{"id":22008,"date":"2025-04-10T23:07:12","date_gmt":"2025-04-10T23:07:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/22008\/"},"modified":"2025-04-10T23:07:12","modified_gmt":"2025-04-10T23:07:12","slug":"ausstellungen-in-berlin-yoko-ono-kunst-fuer-den-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/22008\/","title":{"rendered":"Ausstellungen in Berlin: Yoko Ono &#8211; Kunst f\u00fcr den Frieden"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 10.04.2025 20:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Sie war die Frau von John Lennon, aber so viel mehr als das: Yoko Ono ist Konzept- und Performancek\u00fcnstlerin, Musikerin und Friedensaktivistin, und das seit mehr als 70 Jahren. In Berlin wird die K\u00fcnstlerin jetzt gleich an drei Orten gew\u00fcrdigt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Andrea Handels, radio3 rbb\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Sie ist die ber\u00fchmteste unbekannte K\u00fcnstlerin der Welt: Jeder kennt ihren Namen, aber niemand wei\u00df, was sie macht&#8220; &#8211; das hat John Lennon einmal \u00fcber seine Frau Yoko Ono gesagt. Von Beatles-Fans wurde sie gehasst, weil sie ihr, zu Unrecht, die Schuld an der Aufl\u00f6sung der Band gaben. Dass sie eine unglaublich avantgardistische und innovative K\u00fcnstlerin war, schon lange bevor sie John Lennon kennenlernte, wurde von vielen schlicht nicht gesehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHeute ist die K\u00fcnstlerin 92 Jahre alt und lebt zur\u00fcckgezogen in New York. Der Berliner Gropius Bau zeigt in der Ausstellung &#8222;Music of the mind&#8220; (Musik des Geistes) jetzt eine \u00dcbersicht \u00fcber Yoko Onos Schaffen seit den 1950er-Jahren. Die Ausstellung war schon in etwas kleinerer Variante in der Tate Modern in London und in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in D\u00fcsseldorf zu sehen.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Im Lichthof des Gropius Baus h\u00e4ngt ein Banner mit der Botschaft PEACE is POWER (Frieden ist Macht).\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm historischen Lichthof des Gropius Baus ert\u00f6nt Musik von Yoko Ono in Dauerschleife, eine Playlist, die sie selbst zusammengestellt hat. Von der Decke h\u00e4ngt in Gro\u00dfbuchstaben der Schriftzug PEACE is POWER, auf dem Boden stehen neun Olivenb\u00e4ume, an die die Besucherinnen und Besucher Zettel mit ihren W\u00fcnschen h\u00e4ngen k\u00f6nnen. Eigentlich ist hier schon alles dabei, was in der umfangreichen Retrospektive zu Yoko Ono zu sehen und zu erleben ist: Musik, Friedensbotschaft, Partizipationsm\u00f6glichkeit f\u00fcr das Publikum.<\/p>\n<p>    Pionierin der Konzept- und Performancekunst<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZwei Drittel der Ausstellung widmen sich Yoko Onos fr\u00fchen Jahren als K\u00fcnstlerin, bevor sie 1966 in London John Lennon kennenlernte. Die Ausstellungskuratorinnen wollen zeigen, wie weit sie ihrer Zeit voraus war, was f\u00fcr pr\u00e4gende Arbeiten sie f\u00fcr die Konzeptkunst, f\u00fcr die Fluxus-Bewegung und f\u00fcr die Performancekunst entwickelt hat, wie die Kuratorin Patrizia Dander sagt: &#8222;Das kann man gar nicht hoch genug einsch\u00e4tzen, was sie sich als K\u00fcnstlerin und Frau erarbeitet hat.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nYoko Ono ging es immer um die k\u00fcnstlerische Idee &#8211; darum, die Gedanken der Menschen zu inspirieren. Und darum, dass die anderen mitmachen und ihre Kunst ver\u00e4ndern, weiterspinnen.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Mit dem &#8222;White Chess Set&#8220; spielt man nicht gegeneinander, sondern miteinander.\n                    <\/p>\n<p>    Friedensbotschaft beim Schachspiel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSymptomatisch daf\u00fcr zum Beispiel das White Chess Set, das Wei\u00dfe Schachspiel: Tische mit Schachbrettern darauf, an denen die Besucher spielen k\u00f6nnen. Nur dass hier Brett und Spielfiguren statt schwarz-wei\u00df nur wei\u00df sind. Yoko Onos Anleitung dazu lautet: &#8222;Spiel solange du dich erinnern kannst, wo alle deine Figuren stehen.&#8220; Die Botschaft dahinter: Spielt nicht gegeneinander, sondern miteinander. Kein Angriffskrieg, sondern Gemeinsamkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOder das ber\u00fchmte CUT PIECE: eine Performance, in der Yoko Ono in ihren sch\u00f6nsten Kleidern auf einer B\u00fchne sitzt und die Leute ihr die Kleidung vom Leib schneiden d\u00fcrfen. Das hat sie zum ersten Mal 1964 aufgef\u00fchrt. Hier geht es um die Objektivierung des K\u00f6rpers. Im Gropius Bau werden zwei Videos davon gezeigt: das von 1964 und eines, als sie schon 80 Jahre alt war.<\/p>\n<p>    Im Bett mit John Lennon<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGanz ber\u00fchmt ist nat\u00fcrlich auch die Performance &#8222;Bed-in for peace&#8220;, zu der Yoko und John Lennon nach ihrer Hochzeit 1969 jeweils eine Woche lang in wei\u00dfen Pyjamas im Hotelbett liegend Friedensbotschaften verk\u00fcndeten. Das Video aus Montreal ist im Berliner Gropius Bau zu sehen, das aus Amsterdam in der Neuen Nationalgalerie, wo mit &#8222;Yoko Ono: Dream together&#8220; eine kleinere Ausstellung mit dem Fokus auf Yoko Onos Engagement f\u00fcr den Weltfrieden zu sehen ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls dritten Standort steuert der Neue Berliner Kunstverein n.b.k. ein Billboard, eine Werbetafel, von Yoko Ono mit dem Wort TOUCH bei, das an der Stra\u00dfenkreuzung Friedrichstra\u00dfe\/Torstra\u00dfe aufgestellt ist.\u00a0<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Nach der Ermordung John Lennons schaltete Yoko Ono Anzeigen Anzeigen in der New York Times und in anderen Zeitungen.\n                    <\/p>\n<p>    Give peace a chance<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Was Yoko Ono uns mitgibt, ist viel Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und viel Liebe&#8220;, sagt die Kuratorin der Ausstellung im Gropius Bau, Patrizia Dander. Auch nachdem John Lennon 1980 erschossen wurde, hat Yoko Ono ihre Kunst in den Dienst des Friedens gestellt, weiter zum Beispiel ihre ganzseitigen &#8222;War is over! If you want it&#8220;-Anzeigen in der New York Times und in anderen Zeitungen geschaltet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd das ist ganz das Gegenteil von dem, was Yoko Ono zur Zeit der Beatles-Aufl\u00f6sung nachgesagt wurde: Sie sei eine b\u00f6se Hexe. Das war sie nie. H\u00f6chstens eine gute.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.04.2025 20:04 Uhr Sie war die Frau von John Lennon, aber so viel mehr als das: Yoko&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":22009,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938,3509],"class_list":{"0":"post-22008","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin","16":"tag-yoko-ono"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114316184530821616","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}