.000 Euro kostet ein Schuljahr. Normalerweise bleiben sie hier lieber f\u00fcr sich, doch in einer neuen &#8222;Y-Kollektiv&#8220;-Doku blickt Reporter Tim Schreder hinter die Kulissen der teuersten Schule der Welt und stellt fest: &#8222;Wie eine andere Welt!&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Zwischen malerischen, schneebedeckten Bergen liegt in der Schweiz das kleine \u00d6rtchen Gstaad. Doch statt Bauern, K\u00fchen und Skitouristen tummeln sich hier die Reichen und Sch\u00f6nen &#8211; und ihre Kinder. Denn in diesem Dorf liegt der Wintercampus des Internats Le Rosey, der teuersten Schule der Welt. ARD-Reporter Tim Schreder erh\u00e4lt in der neuen Reportage &#8222;Y-Kollektiv: Die teuerste Schule der Welt&#8220; (abrufbar in der ARD-Mediathek) einen exklusiven Einblick in den Alltag am Internat, trifft Sch\u00fcler und Verantwortliche.<\/p>\n<p>Statt eines normalen Schulgeb\u00e4udes erwarten die Kinder und Jugendlichen des Internats mehrere Chalets, in denen die Klassenr\u00e4ume untergebracht sind. \u00dcberhaupt ist an Le Rosey wenig normal: Im Winter ist Skifahren Pflicht, im Sommer geht es dann an den Genfer See, hier liegt der zweite Campus des Internats. Kleine Klassen, teure Projekte, lange Schultage und Lehrer, die wie Freunde sind &#8211; daf\u00fcr zahlen die Eltern der 460 Sch\u00fcler aus 71 L\u00e4ndern mehr als 160.000 Euro im Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland flie\u00dfen aus \u00f6ffentlichen Haushalten etwa 9.000 Euro pro Jahr und Sch\u00fcler an eine gew\u00f6hnliche Schule (ohne Internat).<\/p>\n<p>In der Presse werde Le Rosey manchmal als &#8222;Schule der K\u00f6nige&#8220; bezeichnet, erz\u00e4hlt Felipe Laurent, doch &#8222;es sind ganz unterschiedliche Familien. Es gibt Filmstars, es gibt Politiker, es gibt Unternehmer. Es gibt Royals.&#8220; erkl\u00e4rt er. Der Kolumbianer war fr\u00fcher selbst Sch\u00fcler des Internats und ist heute verantwortlich f\u00fcr die Kommunikation der Schule. W\u00e4hrend der Dreharbeiten ist er stets an der Seite des Reporters.<\/p>\n<p>Abonniere unseren Newsletter und wir versprechen, deine Mailadresse nur daf\u00fcr zu verwenden.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler stehen unter Druck: &#8222;Ich habe das Bed\u00fcrfnis abzuliefern&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Schon genial fand ich das&#8220;, erinnert sich der 15-j\u00e4hrige Andras an seine Ankunft auf dem Wintercampus von Le Rosey. Er kommt aus einer deutschen Unternehmerfamilie und geht bereits das zweite Jahr auf das Internat. Mehr Details erf\u00e4hrt Schreder nicht \u00fcber den Sch\u00fcler &#8211; zur Sicherheit.<\/p>\n<p>Sein Tag beginne um 6.30 Uhr, erz\u00e4hlt Andras, eine Stunde sp\u00e4ter mache er sich von seinem Boardinghouse auf den Weg zum Unterricht. &#8222;Wir haben Breakfast-Check-in um 8 Uhr. Dann, um 8.10 Uhr geht es mit der Schule los. Gegen 12 Uhr haben wir eine Mittagspause und danach wieder Schule. Oder Skifahren, kommt darauf an, was f\u00fcr ein Tag das ist.&#8220; Der Unterricht findet in kleinen Klassen von maximal zw\u00f6lf Sch\u00fclern statt. &#8222;Das ist supergenial, weil dann kann man direkt mit dem Lehrer sprechen&#8220;, findet Andras.<\/p>\n<p>Bei einer F\u00fchrung durch die Geb\u00e4ude des Sommercampus zeigt Laurent ARD-Reporter Schreder verschiedene Projekte und Aktivit\u00e4ten, an denen Sch\u00fcler sich beteiligen k\u00f6nnen und m\u00fcssen. W\u00e4hrend die einen an einem Rover bauen, spielen die anderen im schuleigenen Kammerorchester; einige Sch\u00fcler haben sogar schon einen Satelliten ins All geschickt. Au\u00dferdem ist jeden Tag Sport Pflicht. