{"id":219436,"date":"2025-06-25T23:57:16","date_gmt":"2025-06-25T23:57:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/219436\/"},"modified":"2025-06-25T23:57:16","modified_gmt":"2025-06-25T23:57:16","slug":"der-groesste-vorteil-von-elektronischen-laborbuechern-ist-dass-alles-an-einem-ort-gebuendelt-ist-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/219436\/","title":{"rendered":"\u201eDer gr\u00f6\u00dfte Vorteil von Elektronischen Laborb\u00fcchern ist, dass alles an einem Ort geb\u00fcndelt ist\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie kam es zu der Einf\u00fchrung eines elektronischen Laborbuchs?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alexander Schenk<\/strong>: Bevor wir den neuen Sporterweiterungsbau bezogen haben, war ich extern im Labor des Leibniz Institut f\u00fcr Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) untergebracht, wo 2023 das eLabFTW eingef\u00fchrt wurde. Dort kam ich erstmals damit in Kontakt, erkannte die Vorteile und stellte es meiner Gruppe vor mit der Frage, ob wir im neuen Labor des Bereichs Sportmedizin statt mit Papierkladden direkt digital starten wollen. Die Idee wurde positiv aufgenommen, sodass ich Kontakt zum ITMC und zum Forschungsdatenservice aufnahm. Die Laborb\u00fccher Sciformation und eLabFTW standen zur Auswahl. Da Sciformation spezifisch f\u00fcr die Chemie entwickelt wurde, wurde uns eLabFTW empfohlen. Es war \u00fcberhaupt kein Problem, eine Virtual Machine (VM) einzurichten und darauf das eLabFTW zu installieren. Insgesamt ging alles sehr schnell: In weniger als drei Monaten lief das eLabFTW und war einsatzbereit. Auch Studierende, die bei uns im Labor mitarbeiten, zum Beispiel in Praktika oder f\u00fcr Abschlussarbeiten, bekommen einen Zugang, sodass sie das elektronische Laborbuch zur Organisation und Dokumentation nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Welche Vorteile entstehen durch die Nutzung eines elektronischen Laborbuchs?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Julia Dreilich:<\/strong><strong> <\/strong>Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil ist, dass die Zettelwirtschaft entf\u00e4llt und alles zentral an einem Ort gespeichert ist und zug\u00e4nglich bleibt \u2013 auch von mehreren Standorten aus. Das betrifft nicht nur die inhaltlichen Eintr\u00e4ge zu den Daten, sondern auch Dokumente, Protokolle, oder Reagenzien, die hinterlegt wurden. Deshalb muss man nicht pers\u00f6nlich bei der Laborleitung nachfragen, wenn man etwas sucht, sondern alles ist digital sofort vorhanden. Experimente k\u00f6nnen verschiedene Status haben \u2013 etwa \u201ein Implementation\u201c, \u201egelungen\u201c, \u201enicht gelungen\u201c oder \u201elaufend\u201c \u2013, sodass alle den aktuellen Stand kennen. Eintr\u00e4ge werden mit Zeitstempeln versehen, wodurch Abl\u00e4ufe leicht nachvollziehbar bleiben. Das System erm\u00f6glicht es, in Gruppen an Experimenten zu arbeiten, den Zugriff jedoch gezielt auf tats\u00e4chlich Beteiligte zu beschr\u00e4nken. Mein Lieblingsfeature ist der integrierte Kalender, in dem alle Ger\u00e4te und Laborpl\u00e4tze hinterlegt sind. Er erleichtert die Terminplanung und Labororganisation erheblich, da man direkt sieht, wer was gebucht hat. Auch ist er datenschutzfreundlicher als zum Beispiel ein Google-Kalender.