{"id":229238,"date":"2025-06-29T18:33:14","date_gmt":"2025-06-29T18:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/229238\/"},"modified":"2025-06-29T18:33:14","modified_gmt":"2025-06-29T18:33:14","slug":"dok-leipzig-sommerkino-kreuzer-online-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/229238\/","title":{"rendered":"DOK Leipzig Sommerkino \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>\u200bDok-Fans m\u00fcssen nicht bis zum Herbst warten: Wie in jedem Sommer pr\u00e4sentiert das Dok Leipzig auch in diesem eine Auswahl aus dem letztj\u00e4hrigen Programm in den Open Airs. Am 26.6. ging es los mit \u00bbSabbath Queen\u00ab\u00fcber die\u00a0queeren Aktivisten Amichai Lau-Lavie aus Israel. Am 10.7. steht der Hip-Hop-Nachwuchs in \u00bbSisterqueens\u00ab auf dem Programm. Die \u00bbBalomania\u00ab hebt am 24.7. aus den brasilianischen Favelas ab und am 7.8. geht es nach Georgien mit \u00bbBlueberry Dreams\u00ab.<\/p>\n<p>10.7 21:45 Uhr, 2cl Sommerkino (OmeU), 24.7., 22 Uhr Sommerkino Plagwitzer Markthalle, 7.8.,21:30 Uhr Sommerkino Plagwitzer Markthalle\u200b<\/p>\n<p><strong>Film der Woche: <\/strong>1972 war ein Jahr des Umbruchs in den Vereinigten Staaten. Die politische Stimmung war auf dem Siedepunkt. Der Protest entlud sich auf der Stra\u00dfe in blutigen Schlachten zwischen der Polizei und Demonstranten. Die Politik von Pr\u00e4sident Richard Nixon wurde zunehmend radikaler. Parallel wurde die Musik von John Lennon immer politischer. Nach der Trennung der Beatles war Lennon die vielleicht prominenteste Person auf dem Planeten. Die Stimmung in England wurde zunehmend feindseliger. Er floh mit Yoko Ono nach New York und ver\u00f6ffentliche mit \u00bbSome Time in New York City\u00ab ein Album mit Protestsongs, trat f\u00fcr Frauenrechte ein und gegen Rassismus und den Krieg in Vietnam. Diese Zeit in der Zwei-Zimmer-Wohnung in Greenwich Village ver\u00e4nderte die Sicht des Musikers. Sie m\u00fcndete im Auftritt beim \u00bbOne to One\u00ab-Benefizkonzert im Madison Square Garden. Der schottische Filmemacher Kevin Macdonald (\u00bbDer letzte K\u00f6nig von Schottland\u00ab) f\u00f6rderte bisher ungesehenes Material aus den Archiven, kombinierte private Videos und Tonmitschnitte der Telefonate, in denen John und Yoko Mitstreiter mobilisieren und ihre Aktionen koordinieren, mit Werbeclips und Nachrichtenmeldungen \u2013 ohne unn\u00f6tigen Kommentar oder Betrachtungen aus der Gegenwart. F\u00fcr 100 Minuten macht \u00bbOne to One: John &amp; Yoko\u00ab die Stimmung jener Zeit sp\u00fcrbar. Mit der exzellenten Montage von Sam Rice-Edwards entsteht ein Flow. Die Vergangenheit wird lebendig. Erg\u00e4nzt wird das Material mit besonderen Momenten des Konzerts. Es sollte die einzige Live-Show von John und Yoko bleiben. LARS TUN\u00c7AY<\/p>\n<p>\u00bbOne to One: John &amp; Yoko\u00ab: ab 26.6., Passage-Kinos, Kinobar Prager Fr\u00fchling, Regina-Palast<\/p>\n<\/p>\n<p>Dass es Frauenfu\u00dfball immer noch schwer hat, erkennt man etwa an den geistarmen Kommentaren in diversen Foren. Fr\u00fcher war alles sogar noch schlimmer. \u00bbCopa 1971\u00ab beleuchtet