{"id":220639,"date":"2025-06-26T10:57:12","date_gmt":"2025-06-26T10:57:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220639\/"},"modified":"2025-06-26T10:57:12","modified_gmt":"2025-06-26T10:57:12","slug":"berlin-mit-e-books-liest-es-sich-deutlich-umweltfreundlicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220639\/","title":{"rendered":"Berlin | Mit E-Books liest es sich deutlich umweltfreundlicher"},"content":{"rendered":"<p>Reader vs. Buch<\/p>\n<p>Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Aus \u00f6kologischer Sicht lohnt sich der Umstieg auf einen E-Book-Reader bereits dann, wenn man nur zwei dicke oder drei d\u00fcnne Taschenb\u00fccher im Jahr liest. Denn E-Books sind insgesamt deutlich umweltfreundlicher als klassische B\u00fccher, hei\u00dft es in der aktuellen Ausgabe des Magazins \u00abStiftung Warentest\u00bb (Heft 7\/25). Die Warentester hatten untersucht, wie stark Produktion, Transport, Nutzung und Entsorgung von E-Book-Readern und Papierb\u00fcchern die Umwelt belasten und daf\u00fcr Schadenspunkte vergeben.<\/p>\n<p>Auch wenn dem elektronischen Lesen subjektive Vorlieben wie das St\u00f6bern in einer Buchhandlung, die Haptik beim Anfassen des Papiers, das Rascheln beim Umbl\u00e4ttern der Seiten oder der Geruch von Druckerschw\u00e4rze entgegenstehen m\u00f6gen, sei die Bilanz eindeutig: Die Herstellung des Papiers und der Druck schaden der Umwelt mehr als die Produktion von E-Book-Readern und ihr langer Transportweg aus Asien nach Europa.<\/p>\n<p>Viel-Leser von Hardcovern sammeln die meisten Negativpunkte<\/p>\n<p>Konkret sammeln etwa Viel-Leser (zw\u00f6lf B\u00fccher pro Jahr) mit gebundenen B\u00fcchern die meisten Umweltschadenspunkte, n\u00e4mlich 14,77. Wenig-Leser (drei B\u00fccher pro Jahr) h\u00e4ufen mit Hardcovern immer noch 3,80 Punkte an &#8211; alles gerechnet \u00fcber den gesamten Lebenszyklus (einmal gelesen, einmal weitergegeben, dann im Altpapier entsorgt).<\/p>\n<p>Besser sieht es bei Taschenb\u00fcchern aus: Damit sammeln Viel-Leser den Angaben zufolge 8,51 Schadenspunkte an und Wenig-Leser 2,23 Punkte.<\/p>\n<p>Mit einem E-Book-Reader liest man konstant umweltfreundlich<\/p>\n<p>Bei E-Book-Readern kommen sowohl Viel- als auch Wenig-Leser auf nur 1,08 Punkte &#8211; betrachtet \u00fcber einen angenommenen Nutzungszeitraum von f\u00fcnf Jahren mit anschlie\u00dfender korrekter Entsorgung.<\/p>\n<p>Und wer in einem F\u00fcnfjahreszeitraum als Viel-Leser etwa ein ohnehin vorhandenes Tablet zum Lesen nutzt, sammelt nur 0,14 Punkte an. Wegen des geringen Stromverbrauchs von Leseger\u00e4ten wirkt sich das Akkuladen \u00fcbrigens kaum auf die Umweltbilanz aus.<\/p>\n<p>Die Warentesterinnen und Warentester haben sowohl f\u00fcr Papierleser als auch f\u00fcr alle, die an einem Umstieg oder an einem Reader-Neukauf interessiert sind, viele Tipps:<\/p>\n<p>1. Tipps f\u00fcr Papierleser<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Taschenbuch besser als Hardcover: Wer nicht umsteigen mag, kann schon durch sein oder ihr Kaufverhalten einiges tun: Viel-Leser reduzieren etwa die negativen Umweltauswirkungen fast um die H\u00e4lfte, wenn sie Taschenb\u00fccher statt gebundener B\u00fccher kaufen.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>M\u00f6glichst kein Frischfaserpapier: B\u00fccher aus Recyclingpapier (aufs Umweltzeichen \u00abBlauer Engel\u00bb achten) verursachen etwa ein Viertel weniger Umweltschadenspunkte bei der Produktion.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Probelesen: Wer auch als Papierleser die digitalen Leseproben der Onlineh\u00e4ndler nutzt, erspart sich und der Umwelt unter Umst\u00e4nden Fehlk\u00e4ufe.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>So lange nutzen wie m\u00f6glich: Gelesene B\u00fccher unbedingt weitergeben, also verschenken, verkaufen oder spenden.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Secondhand oder Bibliothek: Ansonsten m\u00f6glichst gebrauchte B\u00fccher kaufen oder \u00f6fter einmal B\u00fccher in \u00f6ffentlichen Bibliotheken leihen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>2. Tipps f\u00fcr Umsteiger<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Elektronisches Lesen ausprobieren: Viele Bibliotheken verleihen auch E-Book-Reader; so kann man den Umstieg auf die umweltschonenderen Ger\u00e4te unverbindlich ausprobieren.