{"id":229051,"date":"2025-06-29T16:45:10","date_gmt":"2025-06-29T16:45:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/229051\/"},"modified":"2025-06-29T16:45:10","modified_gmt":"2025-06-29T16:45:10","slug":"g7-unterstuetzen-ausnahme-fuer-us-konzerne-bei-globaler-mindeststeuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/229051\/","title":{"rendered":"G7 unterst\u00fctzen Ausnahme f\u00fcr US-Konzerne bei globaler Mindeststeuer"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.06.2025 17:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Ein globales Abkommen sieht eigentlich eine Mindeststeuer f\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen vor. US-Pr\u00e4sident Trump wollte das f\u00fcr Konzerne aus den USA aber nicht gelten lassen. Um Streit zu vermeiden, unterst\u00fctzen die G7 nun einen Kompromiss.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie G7-Staaten haben sich bereit erkl\u00e4rt, gro\u00dfe US-Konzerne von der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/multinationale-konzerne-steuern-schlupfloecher-101.html\" title=\"Wie weit ist das Projekt einer globalen Mindeststeuer?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">globalen Mindeststeuer<\/a> auszunehmen. Wie die kanadische Regierung, die derzeit den Vorsitz der Gruppe der sieben gro\u00dfen westlichen Industriestaaten innehat, mitteilte, sollen die Gewinne von US-Firmen im In- und Ausland nur in den USA versteuert werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDieser Kompromiss mache es m\u00f6glich, &#8222;dass wir den Kampf gegen Steueroasen, Steuerflucht und Steuerdumping jetzt weiter vorantreiben k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD).<\/p>\n<p>    Steuervermeidung soll verhindert werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf Initiative der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatten sich 2021 insgesamt fast 140 L\u00e4nder auf eine Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung verst\u00e4ndigt. Zum einen sollen k\u00fcnftig Ums\u00e4tze in den L\u00e4ndern besteuert werden, in denen die Unternehmen sie erzielen. Zum anderen wurde ein globaler Mindeststeuersatz von 15 Prozent f\u00fcr gro\u00dfe Konzerne vereinbart. Damit soll ein Wettlauf zwischen Staaten um die niedrigste Unternehmenssteuer beendet und der Steuervermeidung gro\u00dfer Konzerne ein Riegel vorgeschoben werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach seinem Amtsantritt hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump die Vereinbarung f\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen in den USA jedoch f\u00fcr unwirksam erkl\u00e4rt. Das Wei\u00dfe Haus sieht das globale Steuerabkommen als unzul\u00e4ssigen Eingriff in die nationale Hoheit \u00fcber Finanzen und Steuern.<\/p>\n<p>    OECD muss Regelwerk nun anpassen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrumps Finanzminister Scott Bessent verk\u00fcndete am Donnerstag, eine &#8222;gemeinsame \u00dcbereinkunft der G7-Staaten zur Verteidigung amerikanischer Interessen&#8220; anzustreben. Im Gegenzug forderte Bessent den US-Kongress auf, die sogenannte Rache-Steuer aus dem von Trump &#8222;Big Beautiful Bill&#8220; getauften Haushaltsgesetz zu streichen. Sie sollte es der US-Regierung erm\u00f6glichen, Unternehmen und Investoren aus L\u00e4ndern mit &#8222;unfairen&#8220; Steuern f\u00fcr US-Konzerne mit zus\u00e4tzlichen Abgaben zu belegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer G7-Vorsitz best\u00e4tigte, dass die Einigung teilweise auf &#8222;k\u00fcrzlich vorgeschlagene \u00c4nderungen&#8220; im US-Steuersystem zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. Trumps Haushaltsgesetz wurde bereits vom Repr\u00e4sentantenhaus beschlossen und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-steuergesetz-100.html\" title=\"Trump k\u00e4mpft f\u00fcr sein Gesetzespaket &quot;Big Beautiful Bill&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">liegt nun beim Senat<\/a>. Die &#8222;Rache-Steuer&#8220; war auch in den USA umstritten, weil bef\u00fcrchtet wurde, dass sie ausl\u00e4ndische Unternehmen von Investitionen in den USA abhalten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>    Klingbeil mit Ergebnis zufrieden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundesfinanzminister Klingbeil bewertete die G7-Einigung dennoch positiv. &#8222;Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern erreicht, dass die USA bei der globalen Mindestbesteuerung nicht im Weg stehen&#8220;, erkl\u00e4rte er. Dadurch, dass dort geplante Strafma\u00dfnahmen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren nun vom Tisch seien, &#8222;k\u00f6nnen OECD- und US-Mindeststeuern nebeneinander bestehen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUm die G7-Vereinbarung umzusetzen, muss noch die OECD ihr Regelwerk zur globalen Mindeststeuer anpassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.06.2025 17:54 Uhr Ein globales Abkommen sieht eigentlich eine Mindeststeuer f\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen vor. 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