{"id":222920,"date":"2025-06-27T08:17:10","date_gmt":"2025-06-27T08:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/222920\/"},"modified":"2025-06-27T08:17:10","modified_gmt":"2025-06-27T08:17:10","slug":"oeffentliches-rauchverbot-ist-frankreich-ein-vorbild-fuer-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/222920\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentliches Rauchverbot: Ist Frankreich ein Vorbild f\u00fcr Bremen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\nMeinungsmelder<\/p>\n<p>Standdatum: 26. Juni 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nMarie Roters<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Rauchverbotszeichen auf dem Boden in einer Einkaufszone\" data-image-owner=\"Imago | Bihlmayerfotografie\" data-image-title=\"Rauchverbotszeichen auf dem Boden in einer Einkaufszone\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/rauchverbot-102~_v-800x450_c-1750853216408.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/rauchverbot-102~_v-640x360_c-1750853216408.jpg\"\/><\/p>\n<p>Frankreich will vor allem Kinder mit dem Rauchverbot sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Bild: Imago | Bihlmayerfotografie<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Die Meinungsmelder w\u00fcnschen sich ein versch\u00e4rftes Rauchverbot nach franz\u00f6sischem Vorbild auch in Bremen. Ist das realistisch?<\/p>\n<p>Immer weniger Menschen im Land Bremen rauchen \u2013 das zeigt der Mikrozensus. Und trotzdem gab es in Bremen im Jahr 2020 mehr Raucher als in einigen anderen Bundesl\u00e4ndern. Der Bundesdurchschnitt lag bei 18,9 Prozent, in Bremen rauchen 22,7 Prozent der Menschen.<\/p>\n<p>Soll das Nichtraucherschutzgesetz in Bremen versch\u00e4rft werden?<\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Wenn es nach den Meinungsmeldern geht, dann ist die Antwort eindeutig: Ja. In Bremen ist das aber laut Gesundheitsressort erst einmal nicht geplant. Aber die Beh\u00f6rde habe bereits 2019 versucht, einen Teil des bundesweiten Nichtraucherschutzgesetzes zu versch\u00e4rfen. Damals forderte Bremen eine Anpassung, um Minderj\u00e4hrige und Schwangere in Autos zu sch\u00fctzen. &#8222;Diese Gesetzesanpassung wurde von der Bundesregierung jedoch nicht weiter verfolgt&#8220;, hei\u00dft es aus dem Ressort. Stattdessen setzt man dort auf eine L\u00f6sung auf EU-Ebene. Dort laufen bereits Vorbereitungen f\u00fcr eine Revision der EU-Tabakgesetzgebung, so die Gesundheitsbeh\u00f6rde. Schon in der Vergangenheit hat es EU-weit viele Diskussionen \u00fcber ein Rauchverbot im Freien gegeben.<\/p>\n<p>Was gilt derzeit in Bremen?<\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Seit 2007 gibt es das Bremische Nichtraucherschutzgesetz, welches laut der Gesundheitsbeh\u00f6rde Nichtraucher vor dem Passivrauchen sch\u00fctzen soll. Dabei sch\u00fctzt es vor allem in geschlossenen R\u00e4umen im \u00f6ffentlichen Raum. Konkret verboten ist das Rauchen zum Beispiel in Bildungseinrichtungen oder Wohnheimen \u2013 in Gastst\u00e4tten ist es hingegen unter bestimmten Bedingungen m\u00f6glich. Es gibt weitere Ausnahmen des Gesetzes, vor allem &#8222;in Bereichen, die von Raucher:innen genutzt, jedoch von Nichtraucher:innen weitgehend gemieden werden k\u00f6nnen&#8220;. Im benachbarten Niedersachsen gibt es eine \u00e4hnliche Regelung, die vor dem Passivrauchen in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen sch\u00fctzen soll. <\/p>\n<p>Was genau macht Frankreich ab dem 1. Juli anders?<\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Frankreich reguliert in Zukunft auch \u00f6ffentliche Orte. Zum Schutz der Kinder sollen auch \u00f6ffentliche Parks und Str\u00e4nde zu Nichtraucher-Orten werden. In Bremen ist Rauchen zum Beispiel auf Kinderspielpl\u00e4tzen verboten. Sonst gibt es kaum Vorgaben f\u00fcr das Rauchen im Freien. In Niedersachsen gibt es zudem Sonderregelungen zum Schutz der Moore und W\u00e4lder.<\/p>\n<p>Was droht bei einem Versto\u00df gegen das Nichtraucherschutzgesetz?<\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">In Bremen wird ein Versto\u00df als Ordnunsgwidrigkeit geahndet und kostet zwischen 500 Euro und 2.000 Euro, in Niedersachen kostet dasselbe Vergehen zwischen 5 Euro und 1.000 Euro. Im vergangenen Jahr 2024 gab es in Bremen 13 Verst\u00f6\u00dfe gegen das Gesetz, im laufenden Jahr sind es bisher 7, hei\u00dft es aus dem Innenressort.<\/p>\n<p>Was sagen die Gastronominnen und Gastronomen dazu?<\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Laut dem Deutschen Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband (DEHOGA) Bremen l\u00e4uft die aktuelle Durchsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes gut. Wer doch einmal dagegen verst\u00f6\u00dft, der wird von anderen G\u00e4sten auf das Rauchverbot hingewiesen, hei\u00dft es von der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Nathalie R\u00fcbsteck. Eine Versch\u00e4rfung des Gesetzes sieht sie deshalb als nicht n\u00f6tig an. Auch die Umsetzbarkeit bezweifelt die Gastronomin: &#8222;Meines Erachtens nach kann der Staat nicht Vorschriften erlassen, die eher Apellcharakter haben, weil sie nicht ausreichend kontrolliert werden k\u00f6nnen, denn eine fl\u00e4chendeckende Pr\u00e4senz des Ordnungsamtes wird es nicht geben.&#8220; R\u00fcbsteck kritisiert zudem die Umweltverschmutzung durch weggeworfenen Zigarettenst\u00e4ngel: &#8222;Das Wegwerfen ist schon jetzt nicht erlaubt, wird aber weder kontrolliert noch geahndet.&#8220;<\/p>\n<p>Mehr zum Thema Rauchen:<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nBremen Eins, Der Morgen, 26. Juni 2025, 8.40 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Meinungsmelder Standdatum: 26. Juni 2025. 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