{"id":228395,"date":"2025-06-29T10:58:09","date_gmt":"2025-06-29T10:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/228395\/"},"modified":"2025-06-29T10:58:09","modified_gmt":"2025-06-29T10:58:09","slug":"iran-koennte-laut-iaea-bald-wieder-uran-anreichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/228395\/","title":{"rendered":"Iran k\u00f6nnte laut IAEA bald wieder Uran anreichern"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.06.2025 12:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Chef der Internationalen Atomenergie-Agentur, Grossi, geht davon aus, dass der Iran nach den Angriffen bald wieder in der Lage sein wird, Uran anzureichern. Der Streit um eine Fortf\u00fchrung der Kontrollbesuche geht weiter.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran k\u00f6nnte die Islamische Republik nach Einsch\u00e4tzung der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) bereits in einigen Monaten wieder mit der Anreicherung von Uran beginnen. Das iranische Atomprogramm sei nicht v\u00f6llig zerst\u00f6rt worden, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi laut einem Transkript am Freitag in einem Interview mit dem US-Sender CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Die Iraner k\u00f6nnten &#8222;binnen Monaten&#8220; oder sogar &#8222;weniger&#8220; wieder mit einigen Kaskaden von Zentrifugen Uran anreichern, sagte Grossi.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAbgesehen davon sei unbekannt, was nach den Bombardements aus den sch\u00e4tzungsweise gut 408 Kilogramm Uran geworden sei, die der Iran bereits auf einen hohen Grad von 60 Prozent angereichert hatte. &#8222;Wir wissen nicht, wo dieses Material sein k\u00f6nnte&#8220;, r\u00e4umte der IAEA-Chef ein. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wissen\/forschung\/uran-anreicherung-100.html\" title=\"Urananreicherung im Iran: &quot;Von 60 auf 90 Prozent ist es nur ein Katzensprung&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiter angereichert auf 90 Prozent <\/a>w\u00fcrde dieses Uran f\u00fcr mindestens neun Atombomben reichen. Ein Teil davon sei wom\u00f6glich bei den Angriffen zerst\u00f6rt worden, &#8222;aber etwas davon k\u00f6nnte fortgebracht worden sein&#8220;, sagte Grossi. Der Verbleib des atomaren Materials m\u00fcsse noch gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>    IAEA beharrt auf weiteren Kontrollen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls Reaktion auf die Angriffe auf die Atomanlagen hatte Irans Parlament zuletzt f\u00fcr eine Aussetzung der Zusammenarbeit mit der IAEA gestimmt, bis die &#8222;Sicherheit&#8220; der nuklearen Anlagen gew\u00e4hrleistet ist. Die IAEA stemmt sich gegen die Aussetzung ihrer Kontrollen. In einem Lagebericht betonte Grossi, dass die Inspektionen fortgesetzt werden m\u00fcssten. Das sei laut einem Vertrag zwischen seiner Organisation und dem Iran vorgeschrieben. Auch US-Au\u00dfenminister Marco Rubio sprach sich f\u00fcr einen Besuch von IAEA-Inspektoren im Iran aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael hatte am 13. Juni einen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-iran-angriff-104.html\" title=\"Was \u00fcber Israels Angriff auf den Iran bekannt ist\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfangriff auf den Iran<\/a> gestartet und dies mit dem fortgeschrittenen iranischen Atom- und Raketenprogramm begr\u00fcndet. Die USA griffen schlie\u00dflich vor einer Woche in den Krieg zwischen Israel und dem Iran ein und bombardierten die iranischen Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan. Es ist umstritten, wie schwer das iranische Atomprogramm getroffen wurde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Medien hatten unter Berufung auf einen vorl\u00e4ufigen Geheimdienst-Bericht berichtet, die Angriffe h\u00e4tten das iranische Atomprogramm nur um einige Monate zur\u00fcckgeworfen, und die iranischen Zentrifugen sowie die Vorr\u00e4te an angereichertem Uran seien nicht vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. US-Pr\u00e4sident Donald Trump behauptet hingegen, das iranische Atomprogramm sei um &#8222;Jahrzehnte&#8220; zur\u00fcckgeworfen worden.<\/p>\n<p>    Grossi Drohungen ausgesetzt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnterdessen erkl\u00e4rte das argentinische Au\u00dfenministerium auf X, es unterst\u00fctze Grossi und verurteile kategorisch die vom Iran gegen ihn ausgesprochenen Drohungen. Argentinien ist das Heimatland Grossis. Es rief die iranischen Beh\u00f6rden zudem dazu auf, die Sicherheit von Grossis und dessen Mitarbeitern zu garantieren und &#8222;von jedweder Handlung Abstand zu nehmen&#8220;, die das IAEA-Team gef\u00e4hrden k\u00f6nnten. Zur Art der angeblichen Drohungen \u00e4u\u00dferte sich das Ministerium nicht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIrans Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi hatte Grossi am Freitag &#8222;b\u00f6swillige Absichten&#8220; vorgeworfen. Teheran kritisierte die IAEA daf\u00fcr, die israelischen und US-Angriffe auf die iranischen Atomanlagen nicht verurteilt zu haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie iranische Tageszeitung Kayhan hatte die Todesstrafe f\u00fcr Grossi gefordert und das mit der Behauptung begr\u00fcndet, Grossi habe &#8222;f\u00fcr Israel spioniert&#8220;. Dazu schrien Rubio auf X, die Forderungen nach &#8222;Verhaftung und Hinrichtung&#8220; seien &#8222;inakzeptabel und m\u00fcssen verurteilt werden&#8220;. Die Zeitung wird im Land als staatliches Propagandablatt eingestuft. Ihr Herausgeber Hussein Schariatmadari gilt als radikaler Islamist.<\/p>\n<p>    Dobrindt in Israel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer deutsche Innenminister Alexander Dobrindt \u00e4u\u00dferte bei einem Besuch in Israel klare Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Angriffe Israels auf das iranische Atomprogramm. &#8222;Der Iran destabilisiert seit Jahren, seit Jahrzehnten, muss man sagen, diese Region mit seiner Unterst\u00fctzung der Terrorgruppen im Norden, im S\u00fcden, im Osten von Israel.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDobrindt sagte, das iranische Atomprogramm sei &#8222;eine reale Bedrohung f\u00fcr das Existenzrecht Israels, aber auch eine Bedrohung f\u00fcr weit dar\u00fcber hinaus, auch eine Bedrohung f\u00fcr Europa&#8220;. Daher sei es &#8222;nachvollziehbar und richtig, dieses Nuklearprogramm zu zerst\u00f6ren&#8220;. Dobrindt sprach auch von einem klaren Signal &#8222;an den Iran, dass es Israel, dass es USA, dass es die weiteren Unterst\u00fctzer, wie auch Deutschland, nicht akzeptieren k\u00f6nnen, dass der Iran weiter an einer Atombombe forscht und baut&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.06.2025 12:10 Uhr Der Chef der Internationalen Atomenergie-Agentur, Grossi, geht davon aus, dass der Iran nach den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":228396,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[56830,13,345,411,14,15,12,10,8,9,11,18862,103,104],"class_list":{"0":"post-228395","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-grossi","9":"tag-headlines","10":"tag-iran","11":"tag-israel","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-urananreicherung","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114766302765905328","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/228395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=228395"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/228395\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/228396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=228395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=228395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=228395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}