{"id":227024,"date":"2025-06-28T21:47:12","date_gmt":"2025-06-28T21:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227024\/"},"modified":"2025-06-28T21:47:12","modified_gmt":"2025-06-28T21:47:12","slug":"pride-teilnehmer-in-budapest-zeigen-orban-den-stinkefinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227024\/","title":{"rendered":"Pride-Teilnehmer in Budapest zeigen Orban den &#8222;Stinkefinger&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 28.06.2025 23:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mit einem versch\u00e4rften Anti-LGBTQ-Kurs wollte Ungarns Ministerpr\u00e4sident bei den W\u00e4hlern punkten. Doch auf das Verbot der Pride-Parade in Budapest folgte ein R\u00fcckschlag f\u00fcr Orban: Zehntausende nahmen an der Demo teil.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/oliver-soos-105.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Oliver Soos\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/oliver-soos-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs war eine gewaltige Masse an Menschen, in einem etwa zweieinhalb Kilometer langen Zug durch die Budapester Innenstadt. Im Demonstrationszug waren Lkw mit DJs und Trommelgruppen zu sehen, vor allem aber viele Regenbogenfahnen und -T-Shirts.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es hat sich gro\u00dfartig angef\u00fchlt, so als ob die LGBTQ-Community wirklich Unterst\u00fctzung hat&#8220;, sagte eine junge Teilnehmerin. &#8222;Ich komme aus Ungarn, und es f\u00fchlte sich an wie endlose Massen, als ob die ganze Gemeinschaft zusammengekommen ist und wir alle aus einer gro\u00dfen Familie stammen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir haben das hier ein halbes Jahr lang vorbereitet, und Viktor Orban hat immer gesagt, es werde niemals stattfinden&#8220;, erinnert sich ein anderer Teilnehmer. Er komme seit sieben Jahren zur Budapest Pride &#8211; &#8222;und es waren noch nie so viele Leute da.&#8220;<\/p>\n<p>    Budapests B\u00fcrgermeister zufrieden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLaut den Veranstaltern kamen am Ende knapp 200.000 Menschen &#8211; normal f\u00fcr die Budapest Pride waren bislang 30.000 bis 40.000. Es war also ein herber R\u00fcckschlag f\u00fcr Ministerpr\u00e4sident Orban und seine rechte Fidesz-Regierung. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ungarn-lgbtq-veranstaltungen-verbot-100.html\" title=\"Ungarn kann durch eine Verfassungs\u00e4nderung Pride-Paraden verbieten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ihr Pride-Verbotsgesetz<\/a> lief nicht nur ins Leere, sondern sorgte f\u00fcr die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Pride-Demo, die Budapest je gesehen hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDem Anmelder der Veranstaltung, dem gr\u00fcnen B\u00fcrgermeister von Budapest und Orbans Intimfeind Gergely Karacsony, war die Freude deutlich anzumerken: &#8222;Guten Abend Pride, guten Abend Liebe! Tja, es tut mir leid, aber ihr seht nicht so aus, als ob die Pride verboten wurde&#8220;, rief er der Menge zu. &#8222;Ihr seht eher so aus, als w\u00e4rt ihr in Frieden gekommen und so frei, der aufgedunsenen hasserf\u00fcllten Macht einen gro\u00dfen Stinkefinger zu zeigen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Dass die Pride-Demonstration stattfand, ist einem Trick des Budapester B\u00fcrgermeisters Gergely Karacsony zu verdanken.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer B\u00fcrgermeister hatte das Pride-Verbot umgangen und die Pride als st\u00e4dtische Ersatzveranstaltung angemeldet. Die Polizei hatte sich sehr zur\u00fcckgehalten und war trotz des Pride-Verbotsgesetzes vom M\u00e4rz dieses Jahres nicht eingeschritten. Unklar ist, ob es, wie von der Regierung angedroht, im Nachhinein zu Geldstrafen f\u00fcr Pride-Teilnehmer kommen wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nW\u00e4hrend der Parade musste kurzfristig die Route ge\u00e4ndert werden, weil Rechtsradikale mit einer Gegendemonstration die Freiheitsbr\u00fccke blockierten. Die Pride verlief dann einfach \u00fcber die benachbarte Elisabethbr\u00fccke.<\/p>\n<p>    &#8222;Wenn man die Leute w\u00fctend macht, dann passiert das hier&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs waren auch viele G\u00e4ste aus dem Ausland da, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/budapest-pride-eu-100.html\" title=\"Orban zum Trotz: EU-Abgeordnete nehmen an Pride-Parade in Ungarn teil\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unter anderem eine gro\u00dfe Delegation aus dem EU-Parlament<\/a>, rund 70 Abgeordnete aus verschiedenen L\u00e4ndern. Mit dabei war auch der gr\u00fcne Vizepr\u00e4sident des EU-Parlaments, der Rum\u00e4ne Nicolae Stefanuta. &#8222;Liebe ist Liebe &#8211; so denkt die Europ\u00e4ische Union, sie glaubt daran und handelt danach&#8220;, sagte er. &#8222;Und deshalb sind wir hier.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Restriktionen gegen die Budapest Pride betr\u00e4fen nicht nur queere Menschen, sondern seien eine gef\u00e4hrliche Botschaft an die ganze Welt, sagte Stefanuta. &#8222;Denn sie zeigen, dass man Minderheiten attackieren kann, ohne dass etwas passiert. Aber wisst ihr was? Wenn man die Leute w\u00fctend macht, dann passiert das hier. Dann kommen die Leute zu Hunderttausenden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUngarns Regierungschef Orban ist politisch aktuell unter Druck, weil sein Herausforderer bei den Wahlen im kommenden April, Peter Magyar, konstant in den Umfragen vor ihm liegt. Orbans Pride-Verbot und die daraus resultierende Riesenveranstaltung k\u00f6nnte dem Ansehen des Ministerpr\u00e4sidenten weiter schaden.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-227904.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Oliver Soos, ARD Wien, zzt. Budapest, tagesschau, 28.06.2025 22:56 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.06.2025 23:04 Uhr Mit einem versch\u00e4rften Anti-LGBTQ-Kurs wollte Ungarns Ministerpr\u00e4sident bei den W\u00e4hlern punkten. 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