{"id":221176,"date":"2025-06-26T15:46:10","date_gmt":"2025-06-26T15:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/221176\/"},"modified":"2025-06-26T15:46:10","modified_gmt":"2025-06-26T15:46:10","slug":"breite-kritik-an-rentenplaenen-von-bundesarbeitsministerin-bas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/221176\/","title":{"rendered":"Breite Kritik an Rentenpl\u00e4nen von Bundesarbeitsministerin Bas"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.06.2025 17:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Dass die Rente reformiert werden muss, ist unumstritten. Doch ein Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Bas l\u00f6st breite Kritik aus. Arbeitgeber warnen vor hohen Kosten, Gewerkschaften gehen die Pl\u00e4ne nicht weit genug.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGerade mal einen Tag nachdem die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/rentenpaket-schwarz-rot-100.html\" title=\"Wie Arbeitsministerin Bas die Rente reformieren will\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rentenpl\u00e4ne von Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas<\/a> bekannt wurden, hagelt es massive Kritik von verschiedenen Seiten. W\u00e4hrend die Arbeitgeber vor explodierenden Kosten warnen, gehen den Gewerkschaften die Pl\u00e4ne nicht weit genug. Und auch die Opposition kritisiert die Pl\u00e4ne von Bas.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie SPD-Politikerin plant unter anderem, das Rentenniveau zun\u00e4chst bis zum Jahr 2031 auf 48 Prozent festzuschreiben. Dies bedeutet konkret, dass eine Rentnerin oder ein Rentner, der 45 Jahre genau zum Durchschnittsgehalt gearbeitet hat, eine Rente in H\u00f6he von 48 Prozent des dann g\u00fcltigen Durchschnittsverdienstes bekommt. Steigen die L\u00f6hne, steigt auch die Rente. Zudem solle erleichtert werden, dass langj\u00e4hrige Mitarbeitende nach Renteneintritt ohne Probleme wieder im alten Job arbeiten k\u00f6nnen.\u00a0Und auch die Ausweitung der sogenannten M\u00fctterrente ist geplant.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Kosten f\u00fcr die geplante Reform von Bas l\u00e4gen ab 2029 zun\u00e4chst bei 4,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2030 sollen die Kosten dann auf 9,4 Milliarden Euro, im Jahr 2031 auf 11,2 Milliarden Euro steigen, so der Gesetzentwurf.<\/p>\n<p>    Arbeitgeber fordern &#8222;realistische Rentenpolitik&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit Blick auf diese Pl\u00e4ne warnen Deutschlands Arbeitgeber vor Milliardenlasten: &#8222;Die langfristige Finanzierbarkeit der Rentenversicherung und unseres Sozialsystems wird mit diesem Rentenpaket weiter erschwert&#8220;, sagte Arbeitgeberpr\u00e4sident Rainer Dulger der Nachrichtenagentur dpa. &#8222;Dabei k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, dass die Rentenausgaben noch st\u00e4rker als ohnehin steigen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDulger kritisiert weiter: &#8222;Das neue Rentenpaket wird in den n\u00e4chsten 15 Jahren rund doppelt so teuer wie zur Umsetzung des Koalitionsvertrags erforderlich&#8220;. Anders als dort vorgesehen sollen die Renten ihm zufolge auch nach 2031 h\u00f6her ausfallen als nach bislang geltendem Recht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn schon das Rentenniveau bis 2031 festgeschrieben werde, dann solle man f\u00fcr die Zeit danach schrittweise wieder zu dem Rentenniveau nach geltendem Recht zur\u00fcckkehren, fordert der Arbeitgeberpr\u00e4sident. &#8222;Ich erwarte von der Bundesregierung eine realistischere Rentenpolitik, die Finanzierung und Demografie in den Mittelpunkt r\u00fcckt.