<\/p>\n<p><strong>Schenk: <\/strong>Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil ist, dass alles an einem Ort geb\u00fcndelt ist. Sobald ich mir einmal die Arbeit mache und ein Experiment aufsetze, kann danach jeder damit arbeiten. Experimente k\u00f6nnen mit Ressourcen wie Protokollen, Standardarbeitsanweisungen (SOPs), Materialien und Chemikalien verkn\u00fcpft werden \u2013 inklusive hinterlegter Sicherheitsdatenbl\u00e4tter. Besonders f\u00fcr Studierende erleichtert dies die Vorbereitung und erh\u00f6ht die Sicherheit im Labor. So hat jede und jeder sofort Zugriff auf die n\u00f6tigen Informationen, ohne Aktenordner durchsuchen zu m\u00fcssen. Zudem ist das System \u00fcbersichtlich nach Versuchen, Experimenten und Studien sortiert. Im Gegensatz zum papierbasierten Laborbuch, das chronologisch gef\u00fchrt wird und zeitaufwendiges Suchen erfordert, kann ich hier viel einfacher auf meine Aufzeichnungen zugreifen. Statt Papierb\u00fcchern, die ich ewig aufbewahren m\u00fcsste, werden regelm\u00e4\u00dfige Backups des eLabFTWs erstellt und sicher gespeichert.<\/p>\n<p><strong>Dreilich: <\/strong>Gerade wenn man anf\u00e4ngt im Labor zu arbeiten oder auch neue Experimente implementiert, kann man direkt einsehen, was andere bereits gemacht haben und was funktioniert hat. So lassen sich Entscheidungen treffen, ohne alles selbst auszuprobieren oder st\u00e4ndig R\u00fccksprache zu halten. Beim Start eines neuen Projekts oder Experiments tr\u00e4gt sich die verantwortliche Person im eLabFTW ein und hinterlegt alle relevanten Informationen. Das ist bei all unseren Studien so und funktioniert einwandfrei.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcrden Sie perspektivisch beim Einsatz des elektronischen Laborbuchs gerne optimieren? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Dreilich<\/strong>: Mein einziger Wunsch ist, das eLabFTW direkt im Labor nutzen zu k\u00f6nnen. Momentan erfolgen Eintragungen noch am Computer am Schreibtisch, aber ich wei\u00df, dass ein Labor-Tablet bereits geplant ist, um k\u00fcnftig direkt vor Ort darauf zugreifen und arbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Schenk<\/strong>: Eine einheitlichere Struktur k\u00f6nnte hilfreich sein, um Aufzeichnungen anderer leichter nachzuvollziehen, auch wenn ich das Individuelle sch\u00e4tze. Bisher funktioniert es gut, und ich schaue gelegentlich in die SOPs der anderen, um zu pr\u00fcfen, ob ich ihre Ans\u00e4tze verstehe. Ich denke, wir nutzen das System bereits sehr gut und ich bin damit sehr zufrieden.<\/p>\n<p><strong>Zu den Personen:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul class=\"list-unordered\">\n<li class=\"list-unordered__item\">Dr. Alexander Schenk leitet seit 2020 das biologische Labor am Institut f\u00fcr Sport- und Sportwissenschaft der TU Dortmund und promovierte an der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln\u00a0<\/li>\n<li class=\"list-unordered__item\">Julia Dreilich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut f\u00fcr Sport- und Sportwissenschaft<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fdm.tu-dortmund.de\/fdm-an-der-tu-dortmund\/technische-unterstuetzung\/\" title=\"Link zur Seite der Technischen Unterst\u00fctzung im Forschungsdatenmanagement\" target=\"_blank\" class=\"external\" rel=\"noopener\">Zum Forschungsdatenmanagement der TU Dortmund<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.elabftw.net\/\" title=\"Link zum elektronischen Laborbuch eLabFTW\" target=\"_blank\" class=\"external\" rel=\"noreferrer noopener\">Zum eLabFTW<\/a><\/p>\n<p>Dr. Alexander Schenk und Julia Dreilich werden als Data Champions portr\u00e4tiert, weil sie durch die Einf\u00fchrung des elektronischen Laborbuchs eLabFTW eine digital gest\u00fctzte Laborumgebung geschaffen haben, von der Laborleitung, Mitarbeitende und Studierende gleicherma\u00dfen profitieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie kam es zu der Einf\u00fchrung eines elektronischen Laborbuchs? 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