{"id":223884,"date":"2025-06-27T17:04:16","date_gmt":"2025-06-27T17:04:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/223884\/"},"modified":"2025-06-27T17:04:16","modified_gmt":"2025-06-27T17:04:16","slug":"muenchen-surfer-duerfen-ab-sofort-wieder-auf-die-eisbachwelle-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/223884\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Surfer d\u00fcrfen ab sofort wieder auf die Eisbachwelle &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Es kann den Surferinnen und Surfern am Freitagmittag gar nicht schnell genug gehen, das sp\u00fcren m\u00f6glicherweise auch die Arbeiter in den orangefarbenen Westen. Alle Absperrungen an der Welle sollen weg, alle Z\u00e4une, alle Gitter, so lautet die Ansage von Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD). <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Surfen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Surfen<\/a> am Eisbach ist wieder erlaubt. Doch vor lauter schnell, schnell und vor den Augen der schon wartenden Sportler entfernen die Arbeiter aus Versehen auch einen Teil des Bauwerks, von dem die Surfer ins Wasser gehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Stillstand an der Welle, erstmal wieder. Vertreter der Interessengemeinschaft Surfen in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> (IGSM) und der Stadt beraten, was nun passieren muss. Ein Stein ist unter anderem abgetragen worden, der schon seit mehr als 30 Jahren dort liegt. Aus der L\u00fccke ragt gef\u00e4hrlich ein Stahlstift heraus. Dann gehen einige Arbeiter wieder zum seitlichen Bauwerk ans Wasser. Mit roten Schwimmwesten gesichert, reparieren sie den Einstieg provisorisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mitarbeiter der Stadt bringen Schilder mit den neuen Regeln an.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/2b54a42f-36fb-4a12-8eb4-141afbe350c1.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Mitarbeiter der Stadt bringen Schilder mit den neuen Regeln an. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ideal ist die Lage nicht, das besch\u00e4digte Bauwerk ver\u00e4ndert die Str\u00f6mung und macht die Welle bei viel Wasser schwerer zu surfen. Doch das ist den ersten Surfern egal, gegen 14 Uhr sind sie auf der Welle. Gut zwei Monate nach dem t\u00f6dlichen Unfall einer 33 Jahre alten Frau d\u00fcrfen sie das wieder. Das hat am Freitagvormittag OB Reiter schriftlich und in einem Film auf der Plattform Instagram erkl\u00e4rt. \u201eViel Spa\u00df auf der Welle und passt auf euch auf\u201c, sagt er.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Vorsicht geh\u00f6rt f\u00fcr Surferinnen wie Flavia Resch ohnehin zu ihrem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Sport\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sport<\/a>. Als die Nachricht von der Wiederer\u00f6ffnung \u00fcber Social Media verbreitet worden sei, sei die Community sofort in Aufruhr gewesen, sagt sie. \u201eInstagram ist explodiert, alle haben gepostet \u2013 sogar Freunde, die nicht surfen, haben mir Fotos geschickt. Ich bin sofort hergekommen.\u201c Zu den ersten zehn Surfern, die nach der offiziellen Freigabe auf der Welle sind, geh\u00f6rt Pit Vanh\u00f6fer. Die Schlie\u00dfung sei auch f\u00fcr ihn ein harter Einschnitt gewesen, sagt er. \u201eNat\u00fcrlich waren es sehr traurige Umst\u00e4nde.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Umso gr\u00f6\u00dfer ist nun die Freude, gemeinsam mit Freunden wieder aufs Brett zu steigen. \u201eMan kann es nicht beschreiben, was das f\u00fcr Gl\u00fccksgef\u00fchle hier sind, endlich wieder surfen zu d\u00fcrfen!\u201c, sagt auch sein Kollege Alexander Neumann.<\/p>\n<p>InstagramDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Instagram angereichert<\/p>\n<p class=\"css-kxe210\">Um Ihre Daten zu sch\u00fctzen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.<\/p>\n<p>Inhalt jetzt laden<\/p>\n<p class=\"css-orh8zx\">Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Instagram angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse \u00fcbermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsm\u00f6glichkeit finden Sie unter\u00a0<a href=\"https:\/\/datenschutz.sueddeutsche.de\/sz\" class=\"css-lqefuc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sz.de\/datenschutz<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">In Zukunft gelten daf\u00fcr aber einige neue Regeln, die OB Reiter am Freitag vorgestellt hat: So ist das Wellenreiten nur noch von 5.30 Uhr bis 22 Uhr erlaubt. Auch m\u00fcssen die Sportler erfahren sein und in Begleitung surfen, damit jemand im Notfall Hilfe holen kann. Zudem m\u00fcssen sie eine selbst l\u00f6sende Leash nutzen. Diese soll verhindern, dass sich die Sicherungsleine nach St\u00fcrzen an Gegenst\u00e4nden verhakt und die Surfer unter Wasser zieht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Dies war mutma\u00dflich im Fr\u00fchjahr dieses Jahres der Fall, als eine 33-j\u00e4hrige Surferin am sp\u00e4ten Abend des 16. April verungl\u00fcckte. