{"id":229406,"date":"2025-06-29T20:11:10","date_gmt":"2025-06-29T20:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/229406\/"},"modified":"2025-06-29T20:11:10","modified_gmt":"2025-06-29T20:11:10","slug":"bericht-aus-berlin-kloeckner-verteidigt-regenbogenflaggen-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/229406\/","title":{"rendered":"Bericht aus Berlin: Kl\u00f6ckner verteidigt Regenbogenflaggen-Entscheidung"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.06.2025 16:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Trotz Kritik wehte zum Christopher Street Day keine Regenbogenflagge auf dem Reichstag. Im Bericht aus Berlin verteidigt Bundestagspr\u00e4sidentin Kl\u00f6ckner ihre Entscheidung. Sie m\u00fcsse neutral sein &#8211; auch im Umgang mit der AfD.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit gut drei Monaten ist Julia Kl\u00f6ckner Pr\u00e4sidentin des Deutschen Bundestags. Vieles macht sie anders als ihre Vorg\u00e4ngerin B\u00e4rbel Bas &#8211; und das kommt nicht bei allen gut an. Zuletzt sorgte Kl\u00f6ckners Entscheidung f\u00fcr Kritik, anl\u00e4sslich des Christopher Street Days (CSD) k\u00fcnftig nicht mehr die Regenbogenflagge \u00fcber dem Deutschen Bundestag zu hissen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Bericht aus Berlin begr\u00fcndet sie diese Entscheidung mit ihrem Auftrag, sich neutral zu verhalten. Ihre Arbeit fu\u00dfe auf einem &#8222;klaren Fundament&#8220; und &#8222;das ist nicht dehnbar&#8220;, sagte sie. Dieses Fundament sei die Neutralit\u00e4t der Bundestagsverwaltung, die die gesamte Bandbreite des deutschen Bundestags auch abbilden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>    &#8222;D\u00fcrfen nicht etwas politisieren, wof\u00fcr man Normalit\u00e4t einfordert&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas gelte auch f\u00fcr die Teilnahme am CSD. Zuletzt hatten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/csd-regenbogennetzwerk-absage-100.html\" title=\"SPD-Politiker kritisieren CSD-Absage aus der Bundestagsverwaltung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sechs Abgeordnete der SPD-Bundestagsfraktion Kl\u00f6ckner in einem Brief<\/a> aufgefordert, eine Teilnahme der queeren Gruppe der Bundestagsverwaltung am diesj\u00e4hrigen CSD zu erm\u00f6glichen. Diese Teilnahme war zuvor von der Hausleitung untersagt worden. &#8222;Wir halten dies f\u00fcr ein falsches und in der aktuellen gesellschaftlichen Lage leider auch fatales Signal&#8220;, hie\u00df es in dem Schreiben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Bericht aus Berlin betonte die Bundestagspr\u00e4sidentin, dass Angestellte der Bundestagsverwaltung privat bei der Parade mitlaufen d\u00fcrften, &#8222;aber nicht in ihrer Arbeitszeit oder im Rahmen von Sonderurlaub&#8220;. Bei dem CSD handle es sich um eine politische Demonstration, betonte Kl\u00f6ckner. Das Anliegen sei ehrenwert. Doch: &#8222;Da m\u00fcssen wir neutral sein, auch wenn das manchmal wehtut&#8220;, sagte die CDU-Politikerin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Man kann sich nicht sonst auf Neutralit\u00e4t berufen, wenn einem etwas nicht passt, aber wenn einem etwas politisch subjektiv genehm ist, dann die Neutralit\u00e4t ablehnen&#8220;, erkl\u00e4rte die Bundestagspr\u00e4sidentin. Das gelte auch f\u00fcr andere Demonstrationen wie Fridays for Future oder den &#8222;Marsch f\u00fcr das Leben&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass in M\u00fcnchen zum Christopher Street Day die Regenbogenflagge \u00fcber der Staatskanzlei wehte, kommentierte Kl\u00f6ckner mit den Worten: &#8222;Ich bin Pr\u00e4sidentin des Deutschen Bundestags und nicht der bayrischen Staatskanzlei.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Wenden uns entschieden gegen Anfeindungen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUm die Regenbogenflagge zu hissen, m\u00fcsse es einen parlamentarischen Bezug geben, sagte Kl\u00f6ckner: Wie etwa am 17. Mai, als die Charta f\u00fcr Vielfalt unterzeichnet wurde. &#8222;Es ist sehr klar, dass wir uns entschieden gegen Anfeindungen gegen Menschen jeglicher sexueller Orientierung wenden&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem setze die deutsche Flagge bereits ein Zeichen f\u00fcr Toleranz und Offenheit: &#8222;Auf unserem deutschen Parlament weht eine Fahne, die ist nahezu durch nichts zu toppen: Schwarz-Rot-Gold steht f\u00fcr Freiheit, steht f\u00fcr Meinungs- und Pressefreiheit, steht f\u00fcr Individualit\u00e4t &#8211; auch der sexuellen Identit\u00e4t&#8220;, sagte die CDU-Politikerin.<\/p>\n<p>    &#8222;Verl\u00e4sslich, neutral und streng&#8220; &#8211; auch bei der AfD<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie neue Bundestagspr\u00e4sidentin will ihre Aufgabe &#8222;klar, sehr verl\u00e4sslich, neutral und streng&#8220; verfolgen. Sie wolle nach klaren Regeln vorgehen, sagte Kl\u00f6ckner &#8211; das gelte auch f\u00fcr ein m\u00f6gliches Verbotsverfahren der AfD. Bei ihrem <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-parteitag-debatte-afd-verbot-100.html\" title=\"SPD-Parteitag fordert Vorbereitung von AfD-Verbotsverfahren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Parteitag hatte die SPD entschieden, ein Verbotsverfahren vorzubereiten.<\/a> &#8222;Wer so ein Verbot anstrebt, muss sich ziemlich sicher sein, dass das funktioniert&#8220;, sagte die CDU-Politikerin. &#8222;Aber ich werde keine politische Positionierung vornehmen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie St\u00e4rke der AfD stellt die Opposition vor Herausforderungen. Eine Kontrolle der Bundesregierung ohne die Stimmen der Partei ist kaum m\u00f6glich. F\u00fcr einen Kontrollausschuss ben\u00f6tigt die Opposition 158 Stimmen, doch die Gr\u00fcnen und die Linkspartei kommen zusammen nur auf 122 Stimmen. Nun gibt es Gespr\u00e4che, ob die Fraktionen die Einberufung eines Untersuchungsausschusses auch ohne die Stimmen der AfD erm\u00f6glichen k\u00f6nnten. Kl\u00f6ckner zeigte sich zur\u00fcckhaltend und verwies auf ihre Aufgabe, sich neutral zu verhalten. Es brauche rechtssichere Abl\u00e4ufe und eine Mehrheitsentscheidung. &#8222;Mit entsprechenden Mehrheiten, kann man von Regeln abweichen, die es bis dato gab&#8220;, sagte sie. &#8222;Aber die schreibe ich nicht vor.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.06.2025 16:33 Uhr Trotz Kritik wehte zum Christopher Street Day keine Regenbogenflagge auf dem Reichstag. 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