{"id":223690,"date":"2025-06-27T15:16:11","date_gmt":"2025-06-27T15:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/223690\/"},"modified":"2025-06-27T15:16:11","modified_gmt":"2025-06-27T15:16:11","slug":"christine-lagarde-lobt-markus-soeder-fuer-kulturfoerderung-in-muenchen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/223690\/","title":{"rendered":"Christine Lagarde lobt Markus S\u00f6der f\u00fcr Kulturf\u00f6rderung in M\u00fcnchen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Wird der Ministerpr\u00e4sident diesmal wirklich pers\u00f6nlich kommen, oder schickt er wieder eine Videobotschaft wie im Januar 2023? Damals galt es, 500 Jahre Bayerisches Staatsorchester zu feiern, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Markus_S%C3%B6der\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Markus S\u00f6der<\/a> zog es aber vor, zur selben Zeit einem Kom\u00f6dianten von hoher lokaler Bekanntheit in einen \u00d6rtchen in Unterfranken einen Orden zu verleihen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Unter den Stammg\u00e4sten der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Oper\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oper<\/a> ist dies die meistgestellte Frage bevor es losgeht im Nationaltheater. Nicht wenige aus dem Publikum von damals, sitzen nun wieder auf den rosaroten Samt-Sitzen und erinnerten sich: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/bayern-markus-soeder-kultur-oper-kabarett-1.5731587\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Als S\u00f6der seinerzeit von der Leinwand herab dann auch noch eine Fu\u00dfballanalogie gezogen und das Staatsorchester mit dem FC Bayern verglichen hatte, da waren sogar laute Buh-Rufe aus den R\u00e4ngen zu vernehmen gewesen.<\/a> Und Markus Blume,\u00a0der Kunstminister, hatte seine liebe M\u00fche, die schlechte Stimmung wieder einzufangen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">An diesem Abend aber l\u00e4uft die Sache anders. Ob es der Anwesenheit von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Christine_Lagarde\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Christine Lagarde<\/a>, der Chefin der Europ\u00e4ischen Zentralbank, zu verdanken ist oder ein Akt der Wiedergutmachung an der M\u00fcnchner Gesellschaft samt Sponsoren, Musikern und den Mitarbeitern der Oper: S\u00f6der erscheint zum Festakt \u201e150 Jahre M\u00fcnchner Opernfestspiele\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Und am Ende wird sich der Abend f\u00fcr alle gelohnt haben: F\u00fcr Christine Lagarde, die als Ehrengast in ihrer Festansprache f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kultur\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kultur<\/a> als die wichtigste gemeinsame W\u00e4hrung Europas wirbt. F\u00fcr das kunstaffine Publikum, das nicht nur ein glamour\u00f6ses konzertant aufgef\u00fchrtes Rahmenprogramm mit Arien von H\u00e4ndel und Purcell erlebt, sondern auch noch ein interessantes Versprechen seines Ministerpr\u00e4sidenten mit nach Hause nehmen kann. Und Markus S\u00f6der selbst, der ob dieses Versprechens ein Lob von Lagarde erh\u00e4lt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Bevor es so weit ist, macht er noch einige Scherze \u00fcber sich und andere. Etwa diesen: \u201eVon Angela Merkel habe ich die Verpflichtung bekommen, ich m\u00fcsse Wagnerianer werden.\u201c Kunstpause. \u201eIch bin auf dem Weg.\u201c Christine Lagarde nennt er die \u201ezweitm\u00e4chtigste Frau der Welt\u201c, und zitiert dabei das Wirtschaftsmagazin Forbes, frotzelt aber dann weiter: \u201eIm n\u00e4chsten Jahr holen wir die m\u00e4chtigste.