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-eisbach-unfall-surferin-tot-li.3241462\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eine Woche sp\u00e4ter starb sie an den Folgen des Unfalls im Krankenhaus<\/a>. Die Welle war daraufhin gesperrt worden, die Staatsanwaltschaft ermittelte. Wochenlang haben die Surferinnen und Surfer Druck gemacht, die Welle so schnell wie m\u00f6glich wieder freizugeben. Die Stadt wollte vorher die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten, um keine unn\u00f6tigen Sicherheitsrisiken einzugehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-eisbachwelle-surfen-erlaubt-ermittlungen-beendet-voraussetzung-li.3273117\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Am Montag hat die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen eingestellt<\/a> und den Vorfall als \u201e\u00e4u\u00dferst tragisches\u201c Ungl\u00fcck eingestuft. Die Stadt hat in den vergangenen Tagen die Akten eingesehen. Wichtig sei f\u00fcr die Freigabe gewesen, dass die Staatsanwaltschaft \u201ekein Verschulden\u201c der Stadt gesehen habe, sagt OB Reiter. Das Surfen am Eisbach ist zwar bisher schon ausdr\u00fccklich auf eigene Gefahr erfolgt, doch eine gewisse Verkehrssicherungspflicht besteht trotzdem f\u00fcr die Stadt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die lange Sperre und das Z\u00f6gern bei der Freigabe h\u00e4tte sich die Stadt sparen k\u00f6nnen, wenn sie die Liberalitas Bavariae ernst genommen h\u00e4tte, sagt Surfer Martin Gr\u00fcn. F\u00fcr ihn und die anderen erfahrenen Sportler sei von Anfang an klar gewesen, dass es sich um ein Ungl\u00fcck gehandelt habe. Doch auch bei Gr\u00fcn, einem der Initiatoren eines offenen Briefs, in dem eine schnelle \u00d6ffnung der Welle nach dem Unfall gefordert wurde, \u00fcberwiegt jetzt die Freude. \u201eWir sind froh, dass endlich wieder ge\u00f6ffnet ist\u201c, sagt er.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-eisbachwelle-surfen-unglueck-chronologie-li.3263586\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;was_seit_dem_toedlichen_unfall_an_der_eisbachwelle_alles_passiert_ist&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;leben_und_gesellschaft_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3263586&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenmuenchen-eisbachwelle-surfen-unglueck-chronologie-li3263586\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3414d500-508d-4f99-ba33-1dfb5394dca9.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Konflikt um die Sperrung<\/p>\n<p>:Was seit dem t\u00f6dlichen Unfall an der Eisbachwelle alles passiert ist<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Es war ein Ungl\u00fcck, das die Stadt bewegte: Vor zwei Monaten verungl\u00fcckte eine Surferin auf der weltbekannten Welle am M\u00fcnchner Eisbach t\u00f6dlich. Eine Chronologie der Ereignisse.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Surfer sind eine heterogene Gruppe, die nicht geschlossen agiert. W\u00e4hrend Gr\u00fcn und seine Freunde Druck machten, arbeitete die IGSM mit der Stadt zusammen. In der Beurteilung der neuen Regeln scheint sich die Community aber weitgehend einig zu sein. Sicherheits-Leash, das Buddy-Prinzip und die Zulassung nur f\u00fcr k\u00f6rperlich fitte und erfahrene Sportler finden alle in Ordnung. Wenig sinnvoll erscheint vielen das Nacht-Surf-Verbot. Schlie\u00dflich seien die Sportler das ganze Jahr \u00fcber im Wasser, dann sei es auch zu den erlaubten Zeiten am Tag oder am fr\u00fchen Abend dunkel.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">David Roth von der IGSM zeigt sich bis auf diesen Punkt zufrieden: \u201eEs bleibt ein Risikosport, das ist vollkommen klar. Die wichtigste \u00c4nderung ist vor allen Dingen nat\u00fcrlich die Leash, die jetzt selbstausl\u00f6send sein muss.\u201c\u00a0 Der Verzicht aufs Nacht-Surfen sei eine harte Pille, die sie zurzeit schlucken m\u00fcssten, damit der Bach wieder f\u00fcrs Surfen habe ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen, sagt er. Roth und seine Mitstreiter hoffen aber, dass sie da noch nachverhandeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">W\u00e4hrend sie noch bei den Arbeiten zur Freigabe zusehen, stellen Arbeiter parallel schon Schilder mit den Sicherheitshinweisen der Stadt auf, inklusive der neuen Regeln und der Allgemeinverf\u00fcgung. Die Schrift ist klein. Deutsch und Englisch stehen untereinander. F\u00fcr die Sportler am Eisbach wird sich dadurch nicht viel \u00e4ndern, sie sind selbst f\u00fcr ihre Sicherheit verantwortlich. Das wei\u00df auch Surferin Flavia Resch, die ihre W\u00fcnsche f\u00fcr die Zukunft an der Welle so ausdr\u00fcckt: \u201eDass alles so bleibt wie fr\u00fcher. Mit viel Eigenverantwortung, R\u00fccksicht \u2013 und einer Portion Respekt vor dem Wasser.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es kann den Surferinnen und Surfern am Freitagmittag gar nicht schnell genug gehen, das sp\u00fcren m\u00f6glicherweise auch die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":223885,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[20596,23049,21263,16745,13,1268,2813,14,15,12,265,149,8410,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-223884","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-altstadt-lehel","9":"tag-eisbach","10":"tag-englischer-garten","11":"tag-freizeit-in-muenchen","12":"tag-headlines","13":"tag-muenchen","14":"tag-muenchen-stadtteile","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-sport","19":"tag-sueddeutsche-zeitung","20":"tag-surfen","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114756417306506575","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/223884","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=223884"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/223884\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/223885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=223884"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=223884"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=223884"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}