{"id":2271,"date":"2025-04-02T11:40:10","date_gmt":"2025-04-02T11:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/2271\/"},"modified":"2025-04-02T11:40:10","modified_gmt":"2025-04-02T11:40:10","slug":"rosige-zukunft-deutsches-museum-feiert-grosse-technologien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/2271\/","title":{"rendered":"Rosige Zukunft? Deutsches Museum feiert gro\u00dfe Technologien"},"content":{"rendered":"<p>Es ist keine kleine Sache, Museumsbesuchern einen Quantencomputer n\u00e4her zu bringen. Wenn das dann noch mit Fusions-Energie, Raumfahrt, Robotik und Digitalen Zwillingen kombiniert wird, dann kann so eine Ausstellung eigentlich nur schief gehen. Und doch schafft das <a href=\"https:\/\/www.deutsches-museum.de\/forum-der-zukunft\/besuch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche Museum in der Future Box <\/a>(externer Link) ein Erlebnis, das einem zumindest eine ungef\u00e4hre Ahnung davon vermittelt, welche Wucht diese Zukunftstechnologien entfalten k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Dabei verzichten die Macher der Ausstellung auf Detailwissen und konzentrieren sich auf die M\u00f6glichkeiten und Hoffnungen, die etwa mit Fusionsreaktoren verkn\u00fcpft werden \u2013 n\u00e4mlich Kraftwerke, die eines Tages ein Vielfaches an Energie liefern, verglichen mit aktuellen Atommeilern. <\/p>\n<p>KI feilt noch an ihrem Bairisch <\/p>\n<p>Als Moderator f\u00fchrt eine KI mit weiblicher Stimme durch die abgedunkelten R\u00e4ume: AI-ME (gesprochen \u00c4imi) zeigt sich mal als \u00fcberdimensionales Auge oder zerflie\u00dft in hundertausende Lichtpunkte, die \u00fcber die W\u00e4nde flitzen und einem den Weg durch die Ausstellungsr\u00e4ume weisen. AI-ME erz\u00e4hlt, schw\u00e4rmt und bestaunt die Menschheit und ihre Errungenschaften. Ein Trick, der hilft, um die Faszination auf die Besucher \u00fcberspringen zu lassen. Die werden immer wieder angesprochen. Sie sollen ein Thema ausw\u00e4hlen, das sie interessiert und ihre KI Fragen dazu stellen. <\/p>\n<p>Das klappt einigerma\u00dfen gut. AI-ME braucht zwar immer einige Sekunden, mit der Antwort. Was dann als Erkl\u00e4rung folgt, passt aber zu den Fragen und wirkt dabei nicht zu ausschweifend. An ChatGPT oder Le Chat reicht die Museums-KI dabei nicht heran. Und an ihre Grenzen ger\u00e4t sie, wenn sie zum Beispiel auf Bairisch angesprochen wird. Aber sie sei ja noch am Lernen und vielleicht werde sie auch auf diesem Gebiet bald Fortschritte machen, erkl\u00e4rt Simon Gl\u00f6cklhofer, einer der Verantwortlichen f\u00fcr die Future Box. <\/p>\n<p>Nvidia-Manager war Fan des Deutschen Museums<\/p>\n<p>Um die KI zum Sprechen zu bringen, war entsprechendes Equipment n\u00f6tig. Die Firma, die derzeit mit die leistungsf\u00e4higsten KI-Chips produziert, ist Nvidia aus den USA. An das Unternehmen heranzukommen, sei gar nicht so leicht gewesen, sagt Gl\u00f6cklhofer. Er habe einfach ein paar Telefonnummern im Konzern ausprobiert. So sei er an einen Nvidia-Manager in Frankreich geraten, der das Deutsche Museum aus seiner Jugend kannte und liebte. Und nach kurzer Zeit klappte es mit der F\u00f6rderung. Im Serverraum der Future Box arbeiten jetzt Nvidia-Chips f\u00fcr rund eine halbe Million Euro. Auch der Freistaat ist mit bei der Future Box mit engagiert. Rund 800.000 Euro war der Staatsregierung das Projekt wert. <\/p>\n<p>KI kommt aus Frankreich <\/p>\n<p>Hilfe war auch bei der Programmierung der k\u00fcnstlichen Intelligenz n\u00f6tig. Hier gab es Unterst\u00fctzung von Dassault Syst\u00e8mes, einem gro\u00dfen europ\u00e4ischen Software-Konzern. Das Unternehmen hat in M\u00fcnchen eine Niederlassung und kn\u00fcpft von hier aus Beziehungen zu Start-Ups und Konzernen in Bayern und dar\u00fcber hinaus. Dassault Syst\u00e8mes selbst ist unter anderem in der Programmierung von digitalen Zwillingen aktiv. In der Future Box ist ein solches Digital-Abbild eines menschlichen Herzens zu sehen. Mediziner k\u00f6nnen mit einer detaillierten Kopie, beispielsweise am Computer simulieren, wie die Operation bei einem Menschen mit einer bestimmten Herzerkrankung verlaufen m\u00fcsste. Und das soll nur eine von vielen Einsatzm\u00f6glichkeit f\u00fcr digitale Zwillinge sein.<\/p>\n<p>Neun Euro f\u00fcr eine Portion Zukunfts-Optimismus <\/p>\n<p>Die Future Box ist seit 17. M\u00e4rz 2025 im Forum der Zukunft auf der Museumsinsel. F\u00fcr die Besucher bleibt es erschwinglich, mit neun Euro regul\u00e4rem und f\u00fcnf Euro erm\u00e4\u00dfigtem Eintrittspreis. Zwei Runden gibt es t\u00e4glich, reserviert wird vorab online. Am Ende eines jeden Rundgangs gibt es eine Art virtuelles Lagerfeuer, bestehend aus orangefarbenen Lichtern, um das sich die Besucher setzten und ins Gespr\u00e4ch kommen k\u00f6nnen. Das klappe erstaunlich gut, berichtet Simon Gl\u00f6cklhofer nach den Erfahrungen mit den ersten Gruppen. Die Leute w\u00fcrden wirklich \u00fcber die Technik diskutieren. Gut m\u00f6glich, dass man nach eineinhalb Stunden wirklich optimistischer in die Zukunft blickt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist keine kleine Sache, Museumsbesuchern einen Quantencomputer n\u00e4her zu bringen. 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