den Kampf der Frauen am Ball gegen Verb\u00e4nde, Vorurteile und ein patriarchalisches System, das die sch\u00f6nste Nebensache der Welt nur f\u00fcr sich reklamiert. Im Fokus: Das von der FIFA damals als \u00bbSchande\u00ab bezeichnete und nicht offiziell als Weltmeisterschaft anerkannte Turnier in Mexiko mit sechs (Mann-)\/Frauschaften \u2013 und das trotz Zuschauerzahlen von rund 100.000 Fans, bei einem Spiel wohlgemerkt. Die Doku l\u00e4sst damalige Nationalspielerinnen erz\u00e4hlen: Etwa die Mexikanerin Silvia, die von ihrem Vater geschlagen wurde, wenn sie vom Kicken kam und die Engl\u00e4nderin Carol, die von ihren Spielen sechs Zuschauer gewohnt war. Ein deutsches Team war nicht dabei. Garniert wird die Doku mit Archivmaterial und teils kuriosen Originalkommentaren des Turniers sowie einordnenden Experten. Trotz des Erfolgs des au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Wettbewerbs geht es f\u00fcr den Frauenfu\u00dfball in manchen L\u00e4ndern sogar weiter bergab, in England wird die Kapit\u00e4nin der Nationalelf bei einem Vereins-Event gedem\u00fctigt und das Team kann emotional rund 50 Jahre nicht \u00fcber das historische Ereignis reden. \u00bbCopa 71\u00ab ist nicht nur ein Film \u00fcber ein offensives und historisch kaum beachtetes Sportgeschehen, sondern auch \u00fcber den Geschlechter-Zweikampf um Recht, Macht und Identit\u00e4t, der leider in die Verl\u00e4ngerung geht. MARKUS G\u00c4RTNER<\/p>\n<p>\u00bbCopa 71\u00ab: ab 26.6., Kinobar Prager Fr\u00fchling, Passage-Kinos<\/p>\n<\/p>\n<p>In den sp\u00e4ten 1970er Jahren finden sich der italienische Self-Made-Man Riccardo Schicchi und das ungarische Model Ilona Staller alias \u00abCicciolina\u00ab. Die beiden revolutionieren mit ihrem amoralischen Ansatz zun\u00e4chst mit erotischen Fotografien, sp\u00e4ter mit Porno-Filmen, die gesellschaftliche Einstellung gegen\u00fcber erotischen Darstellungen, erst in Italien und kurze Zeit sp\u00e4ter weltweit. Unter dem Namen \u00bbDiva Futura\u00ab gr\u00fcnden die beiden eine Modelagentur, einen Nachtclub und ein Pornolabel, in dem sp\u00e4ter auch Moana Pozzi und Schicchis gro\u00dfe Liebe Eva Henger zu Pornoqueens aufgebaut werden. Trotz des immensen Erfolgs ist das Unternehmen auch immer wieder von R\u00fcckschl\u00e4gen betroffen, sei es durch neidische Mitmenschen oder Krankheiten. Mit der Verfilmung der Geschichte vom Aufstieg und Fall von \u00bbDiva Futura\u00ab hat die Schauspielerin Giulia Louise Steigerwalt nach ihrem preisgekr\u00f6nten Regiedeb\u00fct \u00bbSettembre\u00ab ihren zweiten Spielfilm realisiert. Dieser beruht auf den autobiografischen Erinnerungen von Schicchis Sekret\u00e4rin Debora Attanasio, die ihre Zeit in der Pornobranche als die sch\u00f6nsten Jahre ihres Lebens beschrieb, weil das Label Kunst und Erotik mit Herz produzieren wollte. Dass Steigerwalt im Film munter zwischen den Zeiten hin- und herspringt, macht es einem Publikum ohne Vorkenntnisse etwas schwer, den komplexen Verwicklungen immer sofort folgen zu k\u00f6nnen. Aber insgesamt hat sie die Bahn brechende \u00c4ra in der Porno-Historie hier anschaulich