{"id":222425,"date":"2025-06-27T03:29:14","date_gmt":"2025-06-27T03:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/222425\/"},"modified":"2025-06-27T03:29:14","modified_gmt":"2025-06-27T03:29:14","slug":"kurze-nickerchen-bringen-mehr-gedankenblitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/222425\/","title":{"rendered":"Kurze Nickerchen bringen mehr Gedankenblitze"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.06.2025 20:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Manchmal sitzt man vor einer Aufgabe und kommt einfach nicht auf die L\u00f6sung. Hamburger Forscher haben jetzt herausgefunden, was da helfen kann: Dazu braucht es gerade einmal 20 Minuten Zeit.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchon ein kurzes Nickerchen kann dem Gehirn beim L\u00f6sen von schwierigeren Aufgaben auf die Spr\u00fcnge helfen. Wer f\u00fcr etwa 20 Minuten in einen guten Mittagsschlaf abtaucht, hat eher einen Gedankenblitz als jemand ohne Schlaf. Das haben Forschende der Universit\u00e4t Hamburg herausgefunden. &#8222;Schon eine sehr kurze Schlafphase kann einen Effekt auf die kognitive Wahrnehmung haben&#8220;, sagte Entwicklungspsychologin Anika L\u00f6we, die die im Fachjournal PLOS Biology vorgestellte <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosbiology\/article?id=10.1371\/journal.pbio.3003185&amp;utm_source=pr&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=plos006\" title=\"Studie Nickerchen und Ged\u00e4chtnis\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie<\/a> gemeinsam mit Marit Petzka federf\u00fchrend geschrieben hat.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr ihre Erhebung haben die Autorinnen und ihr Team 90 nicht farbenblinde Menschen zun\u00e4chst einen Test l\u00f6sen lassen. Sie durften an dem Tag kein Koffein zu sich nehmen und sollten in der Nacht zuvor etwa 30 Prozent weniger schlafen als \u00fcblich.\u00a0<\/p>\n<p>    Erst Test, dann Mittagsschlaf, dann wieder Test<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei dem Test ging es darum, die Bewegung der Mehrheit von Punkten auf einem Bildschirm zu erkennen und die bevorzugte Richtung durch Klicken einer Taste festzulegen. Im Laufe des Tests gab dann schlie\u00dflich die Farbe der Punkte bereits einen Hinweis darauf, wohin sich die meisten Punkte bewegen. Das erkannten vor dem Mittagsschlaf nur wenige Testpersonen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Rest von ihnen wurde im Anschluss an den ersten Test mit Elektroden zum Messen der Hirnstr\u00f6me verkabelt und f\u00fcr 20 Minuten in einen abgedunkelten Raum zum Schlafen geschickt. &#8222;Meine Kollegin hat sehr viel Zeit in einem gro\u00dfen M\u00f6belhaus verbracht, um den gem\u00fctlichsten Sessel daf\u00fcr zu finden&#8220;, sagte L\u00f6we dazu.<\/p>\n<p>    Mehr Gedankenblitze nach tieferem 20-Minuten-Schlaf<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach dem Nickerchen haben die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer den Test wiederholt. &#8222;Wer am tiefsten eingeschlafen war, hatte am ehesten einen Aha-Moment nach dem Schlaf.&#8220; Knapp 86 Prozent der Menschen, die den tieferen &#8211; den sogenannten Stadium-2-Schlaf &#8211; erreicht hatten, erkannten schlie\u00dflich in dem Test den Zusammenhang zwischen den Farben und der Richtung der Mehrheit der Punkte.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei denjenigen, die zwar eingeschlafen waren, aber nur Stadium-1-Schlaf erreicht hatten, kamen etwa 64 Prozent auf die L\u00f6sung. Unter denjenigen, die gar nicht erst in den Schlaf gefunden hatten, hatten 55 Prozent einen Gedankenblitz. &#8222;Das entspricht auch den Zahlen aus vorherigen Tests ohne Mittagsschlaf. Da haben etwa die H\u00e4lfte der Menschen pl\u00f6tzlich realisiert, dass sie die Farbe benutzen k\u00f6nnen, um die Aufgabe effizienter zu l\u00f6sen.&#8220;<\/p>\n<p>    Lernen im Schlaf bleibt Wunschtraum<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchlafforscher Dieter Riemann vom Universit\u00e4tsklinikum Freiburg spricht von einer seri\u00f6sen Studie mit statistisch signifikanten Ergebnissen. &#8222;Sie erforscht ein ganz besonderes Ph\u00e4nomen: die pl\u00f6tzliche Eingebung, den Heureka-Moment&#8220;, sagte der Universit\u00e4tsprofessor und Vorstandsreferent der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). An und f\u00fcr sich seien solche Gedankenblitze schwer zu untersuchen, die Experimente dienten hier als Ann\u00e4herung an das Problem.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Studie zeige einmal mehr, dass Schlaf gut f\u00fcr das Ged\u00e4chtnis ist. Die Studie erweitere damit die bisherigen Erkenntnisse der Schlafforschung. &#8222;Lernen im Schlaf ist zwar ein Wunschtraum.&#8220; Aber Schlafen helfe dem Ged\u00e4chtnis, Informationen selektiv zu speichern und zu sortieren und so wieder Platz f\u00fcr Neues zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.06.2025 20:10 Uhr Manchmal sitzt man vor einer Aufgabe und kommt einfach nicht auf die L\u00f6sung. 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