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Nicht alle im Saal lachen, aber offenbar ausreichend viele, dass sich Bayerns Ministerpr\u00e4sidenten zu einem Versprechen hinrei\u00dfen l\u00e4sst, das jetzt doch alle ernst nehmen wollen. Der Kunstminister habe zwar \u201eeinen schweren Stand gegen\u00fcber dem Finanzminister\u201c, sagt S\u00f6der. Von der \u201eKunstmilliarde\u201c, die Bayern in seinem Haushalt fest verbucht habe, werde man jedoch nicht wieder abweichen. Krise hin oder her \u2013 gek\u00fcrzt werde der Kulturetat nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Der Intendant der Bayerischen Staatsoper Serge Dorny, Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU), die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde, und Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU)\u00a0stehen vor dem Festakt zum 150-j\u00e4hrigen Bestehen der Bayerischen Staatsoper im Nationaltheater.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/6ddbe19b-443e-4f59-8ce3-4f90c8f405e7.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Der Intendant der Bayerischen Staatsoper Serge Dorny, Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU), die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde, und Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU)\u00a0stehen vor dem Festakt zum 150-j\u00e4hrigen Bestehen der Bayerischen Staatsoper im Nationaltheater. (Foto: Geoffroy Schied)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Angesichts der vielen Grausamkeiten, die Finanznot leidende St\u00e4dte wie Berlin aber eben auch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> oder N\u00fcrnberg in j\u00fcngster Zeit verk\u00fcndet haben, brandet erst ungl\u00e4ubiger, dann begeisterter Beifall auf im Saal. Noch mehr d\u00fcrfte Markus S\u00f6der gefallen, was Christine Lagarde sp\u00e4ter auf der B\u00fchne sagt. Die Chefin der Europ\u00e4ischen Zentralbank unterbricht ihre wohlgesetzten Worte \u00fcber den langen Weg der K\u00fcnste Europas von der Odyssee aus dem alten Griechenland bis auf ebendiese B\u00fchne des Nationaltheaters f\u00fcr einen Moment.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Sie wendet sich S\u00f6der zu, der in der ersten Reihe vor ihr sitzt:\u00a0\u201eDanke f\u00fcr Ihr Versprechen.\u201c Sie bezieht sich darauf, die Finanzmittel der Kultur nicht zu k\u00fcrzen. \u201eUnd das tue ich nicht etwa, weil ich mich um einen Job bei Ihnen bewerbe\u201c, erg\u00e4nzt sie. Dann f\u00e4hrt sie fort in ihrer Rede \u2013 mit einer Stimme, die so tragend ist, als w\u00e4re sie selbst ein Opernstar.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u201eDas Wachstum in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> verliert an Schwung\u201c, sagt sie. \u201eDadurch sinkt nach und nach der Lebensstandard\u201c. Es m\u00f6ge verlockend sein, diese Herausforderungen \u201eals rein wirtschaftlich zu betrachten \u2013 zu glauben, dass die Wettbewerbsf\u00e4higkeit nur den materiellen Wohlstand betrifft, w\u00e4hrend die Kultur in h\u00f6heren Sph\u00e4ren beheimatet ist\u201c. In Wirklichkeit seien das wirtschaftliche und das kulturelle Schicksal Europas eng miteinander verwoben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Forschung zeige, dass der Zusammenhang zwischen k\u00fcnstlerischer Kreativit\u00e4t und wirtschaftlicher Innovation unver\u00e4ndert stark sei. \u201eMINT-Absolventen mit k\u00fcnstlerischem Hintergrund melden weitaus h\u00e4ufiger Patente an oder gr\u00fcnden Start-ups\u201c, sagt Lagarde. \u201eViele von ihnen nennen ihre kreative Ausbildung als direkte Inspirationsquelle\u201c. Und zum Schluss zitiert sie auch noch Gerhard Richter. Der habe einmal gesagt: \u201eKunst ist die h\u00f6chste Form der Hoffnung\u201c. Und diese Hoffnung, so meint Lagarde, \u201efindet in der zunehmend gespaltenen Welt umso mehr Widerhall\u201c. Markus S\u00f6der ist da immer noch im Saal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wird der Ministerpr\u00e4sident diesmal wirklich pers\u00f6nlich kommen, oder schickt er wieder eine Videobotschaft wie im Januar 2023? 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