{"id":230465,"date":"2025-06-30T06:25:18","date_gmt":"2025-06-30T06:25:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230465\/"},"modified":"2025-06-30T06:25:18","modified_gmt":"2025-06-30T06:25:18","slug":"setzt-die-eu-das-um-wird-es-teuer-fuer-alle-halter-von-haustieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230465\/","title":{"rendered":"Setzt die EU das um, wird es teuer f\u00fcr alle Halter von Haustieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\"><a data-li-document-ref=\"2813167\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/sigmaringen\/sigmaringen\/tierheim-tiere-krank-2813167\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steigende Tierarztkosten<\/a>, hohe Futtermittelpreise und eine mancherorts <a data-li-document-ref=\"3491143\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/bodensee\/meckenbeuren\/ab-dem-zweiten-hund-ist-es-luxus-hundesteuer-steigt-gewaltig-3491143\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gestiegene Hundesteuer<\/a>, bringen einige Haustierhalter schon jetzt in die Bredouille. Nach dem Willen des Europaparlaments soll schon bald eine weitere Pflicht f\u00fcr alle Hunde- und Katzenbesitzer greifen: die Mikrochip-Kennzeichnungspflicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/c2398f81-9cb1-473f-965f-2681b467de8d.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"So gro\u00df ist ein Mikrochip, mit dem Haustiere gekennzeichnet werden.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>So gro\u00df ist ein Mikrochip, mit dem Haustiere gekennzeichnet werden. (Foto: Ingo Wagner)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Diese sieht im ersten Schritt vor, dass alle Hunde und Katzen, die von Z\u00fcchtern, Verk\u00e4ufern und Tierheimen gehalten oder online zum Verkauf oder zum Verschenken angeboten werden, mit einem Mikrochip zu versehen und zu registrieren sind. Die Chippflicht gilt daher bei Einf\u00fchrung zun\u00e4chst f\u00fcr Tiere aus gewerblichen Quellen.<\/p>\n<p>Das gilt f\u00fcr die private Tierhaltung<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Doch der Vorschlag soll nicht nur auf Rassentiere von Z\u00fcchtern abzielen, sondern auch die sterilisierte Hauskatze oder den kastrierten Familienhund betreffen. F\u00fcr private Tierhalter ist eine \u00dcbergangsfrist vorgesehen: Alle Hunde m\u00fcssen innerhalb von f\u00fcnf Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung gechippt werden. Bei Katzen gilt eine Frist von zehn Jahren, bis EU-weit alle identifizierbar seien m\u00fcssen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/748a4ae9-86dc-4f18-b430-aa3c5893e1d5.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Zack, da kommt gleich der Chip in den Hund rein. Schon l\u00e4sst sich das Tier eindeutig identifizieren.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Zack, da kommt gleich der Chip in den Hund rein. Schon l\u00e4sst sich das Tier eindeutig identifizieren. (Foto: Ina Fassbender\/dpa-tmn)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Mikrochip wird dem Tier von einem Tierarzt unter der Haut eingesetzt. Kostenpunkt aktuell: mindestens 50 bis 100 Euro pro Tier, abh\u00e4ngig nach Region und Geb\u00fchrenordnung (GOT).<\/p>\n<p>Handel mit Hunden und Katzen boomt<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Chips enthalten eine 15-stellige Nummer, mit der Informationen wie Alter, Geschlecht und Herkunft der Tiere hinterlegt werden k\u00f6nnen. Wichtig dabei: Das Tier muss bei einem Haustierregister wie <a href=\"https:\/\/www.tasso.net\/Tierregister\/Tier-registrieren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TASSO e.V.<\/a> registriert sein, denn der Chip selbst speichert keine Daten. In manchen F\u00e4llen wird die Registrierung direkt vom ausf\u00fchrenden Tierarzt \u00fcbernommen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Daten sollen dann in nationalen Datenbanken gespeichert und \u00fcber eine zentrale EU-Indexdatenbank abrufbar sein. Ziel der Chip- und Registrierungspflicht: den illegalen Handel mit Haustieren, insbesondere Welpen und Kitten, besser zu kontrollieren und allgemein das Tierwohl zu verbessern.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-50 tw-py-2 tw-border-b tw-mb-0 tw-text-sm tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-80 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/zollernalb\/wegen-kriegsangst-in-europa-dieser-landkreis-muss-die-chips-an-muelltonnen-austauschen-3658565\" class=\"sve-teaser_small sve-teaser_image-right\" aria-label=\"Wegen Kriegsangst: Landkreis muss die Chips an M\u00fclltonnen austauschen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" width=\"319\" height=\"239\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/2fa91a9e-61ca-4b05-95e6-0369ac35fe27.