{"id":220667,"date":"2025-06-26T11:12:16","date_gmt":"2025-06-26T11:12:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220667\/"},"modified":"2025-06-26T11:12:16","modified_gmt":"2025-06-26T11:12:16","slug":"jeder-dritte-bundesbuerger-misstraut-dem-deutschen-gesundheitssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/220667\/","title":{"rendered":"Jeder dritte Bundesb\u00fcrger misstraut dem deutschen Gesundheitssystem"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Kein anderes Land in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/europaeische-union\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/europaeische-union\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> leistet sich so hohe Ausgaben f\u00fcr die medizinische Versorgung wie Deutschland. Auf mehr als 500 Milliarden Euro beliefen sich die Gesundheitsausgaben im Jahr 2023. Das Vertrauen der Deutschen auf faire medizinische Behandlung scheint diese Rekordsumme jedoch nicht gest\u00e4rkt zu haben. <\/p>\n<p>So halten nur 53 Prozent der Bev\u00f6lkerung das hiesige <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/gesundheitssysteme\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/gesundheitssysteme\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheitssystem<\/a> laut einer aktuellen Studie f\u00fcr fair. Einer von drei Bundesb\u00fcrgern (36 Prozent) vertraut im Falle einer ernsthaften Erkrankung demnach nicht darauf, dass ihm eine ad\u00e4quate Behandlung zur Verf\u00fcgung steht. <\/p>\n<p>Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag vorgestellte Health Report des Pharmaunternehmens Stada, f\u00fcr den zwischen Februar und M\u00e4rz 2025 repr\u00e4sentativ Menschen aus 22 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern befragt wurden. <\/p>\n<p>\u201eMit dem Stada Health Report gewinnen wir mit unabh\u00e4ngigen, anonymen Daten wertvolle Erkenntnisse von 27.000 Befragten und verstehen zuk\u00fcnftige Entwicklungen besser. Indem wir diese Daten mit Akteuren aus der Politik und dem Gesundheitswesen teilen, tragen wir dazu bei, noch bessere Entscheidungen im Sinne der Patienten zu treffen\u201c, erkl\u00e4rte Stada-Vorstandsvorsitzender Peter Goldschmidt bei der Pr\u00e4sentation der Zahlen. <\/p>\n<p>Die Zahlen des Reports bergen Stoff f\u00fcr unangenehmen Fragen an die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/gesundheitspolitik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/gesundheitspolitik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheitspolitik<\/a> in europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Denn nicht nur in Deutschland empfinden B\u00fcrger den Zugang zu medizinischen Leistungen laut der Erhebung als ungerecht. Nur eine knappe Mehrheit von 51 Prozent bezeichnet das Gesundheitssystem des jeweiligen Landes als gerecht. 44 Prozent verneinen diese Aussage sogar ausdr\u00fccklich. <\/p>\n<p>Angesichts dieser Zahlen wirft der Stada Health Report die Frage auf, wie weit hochwertige Medizin mit fairem Zugang kollidiert. \u201eEs scheint, dass eine hochwertige Gesundheitsversorgung ihren Preis hat: Exklusivit\u00e4t\u201c, hei\u00dft es in dem Report. Denn die Zufriedenheit mit dem eigenen Gesundheitssystem weicht von der Einsch\u00e4tzung nach dessen Fairness in vielen L\u00e4ndern markant voneinander ab.<\/p>\n<p>So sind etwa in Belgien und der Schweiz rund 81 Prozent mit dem jeweiligen Gesundheitssystem zufrieden. Aber ein deutlich geringerer Anteil bezeichnet das jeweilige System auch als gerecht. In Belgien bejahen die Frage nach Fairness 63 Prozent, in der Schweiz 68 Prozent.<\/p>\n<p>Das Vertrauen in die jeweiligen Gesundheitssysteme unterscheidet sich dabei innerhalb Europas stark. In D\u00e4nemark (78 Prozent) und Spanien (77 Prozent) ist das Vertrauen besonders gro\u00df, wobei jeweils fast ein Drittel sogar v\u00f6lliges Vertrauen \u00e4u\u00dfert (32 Prozent bzw. 24 Prozent). In L\u00e4ndern wie Ungarn (42 Prozent), Serbien und Kasachstan (je 34 Prozent) sowie in Rum\u00e4nien (31 Prozent), der Slowakei (29 Prozent) und Bulgarien (28 Prozent) f\u00fcrchtet ein erheblicher Teil der Bev\u00f6lkerung, im Ernstfall allein gelassen zu werden. <\/p>\n<p>Europaweit betrachtet sind nur 15 Prozent uneingeschr\u00e4nkt davon \u00fcberzeugt, dass sie im Fall einer schweren Erkrankung die notwendige Versorgung erhalten w\u00fcrden. Weitere 43 Prozent haben leichte Vorbehalte, und 42 Prozent bringen gr\u00f6\u00dfere Zweifel zum Ausdruck. <\/p>\n<p>Haus\u00e4rzte genie\u00dfen gro\u00dfes Vertrauen<\/p>\n<p>Der Report gibt dabei zu bedenken, dass Vorbehalte gegen\u00fcber der Systembereitschaft stark mit den finanziellen Lebensumst\u00e4nden und der mentalen Gesundheit der Befragten korrelieren. \u201eWer psychisch leidet oder mit finanziellen Engp\u00e4ssen k\u00e4mpft, hat eher Angst, durch das Raster \u00fcberlasteter Systeme zu fallen\u201c, hei\u00dft es im Stada Health Report, der dazu zu einem bitteren Fazit findet: \u201eEs scheint, dass ausgerechnet die Menschen, die am dringendsten auf Unterst\u00fctzung des Gesundheitssystems angewiesen sind, von ihm entt\u00e4uscht werden.\u201c<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig vom ausgepr\u00e4gten Mangel an Vertrauen in viele europ\u00e4ische Gesundheitssysteme werden deren Akteuren laut dem Report hohe Vertrauenswerte entgegengebracht. So genie\u00dfen Haus\u00e4rzte in Gesundheitsfragen in Europa nach wie vor das gr\u00f6\u00dfte Vertrauen (69 Prozent), insbesondere in D\u00e4nemark (81 Prozent), Belgien (80 Prozent) und Portugal (79 Prozent). Andere medizinische Fachkr\u00e4fte (61 Prozent) sowie Apotheker (58 Prozent) folgen dicht dahinter. Auch in Deutschland z\u00e4hlen Allgemeinmediziner (76 Prozent) und Apotheker (63 Prozent) zu den vertrauensw\u00fcrdigsten Personen im Gesundheitswesen.<\/p>\n<p>Weit abgeschlagen im Vertrauen der Europ\u00e4er firmieren digitale Gesundheitsberater. Google als Quelle f\u00fcr Gesundheitsinformationen bringen rund 20 Prozent der Europ\u00e4er volles Vertrauen entgegen. Bei K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) sind es europaweit rund 15 Prozent. Am wenigsten Vertrauen in Gesundheitsfragen bringen Europ\u00e4er Politikern entgegen. Mit acht Prozent stehen sie nach Gesundheits-Influencern (11 Prozent) an letzter Stelle. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Andreas Macho<\/b><\/a><b> ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Zudem covert er den Konzern Siemens.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kein anderes Land in Europa leistet sich so hohe Ausgaben f\u00fcr die medizinische Versorgung wie Deutschland. 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