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Gebrauchtkauf: Wer einen Secondhand-Reader kauft, entlastet die Umwelt.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Ausleihen: Viele Bibliotheken verleihen l\u00e4ngst auch E-Books und H\u00f6rb\u00fccher. Der Dienst nennt sich Onleihe (Verf\u00fcgbarkeit unter \u00abOnleihe.de\u00bb pr\u00fcfen) und ist in der Ausweisgeb\u00fchr enthalten. Gleiches gilt f\u00fcr den Dienst Overdrive f\u00fcr fremdsprachige B\u00fccher, etwa in Kombination mit der Lese-App Libby.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Buchhandel: Wer digital liest, kann oft trotzdem weiter Kunde oder Kundin seines Buchlandens vor Ort bleiben &#8211; etwa wenn dieser E-Books \u00fcber die eigene Webseite verkauft oder \u00fcber die Plattform \u00abGeniallokal.de\u00bb.<\/li>\n<\/ul>\n<p>3. Tipps f\u00fcr K\u00e4ufer<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Viele prima Reader: Angst, ein schlechtes Ger\u00e4t zu erwischen, muss man kaum haben. Im aktuellen Vergleich der Warentester schneidet von 20 untersuchten E-Book-Readern keiner schlechter als \u00abgut\u00bb ab.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Jetzt auch in Farbe: Relativ neu sind Reader mit Farbbildschirmen, mit<br \/>denen es auch Spa\u00df macht, Fachb\u00fccher mit Grafiken, Reisef\u00fchrer mit Fotos oder illustrierte Kinderb\u00fccher zu lesen.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Die g\u00fcnstigsten Reader im Test, die auch Onleihe unterst\u00fctzen, waren unter den Schwarz-Wei\u00df-Readern der Tolino Shine 5th Generation f\u00fcr 119 Euro und unter den Farb-Readern der Tolino Shine Color f\u00fcr 149 Euro (jeweils Gesamtnote 1,8). Beide k\u00f6nnen auch gespeicherte H\u00f6rb\u00fccher oder Musik \u00fcber Bluetooth ausgeben.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Wer in B\u00fcchern gern etwas anstreicht oder notiert, erh\u00e4lt ab rund 270 Euro auch Reader-Modelle mit Eingabestift. Zwar kann man auf jedem Reader per Finger W\u00f6rter markieren und auf der Bildschirmtastatur Notizen tippen. Mit Eingabestift geht das aber ungemein leichter. Zudem lassen sich auf Stiftger\u00e4ten Notizb\u00fccher anlegen und handschriftliche Eintr\u00e4ge in getippten Text umwandeln. Beim Kobo Libra Colour (309 Euro) und beim Tolino Vision Color (269 Euro) ist das den Warentestern zufolge besonders gut umgesetzt.<br \/>\u00a0<\/li>\n<li>Nimmt ein Online-Buchh\u00e4ndler ein E-Book aus dem Sortiment oder stellt den Gesch\u00e4ftsbetrieb ein, kann es passieren, dass gekaufte E-Books nicht mehr abrufbar sind. Darum am besten gleich von jedem E-Book gleich eine Sicherheitskopie auf dem Rechner anlegen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Reader vs. Buch Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Aus \u00f6kologischer Sicht lohnt sich der Umstieg auf einen E-Book-Reader bereits dann,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":220640,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,6701,752,29,70603,37094,30,198,2337,4507,1940,1938,624,4332,8376,28359,194,26129,8665,383,70604,625],"class_list":["post-220639","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","tag-aktuelle-news-aus-berlin","tag-berlin","tag-berlin-news","tag-bibliotheken","tag-bildung","tag-deutschland","tag-e-book-reader","tag-e-books","tag-germany","tag-internet","tag-lesen","tag-nachhaltigkeit","tag-nachrichten-aus-berlin","tag-news-aus-berlin","tag-ratgeber","tag-smartphones","tag-stiftung-warentest","tag-tablets","tag-technik","tag-tmn1101","tag-tpds","tag-umwelt","tag-umweltbilanz","tag-verbraucher"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114749311753307542","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=220639"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220639\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/220640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=220639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=220639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=220639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}