{"id":220361,"date":"2025-06-26T08:28:13","date_gmt":"2025-06-26T08:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220361\/"},"modified":"2025-06-26T08:28:13","modified_gmt":"2025-06-26T08:28:13","slug":"intelligenz-nuetzt-der-gesundheit-spektrum-der-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220361\/","title":{"rendered":"Intelligenz n\u00fctzt der Gesundheit &#8211; Spektrum der Wissenschaft"},"content":{"rendered":"<p>Intelligenz n\u00fctzt der Gesundheit &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a class=\"jump-to-content\" href=\"#main\" id=\"top\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Metaanalyse: Intelligenz hilft der Gesundheit <\/p>\n<p>Wer einen niedrigeren IQ hat, wird eher krank, psychisch wie k\u00f6rperlich. Warum das so ist\u00a0\u2013 und was dagegen hilft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mehrere bunte Silhouetten von K\u00f6pfen, die sich \u00fcberlappen, mit Zahnr\u00e4dern in verschiedenen Farben im Bereich des Gehirns. Die Zahnr\u00e4der symbolisieren Denken und Kreativit\u00e4t. Das Bild vermittelt den Eindruck von Teamarbeit und Innovation.\" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/GettyImages-2167002040.jpg\" title=\"Mehrere bunte Silhouetten von K\u00f6pfen, die sich \u00fcberlappen, mit Zahnr\u00e4dern in verschiedenen Farben im Bereich des Gehirns. Die Zahnr\u00e4der symbolisieren Denken und Kreativit\u00e4t. Das Bild vermittelt den Eindruck von Teamarbeit und Innovation.\"\/><\/p>\n<p> \u00a9 Carol Yepes \/ Getty Images \/ Moment (Ausschnitt) <\/p>\n<p> Gut zwei Prozent der Menschen sind hochbegabt, genauso viele minderbegabt. Der IQ beeinflusst nicht nur die Karrierechancen, sondern auch die Gesundheit. <\/p>\n<p>Wie Denkverm\u00f6gen und Gesundheit zusammenh\u00e4ngen, war lange unklar. Eine gro\u00dfe Studie, die Mitte Mai 2025 im Fachblatt \u00bbCommunications Psychology\u00ab erschienen ist, zeigt: <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s44271-025-00245-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menschen mit einem geringeren Intelligenzquotienten (IQ) in jungen Jahren haben ein erh\u00f6htes Risiko, sp\u00e4ter psychisch oder k\u00f6rperlich zu erkranken<\/a>. <\/p>\n<p>Zu diesem Ergebnis kamen Forschende um Jonathan Fries von der Universit\u00e4t Wien, als sie eine differenzierte Metaanalyse durchf\u00fchrten, die verschiedene Auswertungsstrategien miteinander kombiniert und so robuste Aussagen erlaubt. Insgesamt werteten sie 49\u00a0Studien mit Daten von \u00fcber 2,9\u00a0Millionen Menschen aus. Die Analyse bezog sich auf eine Vielzahl von Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes, Demenz und Depressionen. Der Effekt variierte entsprechend: Besonders stark war er bei der Schizophrenie, w\u00e4hrend sich f\u00fcr Krebs keine belastbare Verbindung zur Intelligenz zeigte. <\/p>\n<p>Das Risiko f\u00fcr k\u00f6rperliche und psychische Erkrankungen stieg im Schnitt um 22\u00a0Prozent pro 15\u00a0IQ-Punkte weniger\u00a0\u2013 also pro Standardabweichung. Ein IQ von 100 markiert den Durchschnitt, Werte unter 85 gelten als unterdurchschnittlich. Bei weniger als 70\u00a0Punkten spricht man von einer Intelligenzminderung.<\/p>\n<p>Als Erkl\u00e4rung f\u00fchrt das Team mehrere Faktoren an: So erh\u00f6ht Intelligenz die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine gute Schulbildung\u00a0\u2013 und Bildung f\u00f6rdert Gesundheitswissen, Entscheidungsf\u00e4higkeit und Zugang zu Versorgung. Doch laut den Ergebnissen haben Menschen mit h\u00f6herem IQ auch unabh\u00e4ngig davon eine gr\u00f6\u00dfere Chance, gesund zu bleiben. <\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte mit der Art zusammenh\u00e4ngen, wie sie denken, planen und mit Belastungen umgehen: Wer Probleme analytisch angeht, vorausschauend handelt und sich gut selbst regulieren kann, entwickelt eher gesunde Gewohnheiten und erkennt Krankheitssymptome fr\u00fcher. Auch der Umgang mit Stress f\u00e4llt oft leichter\u00a0\u2013 m\u00f6glicherweise ein Grund, warum kognitive Defizite besonders stark mit dem Risiko f\u00fcr psychische Erkrankungen verkn\u00fcpft\u00a0sind. <\/p>\n<p>Die Forschenden diskutieren au\u00dferdem erbliche Einfl\u00fcsse: Intelligenz und psychische Gesundheit k\u00f6nnten gemeinsame biologische Wurzeln haben\u00a0\u2013 Hinweise darauf liefern genetische Studien. Gleichzeitig zeigt die Metaanalyse, dass eine gute Gesundheitsversorgung den Zusammenhang abschw\u00e4chen kann: In L\u00e4ndern mit besserem Gesundheitssystem fiel der Zusammenhang mit dem IQ weniger stark aus. Das legt nahe, dass gezielte Investitionen in Bildung und Pr\u00e4vention besonders jenen helfen k\u00f6nnten, die von vornherein benachteiligt\u00a0sind.<\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> ist Psychologin und Redakteurin im Ressort Psychologie und Social Sciences. <\/p>\n<ul class=\"columns kiosk__bar__categories medium-3 no-bullet small-12\">\n<li class=\"active kiosk__bar__category__digital\">Digitalausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__print\">Printausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__topseller\">Topseller <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__bundle show-for-medium\">Bundles<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fries, J. et al.: Multilevel multiverse meta-analysis indicates lower IQ as a risk factor for physical and mental illness. Communications Psychology 3, 2025<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/fe4a22bec89648b6ac2eca064aad9a77.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Intelligenz n\u00fctzt der Gesundheit &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltMetaanalyse: Intelligenz hilft der Gesundheit Wer einen niedrigeren IQ&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":220362,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,70544,30,141,232,70542,70540,10756,70541,288,837,70543,66785],"class_list":{"0":"post-220361","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-epidemiologie","10":"tag-germany","11":"tag-gesundheit","12":"tag-health","13":"tag-hochbegabt","14":"tag-intelligent","15":"tag-intelligenz","16":"tag-intelligenzquotient","17":"tag-krankheit","18":"tag-medizin","19":"tag-minderbegabt","20":"tag-psychologie-hirnforschung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114748725986235918","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=220361"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220361\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/220362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=220361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=220361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=220361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}