{"id":227108,"date":"2025-06-28T22:38:14","date_gmt":"2025-06-28T22:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227108\/"},"modified":"2025-06-28T22:38:14","modified_gmt":"2025-06-28T22:38:14","slug":"hilfe-aus-russland-das-ist-aus-dem-kaputten-kriegsschiff-von-kim-jong-un-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227108\/","title":{"rendered":"Hilfe aus Russland: Das ist aus dem kaputten Kriegsschiff von Kim Jong Un geworden"},"content":{"rendered":"<p>                    Hilfe aus Russland<br \/>\n                Das ist aus dem kaputten Kriegsschiff von Kim Jong Un geworden<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Kevin Schulte<br \/>\n\t\t\t\t              28.06.2025, 20:01 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Das Verh\u00e4ltnis zwischen Russland und Nordkorea k\u00f6nnte derzeit besser nicht sein. Diktator Kim Jong Un unterst\u00fctzt die russische Armee in der Ukraine und erh\u00e4lt im Gegenzug wertvolle Milit\u00e4rtechnologie. Und Hilfe bei der Reparatur des neuesten Kriegsschiffs?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist der ganze Stolz der nordkoreanischen Marine: ein neues 5000 Tonnen schweres Kriegsschiff, das mit taktischen Atomraketen best\u00fcckt werden kann. Doch der Stapellauf am 21. Mai geht als <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Schwerer-Unfall-bei-Stapellauf-von-Zerstoerer-in-Nordkorea-article25784903.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">schwarzer Tag<\/a> in die Geschichte ein. Das Schiff der Choe-Hyon-Klasse &#8211; benannt nach einem ehemaligen Verteidigungsminister Nordkoreas- kippt unkontrolliert auf die Seite. Der Bug bleibt auf der Rampe stecken. <\/p>\n<p>&#8222;In der Regel ist ein seitlicher Start nur bei kleinen und mittelgro\u00dfen Schiffen anwendbar&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Nordkoreas-Staats-TV-verkuendet-schweren-Unfall-article25786995.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">analysiert<\/a> Milit\u00e4rexperte Yang Uk vom s\u00fcdkoreanischen Asan-Institut. &#8222;Dieser Zwischenfall ist vermutlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Nordkorea keine Erfahrung mit dem Stapellauf von Schiffen dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung hat.&#8220;<\/p>\n<p>Kim Jong Un erlebte die Schmach h\u00f6chstpers\u00f6nlich vor Ort. Das konnten selbst die zensierten Nachrichten in dem isolierten Land <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Nordkoreas-Staats-TV-verkuendet-schweren-Unfall-article25786995.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">nicht verbergen<\/a>. &#8222;Nachdem er den gesamten Verlauf beobachtet hatte, sagte der verehrte Genosse Kim Jong Un, dass es ein schwerer Unfall und eine kriminelle Handlung gewesen sei, die durch absolute Unachtsamkeit und Verantwortungslosigkeit verursacht worden sei&#8220;, hie\u00df es im Staatsfernsehen.<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend wurden einige Tage sp\u00e4ter Schuldige pr\u00e4sentiert: Kim lie\u00df drei leitende Werftarbeiter, darunter den Chefingenieur, <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Nordkorea-Festnahmen-nach-schwerem-Unfall-von-Kriegsschiff-article25791225.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">festnehmen.<\/a> Gut m\u00f6glich, dass den Inhaftierten Folter und sogar Hinrichtung drohen. <\/p>\n<p>Kriegsschiff an russischer Grenze repariert<\/p>\n<p>Mit etwas Versp\u00e4tung gelingt das Zu-Wasser-lassen doch noch. Das eingetretene Wasser wurde abgepumpt und das Schiff Anfang Juni nach dem Stapellauf-Ungl\u00fcck wieder aufgerichtet. Dann tauchte es pl\u00f6tzlich im Trockendock des Hafens von Raijin auf- in der Zwischenzeit haben sich mutma\u00dflich ausl\u00e4ndische Partner um das besch\u00e4digte Kriegsschiff gek\u00fcmmert und Nordkorea Hilfe geleistet. <\/p>\n<p>Raijin liegt hoch im Norden von Nordkorea, etwa 70 Kilometer n\u00f6rdlich von Chongqjin und innerhalb einer Sonderwirtschaftszone. Von hier aus sind es nur gut 30 Kilometer bis zur russischen Grenze. Deshalb gehen Analysten davon aus: Russland hat den nordkoreanischen Freunden bei der Schiffsreparatur geholfen. Und offenbar noch mehr als das.<\/p>\n<p>Wie das &#8222;Wall Street Journal&#8220; unter Berufung auf Marineanalysten <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/video\/they-float-but-can-they-sail-north-koreas-russian-inspired-warships\/AAEED260-C0DF-453A-8F14-B359B22F877C\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>, habe Nordkorea seine beiden neuesten Zerst\u00f6rer ohne ausl\u00e4ndische Hilfe gar nicht bauen k\u00f6nnen &#8211; das erste Schiff der neuen Choe-Hyon-Klasse hatte seinen Stapellauf Ende April ohne besondere Vorkommnisse absolviert. Demzufolge lassen beide Schiffe einen deutlich sichtbaren russischen Einfluss auf das Design erkennen. Vor allem die &#8222;charakteristische Bug- und Heckstruktur&#8220; sei von den Fregatten der russischen Admiral-Grigorowitsch-Klasse&#8220; kaum zu unterscheiden. Zudem seien die Rumpflinien und Profile an den seitlichen \u00dcberg\u00e4ngen identisch.