{"id":219205,"date":"2025-06-25T21:51:09","date_gmt":"2025-06-25T21:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/219205\/"},"modified":"2025-06-25T21:51:09","modified_gmt":"2025-06-25T21:51:09","slug":"bundesregierung-streicht-gelder-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/219205\/","title":{"rendered":"Bundesregierung streicht Gelder f\u00fcr Seenotrettung im Mittelmeer"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.06.2025 21:56 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Das Ausw\u00e4rtige Amt stellt seine finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die zivile Seenotrettung im Mittelmeer ein. Politiker und Hilfsorganisationen kritisieren die Entscheidung.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bundesregierung will die zivile Seenotrettung von Fl\u00fcchtlingen im Mittelmeer finanziell nicht l\u00e4nger unterst\u00fctzen. Die Etatpl\u00e4ne von Finanzminister Lars Klingbeil umfassen nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amtes keine Mittel mehr f\u00fcr zivile Hilfsorganisationen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den vergangenen Jahren hatte die Bundesregierung die Seenotrettung im Mittelmeer mit j\u00e4hrlich zwei Millionen Euro gef\u00f6rdert. Auch zu Jahresbeginn, als es noch keinen fertigen Etat f\u00fcr 2025 gab, waren noch einmal fast 900.000 Euro an f\u00fcnf Organisationen geflossen. Weitere F\u00f6rderung sei nun nicht mehr geplant, hie\u00df es im Ausw\u00e4rtigen Amt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie F\u00f6rderung ging nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amts an die Organisationen wie SOS Humanity, SOS M\u00e9diterran\u00e9e, RESQSHIP, Sea-Eye und Sant&#8217;Egidio. Viele dieser Organisationen setzen sich f\u00fcr die Seenotrettung im Mittelmeer ein, wo Migranten von Afrika aus in oftmals unsicheren Booten in Richtung Europa unterwegs sind.<\/p>\n<p>    Union lehnt F\u00f6rderung ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Ausw\u00e4rtige Amt hatte diese Organisationen in der Amtszeit der Gr\u00fcnen-Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock finanziell unterst\u00fctzt. Die Union hatte dies stets kritisiert &#8211; unter anderem mit dem Vorwurf, dass die Seenotretter die irregul\u00e4re Migration nach Europa f\u00f6rderten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo hatte bereits vor zwei Jahren der damalige Unions-Au\u00dfenexperte und heutige Au\u00dfenminister Johann Wadephul ein Ende der Unterst\u00fctzung gefordert. &#8222;Faktisch, wenn nat\u00fcrlich auch ungewollt, erm\u00f6glichen die Rettungsorganisationen den menschenverachtenden Schleuserbanden deren Gesch\u00e4ft&#8220;, sagte Wadephul im Jahr 2023. &#8222;Daf\u00fcr sollte kein deutsches Steuergeld verwendet werden.&#8220;<\/p>\n<p>    Retter bef\u00fcrchten Ausfall von Eins\u00e4tzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Organisation Sea-Eye kritisierte die Streichung. &#8222;Wir f\u00fcllen seit zehn Jahren die L\u00fccke auf dem Mittelmeer, die eigentlich von europ\u00e4ischen Staaten &#8211; und somit auch von Deutschland &#8211; geschlossen werden m\u00fcsste&#8220;, erkl\u00e4rte der Vorsitzende Gorden Isler. Nun k\u00f6nne es passieren, dass Sea-Eye trotz Seenotf\u00e4llen im Hafen bleiben m\u00fcsse.<\/p>\n<p>    Gr\u00fcne verlangen R\u00fccknahme der Entscheidung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Gr\u00fcnen kritisierten den Stopp der finanziellen Unterst\u00fctzung ebenfalls scharf. &#8222;Das ist eine fatale Entscheidung von Union und SPD&#8220;, sagte Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Britta Ha\u00dfelmann. &#8222;Absehbar versch\u00e4rft die Koalition damit die humanit\u00e4re Krise auf dem Mittelmeer und verursacht menschliches Leid.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHa\u00dfelmann forderte Union und SPD auf, &#8222;die Streichung f\u00fcr die lebensrettenden Ma\u00dfnahmen auf dem Mittelmeer zur\u00fcckzunehmen und die F\u00f6rderung der zivilen Seenotrettung aus dem Haushalt fortzuf\u00fchren&#8220;. Seenotrettung sei &#8222;eine humanit\u00e4re und rechtliche Pflicht&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Gr\u00fcnen-Abgeordnete Jamila Sch\u00e4fer erkl\u00e4rte, die Streichung der Gelder werde nicht zu weniger Migration f\u00fchren, sondern Fluchtrouten t\u00f6dlicher machen. Seenotrettung sei kein Luxus, sondern humanit\u00e4re Pflicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.06.2025 21:56 Uhr Das Ausw\u00e4rtige Amt stellt seine finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die zivile Seenotrettung im Mittelmeer ein.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":219206,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1173,29,30,13,14,15,12,16186,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-219205","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-bundesregierung","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-seenotrettung","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114746221120312170","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=219205"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219205\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/219206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=219205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=219205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=219205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}