{"id":230558,"date":"2025-06-30T07:14:11","date_gmt":"2025-06-30T07:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230558\/"},"modified":"2025-06-30T07:14:11","modified_gmt":"2025-06-30T07:14:11","slug":"autoindustrie-mit-diesen-marken-wollen-chinesisches-autobauer-grossbritannien-fluten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230558\/","title":{"rendered":"Autoindustrie: Mit diesen Marken wollen chinesisches Autobauer Gro\u00dfbritannien fluten"},"content":{"rendered":"<p>Dank fehlender EU-Z\u00f6lle und wachsenden Kundeninteresses wird der britische Markt f\u00fcr chinesische Hersteller zunehmend attraktiv. Auch die Kunden sind offen gegen\u00fcber den Fahrzeugen. Ein Hersteller w\u00e4chst besonders kr\u00e4ftig.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der chinesische <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/motor\/news\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/motor\/news\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Autobauer<\/a> Chery erw\u00e4gt den Bau eines Werks in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/grossbritannien-politik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/grossbritannien-politik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gro\u00dfbritannien<\/a>. Als Teil seiner \u201eLokalisierungsstrategie\u201c denke das Unternehmen \u201eaktiv \u00fcber diesen Schritt nach\u201c, sagte Victor Zhang, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Chery im Vereinigten K\u00f6nigreich, bei der Jahreskonferenz des Automobilverbandes Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) in London.<\/p>\n<p>Chery ist seit vergangenem Herbst mit seinen Marken Omoda und Jaecoo auf der Insel pr\u00e4sent. Der Nummer vier im chinesischen Markt mit Sitz westlich von Shanghai, hat im vergangenen Jahr weltweit 2,6 Millionen Fahrzeuge verkauft. In Gro\u00dfbritannien werden die SUVs der Marken in einer Batterieversion, mit Verbrennungsmotor und als Hybrid angeboten. In den kommenden Monaten soll das Angebot um eine dritte Chery-Marke namens Lepas erweitert werden, ein g\u00fcnstigeres Modell.<\/p>\n<p>Das Interesse an chinesischen Autos wachse deutlich in Gro\u00dfbritannien, sagte Zhang. Mehr als 10.000 Fahrzeuge hat Chery in den ersten sechs Monaten nach dem Start im September verkauft, 75 H\u00e4ndler bieten die Fahrzeuge an. Im Markt f\u00fcr Elektrofahrzeuge habe sich der Hersteller aus dem Stand einen Marktanteil von zwei Prozent sichern k\u00f6nnen, so Zhang. <\/p>\n<p>Um als Marke im Markt pr\u00e4sent zu sein, sei die Produktion am Standort ein sinnvoller Schritt, betonte Zhang. \u201eWir pr\u00fcfen die M\u00f6glichkeiten und sprechen mit den relevanten Akteuren.\u201c Einen Standort in Europa hat sich die Marke Omoda bereits gesichert, s\u00fcdlich von Barcelona. Der Standort soll als Joint Venture mit dem spanischen Hersteller Ebro betrieben werden.<\/p>\n<p>Anders als die Europ\u00e4ische Union verzichtet Gro\u00dfbritannien auf zus\u00e4tzliche <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Z\u00f6lle<\/a> f\u00fcr chinesische Elektrofahrzeuge. F\u00fcr Autos gilt im Vereinigten K\u00f6nigreich ein zehnprozentiger Zoll, der grunds\u00e4tzlich f\u00fcr Waren aus <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/china-wirtschaft\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/china-wirtschaft\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> f\u00e4llig wird. Die EU hat dagegen im Herbst 2024 Abgaben f\u00fcr E-Autos eingef\u00fchrt, die nach Hersteller variieren. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/byd-auto\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/byd-auto\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BYD<\/a> wird mit 17 Prozent belastet, Geely mit 18,8 Prozent, SAIC mit 35,3 Prozent. Die Zollabgaben gelten zus\u00e4tzlich zu einer Angabe von zehn Prozent, die f\u00fcr alle Auto-Importe f\u00e4llig wird. Noch deutlich h\u00f6her sind inzwischen Einfuhrabgaben nach Nordamerika. Die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/usa-wirtschaft\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/usa-wirtschaft\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> und Kanada belegen chinesische Elektrofahrzeuge mit 100 Prozent Zoll.<\/p>\n<p>F\u00fcr chinesische Hersteller ist Gro\u00dfbritannien, hinter Deutschland der zweitgr\u00f6\u00dfte Automarkt in Europa, damit als Exportdestination besonders interessant geworden. \u201eDer britische Markt ist ziemlich offen. 