{"id":223715,"date":"2025-06-27T15:29:12","date_gmt":"2025-06-27T15:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/223715\/"},"modified":"2025-06-27T15:29:12","modified_gmt":"2025-06-27T15:29:12","slug":"analytische-klarheit-merz-bereut-drecksarbeit-aussage-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/223715\/","title":{"rendered":"&#8222;Analytische Klarheit&#8220;: Merz bereut &#8222;Drecksarbeit&#8220;-Aussage nicht"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Analytische Klarheit&#8220;<br \/>\n                Merz bereut &#8222;Drecksarbeit&#8220;-Aussage nicht<\/p>\n<p>\t\t\t\t              27.06.2025, 15:45 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Kanzler Merz muss f\u00fcr seine Aussage, Israel erledige im Krieg gegen den Iran die &#8222;Drecksarbeit f\u00fcr uns alle&#8220;, viel Kritik einstecken. Den CDU-Chef ficht das nicht an: &#8222;Wenn wir die Dinge nicht beim Namen benennen, \u00fcbernehmen das die Falschen f\u00fcr uns&#8220;, sagt er nun. Lobende Worte findet er f\u00fcr US-Pr\u00e4sident Trump.<\/strong><\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz will sich in Fragen der internationalen Politik auch k\u00fcnftig mit undiplomatischen Formulierungen zu Wort melden. &#8222;Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sp\u00fcren sehr genau, wenn die F\u00fchrung eines Landes herumdruckst&#8220;, sagte der CDU-Chef der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220;. &#8222;Zur Au\u00dfenpolitik geh\u00f6rt nicht nur Diplomatie, sondern auch analytische Klarheit.&#8220; Der Kanzler bezog sich dabei auf seinen Gebrauch des Wortes &#8222;Drecksarbeit&#8220;, der viel Aufsehen erregt hatte. Merz hatte die israelischen Angriffe auf iranische Atomanlagen mit den Worten begr\u00fc\u00dft: &#8222;Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht f\u00fcr uns alle.&#8220; Auf die Frage der &#8222;S\u00fcddeutschen&#8220;, ob er seine Wortwahl bedaure, antwortete der Kanzler: &#8222;Nein&#8220;. Er warnte: &#8222;Wenn wir die Dinge nicht beim Namen benennen, \u00fcbernehmen das die Falschen f\u00fcr uns.&#8220;<\/p>\n<p>Merz bekr\u00e4ftigte seine Sympathie f\u00fcr die Angriffe Israels und der USA auf den Iran und wies Forderungen zur\u00fcck, diese als v\u00f6lkerrechtswidrig einzustufen. &#8222;Nat\u00fcrlich gilt das V\u00f6lkerrecht f\u00fcr uns. Ich will gar keine v\u00f6lkerrechtliche Einordnung vornehmen&#8220;, sagte er. Ihm stellten sich aber Fragen: &#8222;Kann man ernsthaft behaupten, dass Israel gegen Iran einen Pr\u00e4ventivschlag gef\u00fchrt hat? Oder wird seit dem 7. Oktober 2023 Krieg gef\u00fchrt gegen Israel mit einer Hamas, die von Iran finanziert wird?&#8220; Israel wehre sich &#8222;gegen die Hinterm\u00e4nner dieses Krieges und gegen die existenzielle Bedrohung durch eine iranische Atombombe&#8220;.<\/p>\n<p>Mit Blick auf sein Verh\u00e4ltnis zu US-Pr\u00e4sident Donald Trump sagte Merz, sie h\u00e4tten pers\u00f6nlich einen &#8222;guten Draht&#8220; zueinander gefunden. &#8222;Nach unserem ersten Treffen hat er mir eine SMS geschickt, in der er dies zum Ausdruck brachte. Trump hatte offensichtlich das Gef\u00fchl, dass die Chemie zwischen uns stimmt und wir gut miteinander reden k\u00f6nnen.&#8220; Er habe geantwortet: &#8222;Thank you.&#8220; Merz hatte Trump Anfang Juni in Washington getroffen, es folgten der G7-Gipfel in Kanada und der Nato-Gipfel in Den Haag.<\/p>\n<p>&#8222;Kriegsangst der Deutschen teile ich nicht&#8220;<\/p>\n<p>Der Kanzler sagte, beim Nato-Gipfel habe Trump 32 Reden angeh\u00f6rt. &#8222;Er h\u00f6rt zu, er fragt nach, er reflektiert. Er ist an anderen Meinungen und Ratschl\u00e4gen interessiert.&#8220; Die US-Regierung habe gefordert, dass Deutschland und andere bei den Verteidigungsausgaben mit der Trittbrettfahrerei aufh\u00f6ren. &#8222;Und das passiert jetzt. Die Europ\u00e4er tun jetzt etwas f\u00fcr ihre eigene Sicherheit. Warum sollen wir Trump da nicht freundlich begegnen und sagen: Das machen wir. Allerdings treten wir selbstbewusst auf und nicht unterw\u00fcrfig.&#8220;<\/p>\n<p>Skeptisch \u00e4u\u00dferte sich Merz zur M\u00f6glichkeit eines Telefonats mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin. &#8222;Auf das letzte Telefonat mit meinem Amtsvorg\u00e4nger folgten Bomben auf ein Kinderkrankenhaus&#8220;, betonte der Bundeskanzler. &#8222;Wenn das also das Ergebnis solcher Telefonate ist, w\u00fcrde ich noch lange davon Abstand nehmen.&#8220; Auch US-Pr\u00e4sident Trump zeige gegen\u00fcber Putin eine &#8222;wachsende Skepsis&#8220; und werde kritischer, sagte Merz. In Europa gebe es eine gro\u00dfe \u00dcbereinstimmung in der Bewertung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. &#8222;Ich glaube, Pr\u00e4sident Trump n\u00e4hert sich dieser Einsch\u00e4tzung an&#8220;, sagte der CDU-Politiker weiter.<\/p>\n<p>In Teilen der deutschen Bev\u00f6lkerung gebe es &#8222;eine tief sitzende Kriegsangst&#8220;, stellte Merz fest. &#8222;Ich teile sie nicht, aber ich kann sie nachvollziehen. Prinzipiell ist es richtig, alle Wege zu einem Frieden zu suchen.&#8220; N\u00f6tig sei aber ein realistischer Blick auf die imperialistischen Absichten Russlands. Der Kanzler verwies auf die auf Beschwichtigung Nazi-Deutschlands ausgerichtete Appeasement-Politik vor dem Zweiten Weltkrieg. &#8222;Wir d\u00fcrfen einen solchen Fehler nicht noch einmal machen&#8220;, warnte er.<\/p>\n<p>Als &#8222;Etappenziel dieser Wahlperiode&#8220; nannte Merz, dass die Koalition aus CDU\/CSU und SPD &#8222;stabil \u00fcber 50 Prozent&#8220; in den Umfragen liege. Dabei wandte er sich insbesondere an die SPD, die am Freitag zu ihrem Parteitag zusammenkam. &#8222;Ich habe auch kein Interesse daran, dass die SPD scheitert&#8220;, sagte der CDU-Chef. &#8222;Wenn die SPD wieder \u00fcber 20 Prozent kommt, dann freut mich das genauso, wie wenn wir in der Union wieder \u00fcber 30 Prozent kommen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Analytische Klarheit&#8220; Merz bereut &#8222;Drecksarbeit&#8220;-Aussage nicht 27.06.2025, 15:45 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. 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