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen st\u00e4ndig bewertet. &#8222;Es setzt mich unter Druck. Ich habe das Bed\u00fcrfnis abzuliefern&#8220;, erz\u00e4hlt Maria dem ARD-Reporter. Sie kommt aus einer wohlhabenden Schweizer Familie. &#8222;Aber das ist etwas, womit man lernt umzugehen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;In the long term, finde ich, dass es sich total lohnt&#8220;<\/p>\n<p>Selbst der Abend ist durchgetaktet. Sp\u00e4testens um 20 Uhr m\u00fcssen die Sch\u00fcler in ihrem Boardinghouse sein, ihre Anwesenheit wird von einer Lehrkraft kontrolliert, die ebenfalls dort wohnt. &#8222;Bis 9.30 Uhr sollen wir studieren. Nat\u00fcrlich Hausaufgaben machen, weil im Laufe des Tages hat man nicht viel Zeit, die verschiedenen Hausaufgaben zu machen&#8220;, erkl\u00e4rt Andras, der dem ARD-Reporter sein Zimmer in Gstaad zeigt. Wie alle anderen teilt er sich den eher sp\u00e4rlich eingerichteten Raum mit einem anderen Sch\u00fcler. <\/p>\n<p>Andras sieht seine Eltern eigentlich nur am Wochhenende, manchmal auch unter der Woche, wenn es die Schule erlaubt. Daran gew\u00f6hne man sich nach einiger Zeit, sagt der 15-J\u00e4hrige, genauso wie an die wenige Freizeit. Und warum das ganze? &#8222;In the long term, finde ich, dass es sich total lohnt&#8220;, erkl\u00e4rt der Sch\u00fcler. Er w\u00fcrde lernen, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und mit Menschen umgehen muss.<\/p>\n<p>&#8222;Nichts ist auch nur ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich hier gesehen habe&#8220;<\/p>\n<p>Viele der Sch\u00fcler k\u00e4men aus so reichen Familien, dass Le Rosey die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr sie sei, &#8222;normal&#8220; zu sein, erkl\u00e4rt Laurent. Hier seien sie einer von vielen und nichts Besonderes. Trotz des Reichtums ihrer Eltern sind Designerhandtaschen und teurer Schmuck eher selten zu sehen, stellt ARD-Reporter Schreder fest. Dennoch: &#8222;Nichts ist auch nur ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich hier gesehen habe&#8220;, sagt er. &#8222;Wie eine andere Welt&#8220;, sei das Internat. Die Ungleichheit besch\u00e4ftigt den Reporter.<\/p>\n<p>Ob er manchmal \u00fcber diese ungerechte Chancenverteilung nachdenken w\u00fcrde, fragt Schreder den Leiter und Besitzer von Le Rosey, Christophe Gaudin. Sie w\u00fcrden andere Schulen unterst\u00fctzen und sicherstellen, &#8222;dass die Rosianer wissen, dass alles, was sie hier lernen, ein Privileg ist&#8220;, erkl\u00e4rt dieser. Fair findet Schreder es nicht, doch der Reporter hat Verst\u00e4ndnis. Schlie\u00dflich w\u00fcrden Eltern stets das beste f\u00fcr ihre Kinder wollen, auch wenn es nicht das beste f\u00fcr die Gesellschaft ist. <\/p>\n<p>Die Reportage &#8222;Y-Kollektiv: Die teuerste Schule der Welt&#8220; ist in der ARD Mediathek verf\u00fcgbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"24.06.2025 von SWYRL\/Friederike Hilz Auf das Internat Le Rosey gehen die Kinder der globalen Elite, mehr als 160.000&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":218907,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[70189,1179,685,48630,6893,29,70191,70190,30,2063,29479,13,451,69231,14,1159,15,12,6016,184,10,8,9,11,4961,4874,1448,15807],"class_list":{"0":"post-218906","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-ausgabenziel","9":"tag-boris-pistorius","10":"tag-bundeswehr","11":"tag-cinema-u0026-tv","12":"tag-den-haag","13":"tag-deutschland","14":"tag-fuenf-prozent","15":"tag-fuenf-prozent-ziel","16":"tag-germany","17":"tag-gipfel","18":"tag-gipfeltreffen","19":"tag-headlines","20":"tag-militaer","21":"tag-morgenmagazin","22":"tag-nachrichten","23":"tag-nato","24":"tag-news","25":"tag-schlagzeilen","26":"tag-soldaten","27":"tag-spd","28":"tag-top-news","29":"tag-top-meldungen","30":"tag-topmeldungen","31":"tag-topnews","32":"tag-verteidigung","33":"tag-verteidigungsminister","34":"tag-zdf","35":"tag-ziel"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114745592045439979","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=218906"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218906\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/218907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=218906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=218906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=218906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}