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Wegen Kriegsangst: Landkreis muss die Chips an M\u00fclltonnen austauschen\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/baden-wuerttemberg\/er-lag-in-den-eigenen-exkrementen-hundewelpe-im-kofferraum-geschmuggelt-3018803\" class=\"sve-teaser_small sve-teaser_image-right\" aria-label=\"Er lag in den eigenen Exkrementen: Hundewelpe im Kofferraum geschmuggelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" width=\"319\" height=\"239\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/91b543e4-98e8-48ac-b303-715a7dba720e.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Er lag in den eigenen Exkrementen: Hundewelpe im Kofferraum geschmuggelt\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Nach Sch\u00e4tzungen der EU-Kommission verdienen H\u00e4ndler in der EU j\u00e4hrlich insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro mit dem Verkauf der Tiere. Dabei werden rund 60 Prozent der Hunde und Katzen online verkauft. Viele von ihnen bekommen nicht gen\u00fcgend Nahrung, den n\u00f6tigen Auslauf oder Impfungen. Teilweise sind die Tiere erst wenige Wochen alt und werden somit viel zu fr\u00fch von ihren Elterntieren getrennt.<\/p>\n<p>Strengere Regeln f\u00fcr die Aufnahme und Zucht<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Das Gesetz soll EU-weite Mindeststandards f\u00fcr die Haltung festlegen. So sollen Tierheime vor der Abgabe eines Tieres \u00fcberpr\u00fcfen, ob die k\u00fcnftige Pflegefamilie geeignet ist. In Deutschland finden dazu bereits von einigen Tierheimen proaktiv \u00dcberpr\u00fcfungen statt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/a33fd639-8357-46be-a9d2-eb71b7e1cfc4.webp\" loading=\"lazy\" alt=\"So viele Haustiere lebten 2024 laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) in deutschen Haushalten.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>So viele Haustiere lebten 2024 laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) in deutschen Haushalten. (Foto: IVH\/ZZF)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Insgesamt lebten im Jahr 2024 in Deutschland rund 15,9 Millionen Katzen in 25 Prozent aller deutschen Haushalte. In 38 Prozent aller Haushalte waren laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) sogar zwei oder mehr Stubentiger zu Hause. An zweiter Stelle folgten rund 10,5 Millionen Hunde in 21 Prozent der deutschen Haushalte.<\/p>\n<p>Wurfpause und gewaltarme Dressiermethoden<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Das Gesetz soll Z\u00fcchtern zudem die Inzucht zwischen Elterntieren und ihren Nachkommen zweier Generationen und zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern verbieten. Auch eine Altersbeschr\u00e4nkung soll her, damit weder zu junge noch zu alte Tiere f\u00fcr die Zucht missbraucht werden k\u00f6nnen. Zudem sieht das EU-Parlament eine Wurfpause f\u00fcr weibliche Katzen und Hunde sp\u00e4testens nach drei W\u00fcrfen in zwei Jahren vor.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Verst\u00fcmmelungen &#8211; wie etwa kupierte Ohren oder Rute beim Rottweiler &#8211; w\u00e4ren dann EU-weit nur noch aus medizinischen Gr\u00fcnden und unter Narkose erlaubt. In Deutschland z\u00e4hlt\u00a0Kupieren bereits als eine Form von Tierqu\u00e4lerei, die bei Hunden (mit wenigen Ausnahmen) seit Jahren verboten ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/d961288e-f78a-4229-a2c0-260199ca7501.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Mitglieder der italienischen Carabinieri stehen neben misshandelten Hunden. Die Verd\u00e4chtigen sollen bei Dutzenden Hunden, unter anderem Pitbulls, die Ohren oder den Schwanz kupiert haben. Wie in Deutschland ist auch in Italien ist das Kupieren bereits illegal.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Mitglieder der italienischen Carabinieri stehen neben misshandelten Hunden. Die Verd\u00e4chtigen sollen bei Dutzenden Hunden, unter anderem Pitbulls, die Ohren oder den Schwanz kupiert haben. Wie in Deutschland ist auch in Italien ist das Kupieren bereits illegal. (Foto: Carabinieri Cites)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ebenso soll ein Verbot von gewaltsamen Dressiermethoden eingef\u00fchrt werden. Dies umfasst etwa elektrische Halsb\u00e4nder. F\u00fcr das Training von Hunden im Milit\u00e4r, beim Zoll und der Polizei sind einige Ausnahmen vorgesehen.<\/p>\n<p>Gesetz kommt nicht sofort<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Nun tritt das Europaparlament mit Kommission und den 27 EU-Mitgliedsstaaten in Verhandlungen. Bis das Gesetz &#8211; bei n\u00f6tiger Zustimmung &#8211; in Kraft tritt, d\u00fcrften noch mehrere Monate vergehen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Einige Details sind zudem noch unklar. Etwa, wer dann f\u00fcr die hunderttausenden Streuner auf den Stra\u00dfen europ\u00e4ischer L\u00e4nder wie Bulgarien und Rum\u00e4nien zust\u00e4ndig sein wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Steigende Tierarztkosten, hohe Futtermittelpreise und eine mancherorts gestiegene Hundesteuer, bringen einige Haustierhalter schon jetzt in die Bredouille. 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