{"id":227203,"date":"2025-06-28T23:32:41","date_gmt":"2025-06-28T23:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227203\/"},"modified":"2025-06-28T23:32:41","modified_gmt":"2025-06-28T23:32:41","slug":"die-grosse-im-kunstpalast-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227203\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Grosse&#8220; im Kunstpalast D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Auch mit kleinem Geldbeutel. Anreiz auf den ersten Blick sind nicht nur die originellen Motive und Techniken in kleinen Rahmen, sondern auch die Preise: von 300 bis 1000\u2005Euro pro Exponat.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr \u00dcberraschung sorgt ein wandgro\u00dfer Teppich mit floralen Motiven aus B\u00fcttenpapier mit Zig-Tausenden von Mini-Emojis, die man nur mit Lupe erkennen kann. Die Kopie des angeblich teuersten antiken Teppichs der Welt sieht von Weitem verbl\u00fcffend echt aus. Vermutlich hat Mio Zajac ihn mit Hilfe von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) hergestellt. Kostenpunkt: 9500\u2005Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Daneben zahlreiche junge Wilde mit strahlender, zupackender Farbmalerei in Mega-Format, Portr\u00e4t-Fotografien und Bildnis-Gem\u00e4lden und eine Plexiglas-Installation von circa sechs Quadratmetern von Victoria Strecker: Geheimnisvolle Fabelwesen hat Strecker zwischen zwei Scheiben eingelassen (22\u2005000\u2005Euro).<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vielf\u00e4ltig und reichhaltig ist das Angebot bei der bundesweit einzigen Verkaufs-Ausstellung von K\u00fcnstlern, die bis 3.\u2005August im Kunstpalast und NRW-Forum zu sehen ist. Neben Malerei, Grafik und Bildhauerei sind wie in den letzten Jahren Fotografie und Videokunst stark vertreten. Nicht zu vergessen originelle Au\u00dfenskulpturen im Ehrenhof: Eine eckige R\u00f6hre mit farbigen Fensterscheiben und ein Berg von zig bemalten Gartenst\u00fchlen von Dirk Kr\u00fcll. Schon diese Objekte machen neugierig auf die Traditionsschau, die seit 1902 vom \u201eVerein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen\u201c organisiert und ausgerichtet wird \u2013 von K\u00fcnstlern, f\u00fcr K\u00fcnstler, finanziell gef\u00f6rdert von Stadt und Land. Einen Ankaufsetat von 80\u2005000\u2005Euro hat zudem nur die Stadt D\u00fcsseldorf garantiert. Das NRW-Kulturministerium indes wird in diesem Jahr erstmals keine junge Kunst mehr ankaufen \u2013 Auswirkungen der Sparma\u00dfnahmen, bedauert man in der NRW-Kunst-Zentrale in Kornelim\u00fcnster.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum zweiten Mal wird die \u201eGrosse\u201c (2024 mit 15\u2005000 Besuchern) geleitet von Kunstvermittler Emmanuel Mir, der der Verkaufsschau ein neues, klar gegliedertes Outfit verpasst. Besser zu \u00fcberschauen sind jetzt die Kunstwerke, die nach Themen, wie Architektur oder K\u00f6rper und nach Bereichen (Malerei etc.) geordnet sind. Die Jury des Vereins gab 107\u2005K\u00fcnstlerinnen und 70\u2005K\u00fcnstlern im Alter von 27 bis 88\u2005Jahren aus NRW den Zuschlag (beworben hatten sich 1300). Allein 90 stammen aus D\u00fcsseldorf. Einige studieren auch an der Kunsthochschule M\u00fcnster in der Klasse des renommierten Malers Cornelius V\u00f6lker.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den K\u00fcnstler-Preis erh\u00e4lt Birgit Jensen, die mit Siebdrucktechnik nicht (wie Andy Warhol) unendlich viele Abz\u00fcge reproduzieren will, sondern \u201enur\u201c ein Unikat herstellt. Landschafts-Gem\u00e4lde, die wie unter einer silbrigen Folie unwirklich gl\u00e4nzen und an asiatische Grafiken erinnern. B\u00e4ume ragen wie Balken in die Szene \u2013 betrachtet vom rechtsrheinischen Ufer mit Blick auf Niederrhein-Idylle. Titel \u201eParadise Beach\u201c, ein Touch von Hollywood.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zudem legt Jensen eine Sonder-Edition von Rhein-Idyllen in Abend-D\u00e4mmerung vor, meist mit gl\u00fchendem Mond (pro Blatt: 1200 Euro). \u201eSie war dran\u201c, schmunzelt Jury-Vorsitzender Mir \u00fcber Birgit Jensen (Jahrgang 1957), die seit Jahrzehnten nicht nur in D\u00fcsseldorf wegen ihrer gediegenen, exotisch wirkenden Mischung aus Malerei und Grafik bekannt ist. Der Preis besteht neben Sonderschau aus 7500\u2005Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die gleiche Summe erh\u00e4lt Laura Knaps Loos als F\u00f6rderpreistr\u00e4gerin der K\u00fcnstler. Die 1991 in Essen geborene Loos bedruckt Tapeten mit tausendfach reproduzierten Motiven oder bemalt Fliesen mit Frauen-Figuren und tanzenden M\u00e4dchen wie im Art D\u00e9co. Oder sie tr\u00e4gt Ornamente auf Wolle-Acryl-Gemische auf, die sie als Schals verkauft. Techniken und Verfahren, die lange als unk\u00fcnstlerisch galten und nicht weit von Kunsthandwerk entfernt sind. Teppiche und Strickwerk von einer Strickmaschine, dann Gebilde aus Kacheln mit Holzschnitt-Motiven, die gut in ein Badezimmer passen w\u00fcrden. Erstaunlich leicht \u201ewechselt Loos von einem Werkzeug zum anderen und behandelt freie und angewandte Kunst gleichwertig\u201c, so Mir \u00fcber die Jury-Entscheidung f\u00fcr eine Au\u00dfenseiterin auf dem reinen Kunstmarkt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Fotografie ist mit einigen interessanten Positionen gut vertreten, etwa mit den surrealen Architektur-Studien in Schwarz-Wei\u00df mit d\u00e4nischen H\u00e4usern mitten in den Alpen von Am\u00e9d\u00e9 Ackermann, den Dokumentarbildern von Cihan Cakmak oder den Stillleben von Evangelos Koukouwitakis: Wie altmeisterliche Gem\u00e4lde wirken seine \u201eNatura morte\u201c-Motive. Die edlen Rahmen unterstreichen noch den gediegenen Teil.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gegenst\u00e4ndliche und abstrakte Malerei macht den L\u00f6wenanteil aus. \u201eThe end of the World\u201c nannte Max Pimpernelli sein Riesenformat mit kr\u00e4ftigen Farbkontrasten und heftiger Bewegung. Der talentierte Akademie-Meistersch\u00fcler, der mit seiner zupackenden Art bereits Kunstpreise gewann, schied vor einigen Monaten pl\u00f6tzlich aus dem Leben. Und erfuhr nicht mehr, dass die Jury seine Arbeit ausgew\u00e4hlt hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auch mit kleinem Geldbeutel. 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