{"id":220572,"date":"2025-06-26T10:22:15","date_gmt":"2025-06-26T10:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220572\/"},"modified":"2025-06-26T10:22:15","modified_gmt":"2025-06-26T10:22:15","slug":"aktien-in-europa-mit-mindestens-20-abschlag-gegenueber-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220572\/","title":{"rendered":"Aktien in Europa mit mindestens 20 % Abschlag gegen\u00fcber USA"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/trading-snowing-Freepik.com_-scaled.jpeg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-326391 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/trading-snowing-Freepik.com_-scaled.jpeg\" alt=\"B\u00f6rsenbulle\" width=\"1200\"\/><\/a>Grafik: snowing-Freepik.com<\/p>\n<p>Die KGV-Aussichten sind eindeutig: Aktien in den USA sind sp\u00fcrbar teurer bewertet als in Europa. Man darf annehmen: Vor allem wegen der gro\u00dfen Tech-Konzerne, die die Wachstumsphantasien der Anleger seit geraumer Zeit befl\u00fcgeln, sind die US-Aktienm\u00e4rkte kr\u00e4ftig gestiegen und haben Europa (bislang) in den Schatten gestellt. Aber kann sich das \u00e4ndern?<\/p>\n<p>Hier zeigen wir im Wortlaut den aktuellen Marktkommentar von Ben Leyland, Senior Fund Manager des JOHCM Global Opportunities Fund bei J O Hambro Capital Management: Die Headline lautet: \u201eEurop\u00e4ische Aktien im Aufwind\u201c. Nachfolgend der Kommentar: Deutschland hat erkannt, dass das exportorientierte Wirtschaftsmodell angepasst werden muss. Die Abkehr von Sparma\u00dfnahmen und der Schuldenbremse hin zu umfangreichen Ausgaben f\u00fcr Infrastruktur und Verteidigung weckt Hoffnung, dass das BIP- und Gewinnwachstum mittelfristig anziehen k\u00f6nnten. Der Verteidigungssektor d\u00fcrfte der sichtbarste Nutznie\u00dfer sein, aber diese Entwicklungen werden einer Vielzahl von Unternehmen in den sogenannten \u201eRealwirtschaftssektoren\u201d wie Industrie, Rohstoffe und Infrastruktur zugutekommen, die einen recht gro\u00dfen Anteil an den europ\u00e4ischen Aktienindizes ausmachen.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Aktien werden seit vielen Jahren mit einem erheblichen Abschlag gegen\u00fcber US-Aktien gehandelt, was durch den Ausverkauf im vierten Quartal des vergangenen Jahres noch verst\u00e4rkt wurde. <strong>Der MSCI Europe notierte im Dezember mit einem Abschlag von \u00fcber 40 % gegen\u00fcber dem MSCI US. Diese L\u00fccke hat sich teilweise geschlossen, betr\u00e4gt aber weiterhin 30 % bzw. nach Bereinigung um Unterschiede in der Indexzusammensetzung rund 20 %.<\/strong> Dies d\u00fcrfte die zu erwartende Beschleunigung des Gewinnwachstums jedoch nicht widerspiegeln.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Z\u00f6lle wird einen wichtigen Einfluss auf die k\u00fcnftige Zinsentwicklung in Europa haben. Kurzfristig ist zu beachten, dass Z\u00f6lle einen deflation\u00e4ren Nachfrageschock f\u00fcr die europ\u00e4ische Wirtschaft darstellen w\u00fcrden, auf den die typische Reaktion eine Zinssenkung w\u00e4re. F\u00fcr die USA w\u00fcrden Z\u00f6lle dagegen wahrscheinlich einen inflationsf\u00f6rdernden Angebotsschock bedeuten, der aus politischer Sicht schwerer zu bew\u00e4ltigen ist. L\u00e4ngerfristig erwarten wir, dass ein Zyklus von Kapitalinvestitionen und Infrastrukturerneuerungen in den kommenden zehn Jahren zu einer h\u00f6heren durchschnittlichen Inflation und h\u00f6heren Zinsen f\u00fchren wird als in der Zeit nach der globalen Finanzkrise.<\/p>\n<p>Die Unsicherheit in Bezug auf Z\u00f6lle d\u00fcrfte sich zugunsten von Unternehmen mit starkem Binnenmarktfokus nicht zugunsten von internationalen Gesch\u00e4ftsmodellen auswirken, die in lange, komplexe Lieferketten eingebunden sind. Beispiele hierf\u00fcr sind Infrastruktur-, Vertriebs- oder Werkstoffunternehmen, die typischerweise deutlich lokaler aufgestellt sind als etwa die Automobil- oder Halbleiterindustrie.<\/p>\n<p>Einige der interessantesten Bereiche bei globalen Aktien stellen derzeit die \u201eRealwirtschaftssektoren\u201c wie Rohstoffe und Industrie dar, die von fiskalischen Impulsen und Infrastrukturausgaben besonders profitieren d\u00fcrften. Aufgrund ihrer Entwicklung in den zehn Jahren nach der Finanzkrise gelten diese Sektoren nach wie vor als wachstumsschwach und kapitalintensiv. Doch mit einer ver\u00e4nderten Nachfragesituation d\u00fcrften sie nicht nur ein beschleunigtes Umsatzwachstum verzeichnen, sondern auch steigende Margen und Renditen infolge einer besseren Auslastung.<\/p>\n<p>Eine weitere Chance sehen wir in Sektoren, die nach der Pandemie einen l\u00e4ngeren \u00dcberhang an Lagerbest\u00e4nden zu bew\u00e4ltigen hatten, wie Life Sciences, Spirituosen oder analoge Halbleiter. Wir gehen davon aus, dass diese Gegenwinde eher vor\u00fcbergehender als struktureller Natur sind und die Bewertungen daher auf ein sehr interessantes Niveau gesunken sind.<\/p>\n<p>Gestern hatte ich meine pers\u00f6nliche Meinung kundgetan, warum europ\u00e4ische Aktien demn\u00e4chst deutlich besser laufen sollten als US-Aktien. <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/warum-anleger-europaeische-aktienmaerkte-bevorzugen-sollten-353725\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Den Text dazu finden Sie HIER<\/a>.<\/p>\n<p><a class=\"eoc btn\" href=\"#comments\">Kommentare lesen und schreiben, hier klicken<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Grafik: snowing-Freepik.com Die KGV-Aussichten sind eindeutig: Aktien in den USA sind sp\u00fcrbar teurer bewertet als in Europa. 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