{"id":226627,"date":"2025-06-28T18:09:14","date_gmt":"2025-06-28T18:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/226627\/"},"modified":"2025-06-28T18:09:14","modified_gmt":"2025-06-28T18:09:14","slug":"vier-kultureinrichtungen-krempeln-sich-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/226627\/","title":{"rendered":"Vier Kultureinrichtungen krempeln sich um"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stuttgart.<\/strong> Museumsf\u00fchrungen in deutscher Geb\u00e4rdensprache, f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, Demente, Auff\u00fchrungen mit Untertitelung und Audiodeskription, barrierefreie Zug\u00e4nge, inklusive Inszenierungen: Kulturinstitutionen machen viel, um diverse Besuchergruppen anzusprechen und gesellschaftliche Vielfalt widerzuspiegeln.<\/p>\n<p>Am <a data-mce-href=\"https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/?s=Theater+Konstanz\" href=\"https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/?s=Theater+Konstanz\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Theater Konstanz<\/a> findet an diesem Wochenende etwa das \u201eLet\u2019s Ally\u201c-Festival statt. Es versteht sich als \u201eEinladung, gemeinsam mit K\u00fcnstler*innen, Kollektiven und lokalen Initiativen Theater als offenen Raum f\u00fcr Teilhabe und verschiedene Formen des Austausches erfahrbar zu machen\u201c, so die Organisatoren. Doch Teilhabe und Vielfalt sind nicht selbstverst\u00e4ndlich. Jenseits des Atlantiks ist \u201eDIE\u201c out. Die Buchstaben stehen f\u00fcr <a data-mce-href=\"https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/?s=Diversit%C3%A4t\" data-mce-selected=\"inline-boundary\" href=\"https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/?s=Diversit%C3%A4t\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Diversity<\/a> , Equity, Inclusion und f\u00fcr Programme, die Vielfalt, Teilhabe und Inklusion in US-amerikanischen Unternehmen und Institutionen umsetzen sollen.<\/p>\n<p>Diversit\u00e4t als Strategie, um die plurale Gesellschaft abzubilden<\/p>\n<p>Seit dem Antritt der Trump-Regierung ist dieser Ansatz Geschichte. Auch wenn Amerika oft als Vorbild oder Vorreiter f\u00fcr Entwicklungen steht: Hierzulande bleibt Diversit\u00e4t als Thema gesetzt. Mehr noch \u2013 sie wird weiterhin als Strategie verstanden, die plurale Gesellschaft auch in den Institutionen abzubilden.<\/p>\n<p>Wie Kultureinrichtungen Vielfalt verwirklichen k\u00f6nnen, soll nun mit einem Diversity-Audit Kunst &amp; Kultur begleitet werden. Durchgef\u00fchrt und finanziert wird das Programm vom Zentrum f\u00fcr Kulturelle Teilhabe (ZfKT) Baden-W\u00fcrttemberg. Vier Kultureinrichtungen werden \u00fcber zwei Jahre ihre Strukturen und ihr Personal, ihr Programm und dessen Publikum, schlie\u00dflich ihre Partnerschaften und Strategien systematisch reflektieren und diversit\u00e4tssensibler ausrichten. Dem Verfahren stellen sich die Stuttgarter Staatsoper, das Badische Landesmuseum Karlsruhe, das Theater Konstanz und das Haus der Geschichte Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>\u201eBaden-W\u00fcrttemberg bekennt sich ausdr\u00fccklich zur Vielfalt\u201c, so Kunstministerin Petra Olschowski (Gr\u00fcne). \u201eDaher begr\u00fc\u00dfe ich, dass das Zentrum f\u00fcr Kulturelle Teilhabe ein Diversity Audit f\u00fcr den Kulturbereich erprobt. Dieses Zertifizierungsverfahren unterst\u00fctzt insbesondere staatliche Einrichtungen dabei, sich mit Vielfalt in ihren Institutionen zu befassen und Teilhabe strategisch mitzudenken.\u201c \u00a0Kunst und Kultur sei ein Angebot f\u00fcr alle Menschen und Vielfalt eine ihrer wesentlichen Grundlagen. \u201eVielfalt ist ganz oft Ausgangspunkt f\u00fcr Innovation und Kreativit\u00e4t\u201c, so Olschowski. \u201eDies in unserer demokratischen und von Vielstimmigkeit gepr\u00e4gten Gesellschaft sicherzustellen, ist eine Daueraufgabe f\u00fcr alle.\u201c<\/p>\n<p>Die Teilnehmer des Audits setzen unterschiedliche Akzente. Die Staatsoper Stuttgart etwa richtet eine abteilungs\u00fcbergreifende \u201eTaskforce Diversity\u201c ein, um ein Diversity Management zu etablieren. Vielfalt soll als Bestandteil der Arbeitsprozesse und k\u00fcnstlerischen Ausrichtung verankert werden. \u201eDas Diversity Audit bietet uns die Chance, Prozesse anzusto\u00dfen, die unsere interne Kultur ebenso st\u00e4rken wie den Dialog mit Publikum, Mitarbeitenden und unserem gesellschaftlichen Umfeld\u201c, so Simone Theilacker-Wolter, Direktorin K\u00fcnstlerische Produktion.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Badische Landesmuseum Karlsruhe ist Diversit\u00e4t \u201ezentrales Zukunftsthema\u201c: \u201eEin Museum muss R\u00e4ume schaffen, die Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Bildungserfahrung gleicherma\u00dfen ansprechen und zusammenf\u00fchren \u2013 allein auf diesem Weg erm\u00f6glichen wir echte kulturelle Teilhabe.\u201c Man wolle das Haus weiter \u00f6ffnen, neue Zielgruppen ansprechen und niederschwellige Zug\u00e4nge zur Kultur schaffen. Ziel sei eine tiefgreifende Transformation, um Diversit\u00e4t in der gesamten Organisation zu verankern, etwa durch die interkulturelle Qualifizierung des Teams und die Gestaltung der Programme.<\/p>\n<p>Ab 2027 k\u00f6nnen sich weitere Kultureinrichtungen bewerben<\/p>\n<p>\u201eDas neue Diversity Audit Kunst &amp; Kultur ist ein zukunftsweisendes Programm f\u00fcr mehr Kulturelle Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt\u201c, sagt Ebru Tepecik, die das Programm am ZfKT betreut. F\u00fcr den Pilot-Durchgang stehen rund 140\u00a0000 Euro zur Verf\u00fcgung. Zum erfolgreichen Abschluss des Prozesses verleiht das ZfKT ein Zertifikat. Ab 2027 k\u00f6nnen sich weitere Kultureinrichtungen um eine Teilnahme am Diversity Audit Kunst &amp; Kultur bewerben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stuttgart. 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