aufbereitet. FRANK BRENNER<\/p>\n<p>\u00bbDiva Futura\u00ab: ab 26.6., Passage-Kinos<\/p>\n<\/p>\n<p>In der bretonischen Kleinstadt Paimpont scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Auch wenn die Einwohner nicht unterschiedlicher sein k\u00f6nnten, eint sie der Stolz auf ihren Zusammenhalt und ihre N\u00e4chstenliebe. Als Zeichen der Solidarit\u00e4t stimmt die Gemeinde begeistert daf\u00fcr, eine aus der Ukraine gefl\u00fcchtete Familie bei sich aufzunehmen. Als jedoch anstatt der erwarteten Ukrainer Familie Fayad aus Syrien in Paimpont eintrifft, ist die \u00dcberraschung bei den vermeintlich weltoffenen B\u00fcrgern gro\u00df.<\/p>\n<p>Mit \u00bbDie Barbaren\u00ab legt Regisseurin und Hauptdarstellerin Julie Delpy den Finger charmant, aber mit Nachdruck genau in die Wunde. Ihre hochaktuelle und ungemein witzige Culture-Clash-Kom\u00f6die entlarvt mit scharfem Blick menschliche Schw\u00e4chen wie Vorurteile und fehlende Toleranz, ohne dabei die Empathie f\u00fcr ihre eigenwilligen Protagonisten zu verlieren.<\/p>\n<p>\u00bbDie Barbaren \u2013 Willkommen in der Bretagne\u00ab: ab 26.6., Passage-Kinos, Schauburg<\/p>\n<\/p>\n<p>Weitere Filmtermine der Woche<\/p>\n<p><strong>Shorts Attack: Wo die Liebe hinf\u00e4llt<\/strong>\u00a0 <\/p>\n<p>Sieben kurze Filme \u00fcber die Liebe.<\/p>\n<p>Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 29.06. 22:00<\/p>\n<p>\u200b<\/p>\n<p><strong>The Big Lebowski<br \/><\/strong>USA 1998, R: Joel Coen, Ethan Coen, D: Jeff Bridges, Julianne Moore, John Goodman, 117 min<\/p>\n<p>Jeff Bridges in seiner Paraderolle als Alt-Hippie Jeffrey Lebowski, der durch eine Verwechslung in einen absurd-witzigen Thrillerplot verwickelt wird.<\/p>\n<p>Sommerkino auf der Feinkost,\u00a003.07. 21:30 (OmU)<\/p>\n<p><strong>Mulholland Drive<\/strong><br \/>USA 2001, D: Naomi Watts, Laura Elena Harring, Justin Theroux, 147 min<\/p>\n<p>Ein typischer David-Lynch-Thriller: toll besetzt und gefilmt, hypnotisch, verschachtelt \u2013 und v\u00f6llig r\u00e4tselhaft bis zum Schluss.<\/p>\n<p>Kinobar Prager Fr\u00fchling,\u00a028.06. 20:00 (In Memoriam David Lynch, OmU)<\/p>\n<p><strong>Mein Name ist Bach<br \/>\u200b<\/strong>F\/D\/CH 2003, R: Dominique de Rivaz, D: J\u00fcrgen Vogel, Vadim Glowna, 97 min<\/p>\n<p>Das Biopic schildert sehr frei eine Begegnung zwischen dem Komponisten und K\u00f6nig Friedrich II. im Jahr 1747.<\/p>\n<p>Passage-Kinos, 29.06. 11:30 (Bach im Kino)<\/p>\n<p><strong>Der letzte Kaiser<br \/><\/strong>F\/I\/GB 1987, R: Bernardo Bertolucci, D: John Lone, Joan Chen, Peter O&#8217;Toole, 163 min<\/p>\n<p>Die Geschichte des letzten Kaisers von China, bildgewaltig inszeniert von Bernardo Bertolucci und ausgezeichnet mit neun Oscars.<\/p>\n<p>Cinestar, 01.07. 19:30 Regina-Palast, 20:00 Cineplex, CineStar (Best of Cinema)<\/p>\n<p><strong>Eat Pray Love<\/strong><br \/>USA 2010, R: Ryan Murphy, D: Julia Roberts, Javier Bardem, Richard Jenkins, 133 min<\/p>\n<p>Selbstfindungstrip \u00e0 la Hollywood mit Julia Roberts.<\/p>\n<p>Pauluskirche Gr\u00fcnau, 04.07. 