{"id":227345,"date":"2025-06-29T00:55:40","date_gmt":"2025-06-29T00:55:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227345\/"},"modified":"2025-06-29T00:55:40","modified_gmt":"2025-06-29T00:55:40","slug":"wohnraum-in-duesseldorf-marktanteil-der-kleinvermieter-sinkt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227345\/","title":{"rendered":"Wohnraum in D\u00fcsseldorf: Marktanteil der Kleinvermieter sinkt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Immer mehr Kleinvermieter in der Landeshauptstadt verlieren anscheinend die Lust am Vermieten. So l\u00e4sst sich das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) K\u00f6ln zusammenfassen. Die Studie wurde von Haus und Grund D\u00fcsseldorf und Umgebung gemeinsam mit dem K\u00f6lner Haus- und Grundbesitzerverein in Auftrag gegeben. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Rund 350.000 Wohnungen gibt es in der Landeshauptstadt. Der Mietwohnungsmarkt spielt in D\u00fcsseldorf dabei eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Rolle als Eigentum \u2013 mit einem Anteil von 78,9 Prozent. Und: Rund 64 Prozent der Mietwohnungen werden von privaten Kleinvermietern angeboten, also nicht von Investoren und privatwirtschaftlichen Wohnungsunternehmen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch ihr Marktanteil schrumpft, in D\u00fcsseldorf zwischen 2011 und 2022 mit 6,7 Prozent deutlich st\u00e4rker als im bundesweiten Durchschnitt. Deutschlandweit betr\u00e4gt der R\u00fcckgang vergleichsweise moderate 1,5 Prozent. Laut IW-Studie wird diese Verschiebung besonders durch einen wachsenden Marktanteil privatwirtschaftlicher Anbieter kompensiert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das gilt f\u00fcr D\u00fcsseldorf besonders, denn die Studienautoren kommen zu dem Ergebnis, dass der Marktanteil anderer Anbieterformen wie genossenschaftlichem Wohnen oder von \u00f6ffentlichen Wohnungsunternehmen \u201eauffallend gering\u201c sei. In D\u00fcsseldorf betrage dieser 10,9 Prozent des Mietwohnungsmarkts \u2013 und ist damit seit 2011 um 2,6 Prozentpunkte gesunken. Zum Vergleich: In K\u00f6ln betr\u00e4gt der Anteil genossenschaftlicher und \u00e4hnlicher Anbieter 22,6 Prozent, in den sieben gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten durchschnittlich 31,5 Prozent.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Johann Werner Fliescher, Vorstand von Haus und Grund in D\u00fcsseldorf, ist die Verschiebung auf dem Markt ein Problem \u2013 f\u00fcr Vermieter und Mieter. Das sehe man unter anderem daran, dass der Marktanteil privater Kleinvermieter in anderen Gro\u00dfst\u00e4dten wie Berlin und Hamburg geringer sei \u2013 dort die Mieten in den vergangenen Jahren aber st\u00e4rker gestiegen seien als in D\u00fcsseldorf. \u201eKleinvermieter sind nicht renditegetrieben\u201c, so Fliescher, \u201esondern empfinden sich mehr als Teil der Gesellschaft und passen Mieten nicht so an, wie sie es k\u00f6nnten.\u201c Er wolle Investoren damit nicht verteufeln \u2013 auch die brauche es. Doch es ben\u00f6tige eine gute Mischung auf dem Markt, die D\u00fcsseldorf derzeit noch habe. \u201eWichtig ist, dass die Leute nicht den Spa\u00df am Vermieten verlieren\u201c, so der Haus- und-Grund-Chef.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das passiert demnach aber. Dem widerspreche auch nicht eine weitere Erkenntnis der IW-Studie: die absolute Zahl privater Kleinvermieter stieg in D\u00fcsseldorf von 2011 bis 2022 \u2013 um 14.700. Allerdings: die durchschnittliche Wohnungszahl pro Vermieter sank in dem Zeitraum demnach von 5,5 auf 3,7. Das sei ein Zeichen einer strukturellen Verschiebung, so Fliescher.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind demnach recht vielf\u00e4ltig. Zun\u00e4chst einmal w\u00fcrden private Kleinvermieter \u201ekeine Reicht\u00fcmer\u201c erwirtschaften. 5465 Euro betragen die j\u00e4hrlichen Nettoeink\u00fcnfte demnach im Durchschnitt. Trotz steigender Immobilienwerte bleibe die Eigenkapitalrendite demnach unterdurchschnittlich, \u201esodass andere Anlageoptionen an Attraktivit\u00e4t gewinnen\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wer sich noch nicht daf\u00fcr entschieden hat, sein Geld lieber anderweitig zu investieren, habe laut Fliescher vor allem mit der B\u00fcrokratie zu k\u00e4mpfen. Dabei gehe es besonders um \u201e\u00fcberzogene bauliche Auflagen\u201c bei Nachverdichtungen, dem Dachausbau oder der Aufstockung von Bestandsgeb\u00e4uden. Als Beispiele nennt er bestimmte Brandschutzvorgaben oder solche zur Barrierefreiheit. Auch verhindere beispielsweise die Stellplatzpflicht selbst bei kleinteiligem Ausbau g\u00fcnstige Wohnungen. Zudem schreckten auch regulatorische Ma\u00dfnahmen wie Soziale Erhaltungssatzungen davon ab, weiter zu vermieten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr D\u00fcsseldorf fordert Haus und Grund deshalb einige Ma\u00dfnahmen, die den Markt f\u00fcr private Kleinvermieter attraktiv halten sollen, darunter Vereinfachungen bei Modernisierungen und Sanierungen, \u201einsbesondere bei energetischer Ert\u00fcchtigung\u201c. Au\u00dferdem m\u00fcssten beispielsweise gezielte Beratungsangebote und F\u00f6rdermittel f\u00fcr private Kleinvermieter zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Immer mehr Kleinvermieter in der Landeshauptstadt verlieren anscheinend die Lust am Vermieten. 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