{"id":222611,"date":"2025-06-27T05:20:11","date_gmt":"2025-06-27T05:20:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/222611\/"},"modified":"2025-06-27T05:20:11","modified_gmt":"2025-06-27T05:20:11","slug":"trump-macht-druck-wie-entwickeln-sich-die-europaeischen-verteidigungsausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/222611\/","title":{"rendered":"Trump macht Druck: Wie entwickeln sich die europ\u00e4ischen Verteidigungsausgaben?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der NATO-Gipfel mit der <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2025\/06\/26\/eu-gipfel-beschlusse-zu-verteidigung-und-nahost\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Verpflichtung<\/strong><\/a> endete, f\u00fcnf Prozent des BIP f\u00fcr die Verteidigung auszugeben, warnt ein Bericht der Denkfabrik Bruegel und des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft, dass Europa weit davon entfernt ist, sich selbst zu verteidigen, zumindest nicht bis zum Jahr 2030. Grund daf\u00fcr ist vor allem seine Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischer Produktion und Technologie.<\/p>\n<p>&#8222;Europa muss seine politische Debatte von den fiskalischen Zahlen auf die tats\u00e4chlichen milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten verlagern, die in den kommenden Jahren gekauft und geliefert werden&#8220;, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p><strong>Einfuhren nach Europa in wenigen Jahren mehr als verdoppelt<\/strong><\/p>\n<p>Derzeit importiert Europa eine betr\u00e4chtliche Menge an Waffen. Die Einfuhren sind von etwa 3,4 Milliarden US-Dollar (2,9 Milliarden Euro) f\u00fcr den Zeitraum zwischen 2019 und 2021 auf 8,5 Milliarden US-Dollar (7,2 Milliarden Euro) zwischen 2022 und 2024 in den EU-L\u00e4ndern gestiegen.<\/p>\n<p>Die USA sind sowohl f\u00fcr die EU als auch f\u00fcr die wichtigsten europ\u00e4ischen L\u00e4nder, mit Ausnahme Frankreichs, der wichtigste Handelspartner f\u00fcr milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<p>So werden beispielsweise rund 70 Prozent der au\u00dfereurop\u00e4ischen K\u00e4ufe aus Polen mit US-Unternehmen abgeschlossen, die \u00fcbrigen Gesch\u00e4fte werden haupts\u00e4chlich mit s\u00fcdkoreanischen Firmen get\u00e4tigt.<\/p>\n<p><strong>Europa fehlt es an Spitzentechnologien<\/strong><\/p>\n<p>Die durchschnittliche Lieferzeit von in europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wie Deutschland, dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Polen hergestellten Verteidigungsg\u00fctern kann jedoch bis zu vier Jahre betragen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fehlt es Europa an einigen milit\u00e4rischen Spitzentechnologien, deren Entwicklungszeiten sich oft \u00fcber Jahrzehnte und nicht nur \u00fcber ein paar Jahre erstrecken.<\/p>\n<p>&#8222;Ein verringerter oder sogar g\u00e4nzlich fehlender technologischer Vorsprung in der Kriegsf\u00fchrung wird zu einem zunehmenden Problem in allen westlichen Streitkr\u00e4ften und ist insbesondere ein Problem f\u00fcr Europa&#8220;, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>Entwicklung neuer Technologien<\/p>\n<p>Neue Gefechtsfeldtechnologien wie Drohnen und k\u00fcnstliche Intelligenz k\u00f6nnen die F\u00e4higkeiten von Streitkr\u00e4ften zur Kriegsf\u00fchrung erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des britischen Think Tanks f\u00fcr Verteidigung und Sicherheit, des Royal United Services Institute, sind Drohnen f\u00fcr 60 bis 70 Prozent jener Sch\u00e4den an russischer Ausr\u00fcstung verantwortlich, die derzeit bei der russischen Invasion in der Ukraine entstehen.<\/p>\n<p>So sollen in der Ukraine bis zum Jahr 2025 etwa 4,5 Millionen Drohnen mit Ego-Perspektive (FPV) hergestellt werden, in Russland sind es zwischen drei und vier Millionen.<\/p>\n<p><strong>Selenskyj: ukrainische Produktion braucht Finanzierung<\/strong><\/p>\n<p>Am Vorabend eines Gipfeltreffens der NATO-Staats- und Regierungschefs in Den Haag erkl\u00e4rte der <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2025\/06\/26\/gegen-russische-kriegsverbrechen-selenskyj-und-europarat-einigen-sich-auf-sondertribunal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>ukrainische Pr\u00e4sident<\/strong><\/a>, dass der ukrainische Verteidigungssektor in der Lage sei, viel mehr zu produzieren, als dies derzeit der Fall sei, dass er aber durch einen Mangel an Finanzierung eingeschr\u00e4nkt werde.<\/p>\n<p>&#8222;Unser Produktionspotenzial im Verteidigungsbereich liegt bei \u00fcber 35 Mrd. Dollar (29 Mrd. Euro)&#8220;, erkl\u00e4rte Wolodymyr Selenskyj auf dem NATO-Forum f\u00fcr die Verteidigungsindustrie, wobei das Land \u00fcber 1.000 Waffentypen herstellt, darunter Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge, Drohnen und Raketen.<\/p>\n<p>&#8222;Aber f\u00fcr etwa 40 Prozent dieses Potenzials fehlt es an angemessener Finanzierung. Das ist ein Problem. Wir k\u00f6nnen zum Beispiel jedes Jahr \u00fcber acht Millionen Drohnen verschiedener Typen herstellen, aber die Finanzierung l\u00e4sst nur eine sehr geringe Anzahl zu.&#8220;<\/p>\n<p>Abgesehen von der Ukraine scheinen die europ\u00e4ischen Armeen bei solchen Entwicklungen im Vergleich zu den USA weiter zur\u00fcckzuliegen.<\/p>\n<p>Zwar gibt es in Europa aufstrebende Start-ups, die sich auf die Herstellung von Drohnen konzentrieren, doch die Technologie entwickelt sich rasch weiter, so dass Drohnen, die \u00e4lter als sechs Monate sind, m\u00f6glicherweise bereits deutlich an Wirksamkeit verlieren.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit haben sowohl Russland als auch China ihre Produktionskapazit\u00e4ten und ihre technologischen F\u00e4higkeiten erheblich ausgebaut.<\/p>\n<p>Cutter<strong> \u2022 Mert Can Yilmaz<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG W\u00e4hrend der NATO-Gipfel mit der Verpflichtung endete, f\u00fcnf Prozent des BIP f\u00fcr die Verteidigung auszugeben, warnt ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":222612,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,106,548,663,158,3934,3935,13,14,1159,15,12,686],"class_list":{"0":"post-222611","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-nato","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-verteidigungspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114753649022728915","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/222611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=222611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/222611\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/222612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=222611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=222611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=222611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}