21:00 (Gr\u00fcnauer Kultursommer)<\/p>\n<p><strong>Every Note You Play neu<\/strong><br \/>FIN 2024, Dok, R: Mika Kaurism\u00e4ki, 82 min<\/p>\n<p>Ein musikalisches Experiment, bei dem 16 Musikerinnen und Musiker vor Publikum zusammenkommen. Einen Plan gibt es nicht, alles muss sich \u00fcber drei Tage hinweg organisch formen.<\/p>\n<p>Passage-Kinos, 03.07. 18:00 (Musikkiste)<\/p>\n<p><strong>Land and Freedom<\/strong><br \/>(GB\/ESP\/D\/I 1994)<\/p>\n<p>&#8222;Ein im dokumentarischen Stil inszeniertes, von \u00fcberzeugenden Darstellern getragenes Pl\u00e4doyer f\u00fcr Demokratie und Freiheit, das die Utopie von einer gerechteren Welt beschw\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p>Raum der Zeit, 04.07. 20:00 (im Anschluss Diskussion\/Gespr\u00e4ch)<\/p>\n<p><strong>Memoiren einer Schnecke<br \/><\/strong>AUS 2024, R: Adam Elliot, 95 min<\/p>\n<p>Zehn Jahre nach seinem preisgekr\u00f6nten Erfolg \u00bbMary &amp; Max\u00ab beschenkt uns der Australier Adam Elliot erneut mit einem herzzerrei\u00dfend sch\u00f6nen Stop-Motion-Juwel.<\/p>\n<p>Kinobar Prager Fr\u00fchling, 04.07. 19:00 (OmU, Preview)<\/p>\n<p><strong>Power to the children \u2013 Kinder an die Macht<br \/><\/strong>D 2018, Dok, R: Anna Kersting, 87 min<\/p>\n<p>Die Filmemacherin hat drei Heranwachsende und ihre Kinderparlamente besucht und erz\u00e4hlt aus der Perspektive der jugendlichen Protagonisten von ihren Tr\u00e4umen, Zielen und Aktionen.<\/p>\n<p>Frauenkultur, 01.07. 18:00 (Film &amp; Gespr\u00e4ch)<\/p>\n<p><strong>short notice<\/strong><br \/>D\/F 2024, R: Athina Gendry, 36 min<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Stunden liegen zwischen der Begr\u00fc\u00dfung und Verabschiedung von Janna und Lucy am Leipziger Bahnhof. Sie haben eine Nacht, um die Stadt zu erkunden und einander n\u00e4herzukommen, bevor Lucy den Zug zur\u00fcck nach Frankreich nehmen wird.<\/p>\n<p>Ost-Passage-Theater, 02.07. 20:00<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u200bDok-Fans m\u00fcssen nicht bis zum Herbst warten: Wie in jedem Sommer pr\u00e4sentiert das Dok Leipzig auch in diesem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":228643,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,1903,92,13859,11548,46457,72371,30,72372,1896,13860,72373,5039,71,859],"class_list":{"0":"post-229238","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dokumentarfilm","11":"tag-film","12":"tag-filmdreh","13":"tag-filme","14":"tag-freiluftkino","15":"tag-gegenkino","16":"tag-germany","17":"tag-kinobar","18":"tag-kinofilm","19":"tag-kinoprogramm","20":"tag-kinos","21":"tag-kinostarts","22":"tag-leipzig","23":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114768091776653021","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/229238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=229238"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/229238\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/228643"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=229238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=229238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=229238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}