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Teures Versprechen f\u00fcr die junge Generation&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch FDP-Chef Christian D\u00fcrr kritisierte die Pl\u00e4ne der Arbeitsministerin scharf: &#8222;Dieses Rentenpaket, bei dem es nur darum geht, am Ende mehr Geld aus dem System zu verteilen, ist ein sehr teures Versprechen f\u00fcr die junge Generation&#8220;, sagte er <a href=\"https:\/\/www.fdp.de\/schoenrechnerei-rettet-die-rente-nicht\" title=\"Link zur Rheinischen Post\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">der Rheinischen Post.<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMassive Kritik kommt auch aus der Linkspartei, allerdings mit anderer Sto\u00dfrichtung. Parteichefin Ines Schwerdtner zufolge bedeutet 48 Prozent Rentenniveau &#8222;Altersarmut f\u00fcr Millionen Menschen.&#8220; Die meisten davon h\u00e4tten ein Leben lang hart gearbeitet. Viele seien mit Hungerl\u00f6hnen abgespeist worden, so Schwerdtner.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Sahra Wagenknecht kritisiert das Rentenniveau als &#8222;eine Rutschbahn in die Altersarmut&#8220;. Unterst\u00fctzung kam von der BSW-Chefin hingegen f\u00fcr die geplante Ausweitung der M\u00fctterrente.<\/p>\n<p>    IG-Metall: &#8222;Besser als nichts&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen Gewerkschaften geht die geplante Rentenreform nicht weit genug. So kritisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund: &#8222;Auch wenn ein stabiles Rentenniveau bei 48 Prozent alle Generationen besser absichert, reicht es aber insgesamt nicht&#8220;, sagte DGB-Vorst\u00e4ndin Anja Piel in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIG-Metall-Sozialvorstand Hans-J\u00fcrgen Urban erkl\u00e4rte, die Pl\u00e4ne seien zwar &#8222;besser als nichts&#8220;, aber das Niveau bleibe zu niedrig und die Absicherung nach unten habe ein &#8222;kurzes Verfallsdatum&#8220;. Die schwarz-rote Koalition m\u00fcsse dieses &#8222;erste Zeichen von Verl\u00e4sslichkeit&#8220; nun unbedingt fortsetzen. N\u00f6tig sei eine dauerhaft stabile und ausk\u00f6mmliche gesetzliche Rente als wichtigste S\u00e4ule der Alterssicherung.<\/p>\n<p>    Bas k\u00fcndigt weitere Rentenpakete an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnabh\u00e4ngig von der Kritik an dem Entwurf zur Rente plant die Bundesarbeitsministerin bereits weitere Schritte: &#8222;Es ist das erste Rentenpaket. Es werden noch weitere folgen&#8220;, sagte Bas. Die SPD-Politikerin nannte neben einer St\u00e4rkung der Betriebsrenten die Fr\u00fchstart- und die Aktivrente. Diese beiden geplanten Neuerungen hatten es aus dem Unionswahlprogramm in den Koalitionsvertrag geschafft.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Fr\u00fchstart-Rente soll demnach zum 1. Januar 2026 gelten. F\u00fcr Kinder vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr sollen jeweils pro Monat zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot flie\u00dfen. Ab 18 soll es bis zum Renteneintritt durch private Einzahlungen weiter bespart werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd mit der geplanten Aktivrente sollen Rentnerinnen und Rentner k\u00fcnftig bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei zur Rente hinzuverdienen d\u00fcrfen. Laut Deutschem Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) k\u00f6nnten rund 230.000 Besch\u00e4ftigte davon profitieren.\u00a0<\/p>\n<p>    Reform der Rente im Koalitionsvertrag<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Reform der Rente ist als ein zentrales Vorhaben im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Koalition festgehalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach offiziellen Berechnungen w\u00fcrde das Rentenniveau ohne \u00c4nderung von heute 48 Prozent bis 2030 auf 46,9 und 2045 auf 44,9 Prozent sinken. Bereits bei der zum 1. Juli anstehenden Rentenerh\u00f6hung um 3,74 Prozent wirkt sich die Haltelinie rentenerh\u00f6hend aus.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.06.2025 17:11 Uhr Dass die Rente reformiert werden muss, ist unumstritten. 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