{"id":227850,"date":"2025-06-29T05:56:09","date_gmt":"2025-06-29T05:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227850\/"},"modified":"2025-06-29T05:56:09","modified_gmt":"2025-06-29T05:56:09","slug":"wir-zahlen-mit-inflation-putin-will-ruestungsausgaben-senken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/227850\/","title":{"rendered":"&#8222;Wir zahlen mit Inflation&#8220;: Putin will R\u00fcstungsausgaben senken"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Das ist das erste Mal, dass Putin den Schaden benennt, den die Milit\u00e4rausgaben der Wirtschaft zuf\u00fcgen&#8220;, wunderte sich einer <a href=\"https:\/\/t.me\/s\/neoreshkins\">der russischen Polit-Blogger<\/a> [externer Link] \u00fcber eine aufsehenerregende \u00c4u\u00dferung des Kremlchefs. <\/p>\n<p>Putin hatte auf einer <a href=\"http:\/\/www.kremlin.ru\/events\/president\/news\/77316\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressekonferenz im belarussischen Minsk<\/a> [externer Link] die derzeitigen russischen Milit\u00e4rausgaben auf 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beziffert oder umgerechnet rund 15 Milliarden Euro j\u00e4hrlich &#8211; Zahlen, die nach Meinung von <a href=\"https:\/\/t.me\/s\/beregofic\">innerrussischen Kritikern<\/a> [externer Link] h\u00f6chst zweifelhaft sind und als &#8222;Propaganda-Sammelsurium&#8220; bezeichnet wurden.<\/p>\n<p>&#8222;Wir planen, Ausgaben zu senken&#8220; <\/p>\n<p>W\u00f6rtlich fragte Putin sich und seine Zuh\u00f6rer: &#8222;Ist das viel oder wenig? Ziemlich viel. Wir haben daf\u00fcr mit der Inflation bezahlt. Aber wir k\u00e4mpfen derzeit gegen diese Inflation.&#8220; <\/p>\n<p>Russland habe vor, seine Verteidigungsausgaben in den kommenden drei Jahren zu reduzieren, so der Pr\u00e4sident: &#8222;Ja, wir wollen die spezielle Milit\u00e4roperation mit dem gew\u00fcnschten Ergebnis abschlie\u00dfen. Nat\u00fcrlich. Genau darauf setzen wir, und nicht auf aggressive Pl\u00e4ne gegen\u00fcber Europa und den NATO-Staaten. Wir planen, die Ausgaben zu senken, und sie planen, sie zu erh\u00f6hen. Wer verh\u00e4lt sich also aggressiv?&#8220;<\/p>\n<p>Putin k\u00f6nne vier Gr\u00fcnde f\u00fcr seine Bemerkung haben, spekuliert der erw\u00e4hnte Blogger: Er habe eingesehen, dass Russland bei einem Wettr\u00fcsten mit dem Westen unterlegen sei, die russischen Oligarchen h\u00e4tten Alarm geschlagen, weil der Wirtschaft eine Rezession drohe, er wolle m\u00f6glicherweise Trump schmeicheln oder schlicht Desinformation verbreiten. Wom\u00f6glich sei es auch eine Kombination aus den genannten Motiven. <\/p>\n<p>&#8222;Eingest\u00e4ndnis ist bemerkenswert&#8220;<\/p>\n<p>Im Umlauf ist ein weiterer denkbarer Grund f\u00fcr Putins m\u00f6glichen Tritt auf die Ausgabenbremse. Demnach will die russische Zentralbank die hohen Zinsen nur senken, wenn es sp\u00fcrbare K\u00fcrzungen im Staatshaushalt bzw. Steuererh\u00f6hungen gibt. Ansonsten sei die Inflation nicht in den Griff zu bekommen.<\/p>\n<p>&#8222;Im heutigen Russland kann nur Putin die H\u00f6he der Verteidigungsausgaben benennen und behaupten, sie seien hoch&#8220;, <a href=\"https:\/\/t.me\/s\/bovtznaet\">so Politologe Georgi Bovt<\/a> [externer Link]: &#8222;Daher ist dieses Eingest\u00e4ndnis nat\u00fcrlich bemerkenswert. Gleichzeitig m\u00fcssen wir abwarten, wie das Versprechen zur Reduzierung der Verteidigungsausgaben umgesetzt wird, da die Sonderoperation noch nicht abgeschlossen ist und nicht alle Aufgaben erf\u00fcllt sind. Er hat nicht gesagt, wann die K\u00fcrzungen erfolgen werden.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Innere Stabilit\u00e4t der Regierung beeintr\u00e4chtigt&#8220;<\/p>\n<p>Deutlicher wurde ein weiterer <a href=\"https:\/\/t.me\/s\/kritiknewsfeed\">Beobachter mit 121.000 Fans<\/a> [externer Link]: &#8222;Dieses Eingest\u00e4ndnis unterstreicht das Wesentliche: Der langwierige Krieg gegen die Ukraine beginnt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die innere Stabilit\u00e4t der Regierung zu beeintr\u00e4chtigen.&#8220; Der Kreml drohe die Kontrolle \u00fcber die Finanzen zu verlieren und werde den &#8222;G\u00fcrtel enger schnallen&#8220; m\u00fcssen, wenn der Krieg noch l\u00e4nger fortgesetzt werde.<\/p>\n<p>Wirtschaftsexperte erwartet W\u00e4hrungsreform<\/p>\n<p>Der vom Kreml als &#8222;ausl\u00e4ndischer Agent&#8220; gebrandmarkte Wirtschaftsfachmann Igor Lipsitz <a href=\"https:\/\/www.moscowtimes.ru\/2025\/06\/28\/putin-pozdravil-sina-kadirova-so-svadboi-posle-izbieniya-chechenskimi-silovikam-voennogo-politseiskogo-v-belgorodskoi-oblasti-a167370\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zeigte sich pessimistisch<\/a> [externer Link], was Russlands Perspektiven betrifft: &#8222;Krieg erzeugt immer Inflation, und nach seinem Ende ist es immer schwierig, das Verh\u00e4ltnis zwischen Geld- und Warenmenge in der Wirtschaft zu normalisieren. Daher ist nach einem Krieg in der Regel eine W\u00e4hrungsreform notwendig, wie sie in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und der UdSSR nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchgef\u00fchrt wurde.&#8220; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Das ist das erste Mal, dass Putin den Schaden benennt, den die Milit\u00e4rausgaben der Wirtschaft zuf\u00fcgen&#8220;, wunderte sich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":227851,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,5020,308,14,15,4043,4044,850,307,12,317,1712,306],"class_list":{"0":"post-227850","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-kreml","12":"tag-moskau","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-russia","16":"tag-russian-federation","17":"tag-russische-foederation","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ukraine","21":"tag-ukraine-krieg","22":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114765115367425054","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/227850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=227850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/227850\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/227851"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=227850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=227850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=227850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}