{"id":226882,"date":"2025-06-28T20:27:08","date_gmt":"2025-06-28T20:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/226882\/"},"modified":"2025-06-28T20:27:08","modified_gmt":"2025-06-28T20:27:08","slug":"zehntausende-fordern-neuwahl-des-serbischen-parlaments","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/226882\/","title":{"rendered":"Zehntausende fordern Neuwahl des serbischen Parlaments"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 28.06.2025 21:47 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Fronten zwischen Serbiens Regierung und den demonstrierenden Studenten sind zunehmend verh\u00e4rtet. Jetzt k\u00fcndigten die Regierungsgegner eine neue Strategie an, um vorgezogene Parlamentswahlen zu erzwingen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Belgrad haben am Abend erneut Zehntausende gegen die Regierung von Pr\u00e4sident Aleksandar Vucic protestiert. Zu der Massenkundgebung waren Menschen aus dem ganzen Land angereist. Am Slavija-Platz in der serbischen Hauptstadt schwenkten sie Europa- und serbische Landesflaggen. Viele hielten Schilder mit dem Namen ihrer Heimatstadt hoch. Zu Beginn sangen sie die Nationalhymne. F\u00fcr die Opfer des t\u00f6dlichen Bahnhofeinsturzes von Novi Sad im vergangenen November gab es eine 16-min\u00fctige Schweigeminute. Laut Beh\u00f6rden nahmen 36.000 Menschen an der Demonstration teil.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Protest am St. Veitstag (Vidovdan) hatte angesichts des wichtigen Gedenk- und Feiertags f\u00fcr Serbien besondere Symbolik. Dar\u00fcber hinaus hatten die Studenten Pr\u00e4sident Vucic ein Ultimatum gestellt: Er solle am Samstag bis 21 Uhr vorgezogene Parlamentswahlen in die Wege leiten, sonst wolle die Studentenbewegung zu &#8222;zivilem Ungehorsam&#8220; aufrufen. Die Redner betonten, dass die Regierung unter Vucic abgewirtschaftet habe. Die Bev\u00f6lkerung habe ein Recht darauf, auf demokratischem Weg eine neue F\u00fchrung zu bestimmen.\u00a0Doch bereits am Vortag hatte der Staatschef erkl\u00e4rt, den Forderungen nicht nachkommen zu wollen.<\/p>\n<p>    Vucic-Anh\u00e4nger demonstrieren ebenfalls<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit sieben Monaten blockieren Studenten in Serbien Fakult\u00e4ten und organisierten wiederholt Massendemos. Als Ausl\u00f6ser gilt der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/serbien-bahnhofsvordach-tote-100.html\" title=\"Mehrere Tote nach Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Serbien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einsturz eines Bahnhofsvordachs im November vergangenen Jahres in Novi Sad<\/a>, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Zun\u00e4chst ging es um die Ungl\u00fccksursache, sp\u00e4ter richteten sich die vor allem von Studierenden getragenen Kundgebungen gegen die Regierung und die weit verbreitete Korruption im Land. Inzwischen werden bei den Protesten Neuwahlen gefordert. Laut Vucic finden die n\u00e4chsten Parlamentswahlen fr\u00fchestens Ende 2026 statt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nParlamentspr\u00e4sidentin Ana Brnabic bezeichnete das Vorgehen der Studenten als &#8222;Terror&#8220;. Vucic bezeichnete die Proteste zudem erneut als vom Ausland gesteuert: &#8222;Die ausl\u00e4ndischen M\u00e4chte haben durch lokale Handlanger ein Ultimatum gestellt&#8220;, sagte er. Unweit der Gro\u00dfkundgebung der Studierenden auf einem gro\u00dfen Platz im Stadtzentrum versammelten sich am Samstag auch Tausende Unterst\u00fctzer des Pr\u00e4sidenten. Vucic heizte die angespannte Lage mit Warnungen vor gewaltsamen Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen den beiden Lagern noch weiter an. Gegen Ende der Studentenproteste werde es zu &#8222;Gewalt kommen&#8220;, warnte der Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVucic bestimmt seit 2012 in wechselnden Funktionen die Geschicke des Landes. Er kontrolliert die Medien sowie Justiz und Polizei. Oppositionelle werden von den Medien diffamiert, von staatlichen Institutionen eingesch\u00fcchtert und von Schl\u00e4gertrupps t\u00e4tlich angegriffen. Zuletzt erh\u00f6hte Vucic den Druck auf die Protestbewegung. Akteure und Sympathisanten wurden unter fadenscheinigen Vorw\u00e4nden festgenommen, Universit\u00e4tsmitarbeitern wurden die Geh\u00e4lter drastisch gek\u00fcrzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.06.2025 21:47 Uhr Die Fronten zwischen Serbiens Regierung und den demonstrierenden Studenten sind zunehmend verh\u00e4rtet. 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