<\/p>\n<p>Noch offensichtlicher wird der gro\u00dfe russische Einfluss beim Blick auf die Ausr\u00fcstung: Eines der beiden nordkoreanischen Kriegsschiffe sei h\u00f6chstwahrscheinlich mit dem Pantsir-M-System ausgestattet, einem russischen Luftabwehrsystem. Dieses System ist noch nie zuvor auf einem nicht-russischen Kriegsschiff installiert worden.<\/p>\n<p>Neun Millionen Artilleriegranaten aus Nordkorea<\/p>\n<p>Klar ist, dass Raijin ein &#8222;wichtiger Knotenpunkt&#8220; f\u00fcr das nordkoreanisch-russische Verh\u00e4ltnis ist. Pj\u00f6ngjang bem\u00fche sich, &#8222;die wirtschaftlichen und m\u00f6glicherweise auch milit\u00e4rischen Beziehungen zu Moskau zu vertiefen&#8220;, <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/06\/09\/asia\/damaged-north-korean-warship-drydock-satellite-images-intl-hnk-ml\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">sagte<\/a> Yu Jihoon, Direktor am Korea-Institut f\u00fcr Milit\u00e4ranalyse, im Interview mit CNN. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/AFP-20250609-49MT8ZT-v1-HighRes-NkoreaAccidentShip.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Mitte Juni in Chongjin: Das Ungl\u00fccksschiff steht f\u00fcr die Reparaturen wieder in einem Trockendock.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/AFP-20250609-49MT8ZT-v1-HighRes-NkoreaAccidentShip.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Mitte Juni in Chongjin: Das Ungl\u00fccksschiff steht f\u00fcr die Reparaturen wieder in einem Trockendock.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: AFP)<\/p>\n<p>Laut dem <a href=\"https:\/\/www.understandingwar.org\/backgrounder\/north-korea-joins-russias-war-against-ukraine-operational-and-strategic-implications\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Institut f\u00fcr Kriegsstudien (ISW)<\/a> werden von Raijin aus nordkoreanische Waffenlieferungen an den russischen Nachbarn nach Wladiwostok verschifft. Offizielle Angaben dazu gibt es nat\u00fcrlich nicht. Laut der internationalen Sanktionsbeobachtungsstelle <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/en\/newsroom\/news\/2719806-2719806\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Multilateral Sanctions Monitoring Team (MSMT<\/a>) hat Nordkorea allein im vergangenen Jahr neun Millionen Artilleriegranaten und mindestens 100 ballistische Raketen nach Russland exportiert.<\/p>\n<p>Moskau hat im Gegenzug Luftverteidigungsausr\u00fcstung, Flugabwehrraketen und elektronische Kampff\u00fchrungssysteme sowie raffiniertes \u00d6l nach Pj\u00f6ngjang geliefert. Erkenntnisse des ukrainischen Geheimdiensts weisen zudem darauf hin, dass Nordkorea und Russland vereinbart haben, auf nordkoreanischem Territorium iranische Shahed-Drohnen bauen zu lassen.<\/p>\n<p>Kim und Putin hatten voriges Jahr einen Vertrag \u00fcber eine strategische Partnerschaft beider Staaten unterschrieben &#8211; dieses Abkommen beinhaltet auch einen gemeinsamen Verteidigungspakt, der l\u00e4ngst Formen angenommen hat: Nordkorea schickt 1000 Pioniere, um Russland im Grenzgebiet Kursk zu unterst\u00fctzen. Die Soldaten sollen beim Wiederaufbau helfen &#8211; nach der ukrainischen Offensive in der Region.<\/p>\n<p>Zug- und Flugverkehr zwischen Moskau und Pj\u00f6ngjang<\/p>\n<p>Im Fokus der j\u00fcngsten Gespr\u00e4che zwischen und Diktator Kim Jong Un und Russlands Sicherheitsrat-Sekret\u00e4r Sergei Schoigu, dem ehemaligen Verteidigungsminister, stand auch die Wiederaufnahme des Flugbetriebs zwischen beiden L\u00e4ndern &#8211; nach 30 Jahren Pause. Bald sollen russische Touristen wieder mit dem Flugzeug ins isolierte Nordkorea gelangen. Mit der Bahn ist die Reise schon jetzt wieder m\u00f6glich: Seit letzter Woche gibt es wieder eine direkte Bahnverbindung von Moskau nach Pj\u00f6ngjang. Die Fahrt dauert fast neun komplette Tage. Zwei Fahrten pro Richtung pro Monat sind geplant.<\/p>\n<p>Und noch eine weitere Neuerung gibt es: Seit voriger Woche nimmt die russische Post wieder Sendungen nach Nordkorea an. Der Postverkehr war seit Corona ausgesetzt. Die Zustellung soll innerhalb von 15 Tagen erfolgen. Die Waren werden nach Wladiwostok gebracht und von dort aus per Flugzeug \u00fcber die Grenze transportiert. <\/p>\n<p>Russland und Nordkorea verstehen sich mittlerweile gl\u00e4nzend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hilfe aus Russland Das ist aus dem kaputten Kriegsschiff von Kim Jong Un geworden Von Kevin Schulte 28.06.2025,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":227109,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,7370,14,15,885,16,307,12,10,8,9,11,103,306,104],"class_list":{"0":"post-227108","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-kim-jong-un","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-nordkorea","13":"tag-politik","14":"tag-russland","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-welt","21":"tag-wladimir-putin","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/227108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=227108"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/227108\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/227109"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=227108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=227108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=227108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}