40 Prozent der Kunden sagen, dass sie bereit sind, chinesische Marken in Betracht zu ziehen\u201c, sagte Zhang.<\/p>\n<p>Unter den Top 10 der meistverkauften Marken war mit 82.000 Fahrzeugen oder 4,2 Prozent am Gesamtmarkt in Gro\u00dfbritannien mit MG zum ersten Mal eine chinesische Marke vertreten \u2013 genauer gesagt eine britische Traditionsmarke, die seit 2007 im Besitz des staatlichen chinesischen Herstellers SAIC Motor ist. Das deutlichste Wachstum vermeldete BYD. Der Autobauer aus Shenzhen, gemessen am Absatz an Elektrofahrzeugen mittlerweile die Nummer 1 weltweit, verkaufte 8.788 Neuwagen auf der Insel, mehr als siebenmal so viele wie im Vorjahr.<\/p>\n<p>Auf deutschen Stra\u00dfen sind chinesische Autos \u2013 bislang \u2013 noch ein deutlich seltenerer Anblick. MG liegt auch hier vorne, die SAIC-Tochter verkaufte im vergangenen Jahr 20.977 Autos. Das entspricht einem Marktanteil von 0,7 Prozent. Mit jeweils um die 3.000 Fahrzeugen und Anteilen von 0,1 Prozent folgen Great Wall Motors und BYD. Auch hierzulande k\u00f6nnten aber in absehbarer Zeit chinesische Hersteller produzieren. Laut Berichten vom Jahresanfang haben Autobauer aus der Volksrepublik Interesse an den Volkswagen-Standorten in Osnabr\u00fcck und Dresden, die angesichts sinkender Produktionszahlen geschlossen werden k\u00f6nnten. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/volkswagen-neuheiten-fahrberichte-tests\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/volkswagen-neuheiten-fahrberichte-tests\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">VW<\/a> hat die Gespr\u00e4che seinerzeit best\u00e4tigt, vorangeschritten scheinen die Verhandlungen bisher aber nicht.<\/p>\n<p>Chinesische Marken werden in Gro\u00dfbritannien bisher nicht produziert. Geely Auto hat aber mehr als 3 Milliarden Pfund (3,5 Milliarden Euro) in den Sportwagenhersteller Lotus investiert. Zu Geely geh\u00f6rt auch LEVC, der Hersteller der typischen Londoner Taxis \u201eBlack Cabs\u201c und Polestar. Der E-Auto-Spezialist hat seinen Sitz in Schweden und produziert in China und den USA, unterh\u00e4lt in Gro\u00dfbritannien aber ein gro\u00dfes Forschungs- und Entwicklungszentrum. <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien ist bei chinesischen Autobauern beliebt<\/p>\n<p>Interesse an einer Produktion auf der Insel habe auch Changan, sagte Sherard Cowper-Coles, Vorsitzender des China-Britain Business Council, im Rahmen der SMMT-Konferenz. \u00dcberhaupt w\u00fcrden chinesische Investoren aktiv nach Gelegenheiten auf der Insel suchen, nachdem der Zugang in die USA unter US-Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> immer schwieriger werde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Monate haben zahlreiche weitere chinesische Anbieter ihren Start auf dem britischen Markt angek\u00fcndigt. Aion, Aiways, Deepal, Denza, Exeed, Firefly, HiPhi, iCaur, Nio, Onvo und Zeekr sind bisher kein Begriff in der britischen Autowelt, wollen aber alle in den kommenden Monaten hier an den Start gehen. <\/p>\n<p>Deutlich weiter ist BYD, dessen sieben Modelle bei 60 H\u00e4ndlern im Land verkauft werden. Das Unternehmen, das einst als Batteriehersteller gestartet ist, setzt inzwischen auf eine zus\u00e4tzliche Vertriebsstrategie.<\/p>\n<p>Mit dem Energieversorger Octopus Energy hat BYD Anfang der Woche ein EV-Paket geschn\u00fcrt, das helfen soll, die Ladekosten f\u00fcr Octopus-Kunden und Wechselwillige drastisch zu reduzieren. Mit dem \u201ePower Pack Bundle\u201c l\u00e4sst sich ein BYD Dolphin Supermini f\u00fcr 299 Pfund (etwa 350 Euro) im Monat leasen. Dazu geh\u00f6rt auch ein Ladeger\u00e4t, mit dem das Fahrzeug bis zu einer Jahresreichweite von knapp 20.000 Kilometern kostenlos aufgeladen werden kann. <\/p>\n<p>Dabei handelt es sich um ein bidirektionales Ladeger\u00e4t, das es Octopus erm\u00f6glicht, die Autobatterie in Spitzenzeiten zu entladen und bei Bedarf Energie ins Netz einzuspeisen. Das angeschlossene Auto wird so zum Energiespeicher. In der nachfragearmen Nebenzeit \u00fcber Nacht wird das Fahrzeug wieder geladen. Laut Octopus-Chef Greg Jackson handelt es sich um eine Weltpremiere, die Fahrern im Schnitt 620 Pfund (etwa 730 Euro) im Jahr Ersparnis verschaffen werde. <\/p>\n<p><b>Claudia Wanner schreibt f\u00fcr WELT vor allem \u00fcber die britische Wirtschaft.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dank fehlender EU-Z\u00f6lle und wachsenden Kundeninteresses wird der britische Markt f\u00fcr chinesische Hersteller zunehmend attraktiv. 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