{"id":230751,"date":"2025-06-30T09:01:10","date_gmt":"2025-06-30T09:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230751\/"},"modified":"2025-06-30T09:01:10","modified_gmt":"2025-06-30T09:01:10","slug":"gounpackaged-studie-zeigt-30-prozent-mehrwegquote-im-uk-handel-machbar-und-wirtschaftlich-sinnvoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230751\/","title":{"rendered":"GoUnpackaged-Studie zeigt: 30 Prozent Mehrwegquote im UK-Handel machbar und wirtschaftlich sinnvoll"},"content":{"rendered":"<p> 30. Juni 2025<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ein neuer Bericht der britischen Nachhaltigkeitsberatung GoUnpackaged analysiert datenbasiert die Potenziale eines gro\u00dffl\u00e4chigen Mehrwegsystems im Lebensmitteleinzelhandel des Vereinigten K\u00f6nigreichs. Die Ergebnisse zeigten: 30 Prozent Wiederverwendungsquote sind erreichbar \u2013 und k\u00f6nnten zu erheblichen Einsparungen bei CO\u2082, Verpackungsm\u00fcll und Systemkosten f\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Umstieg auf wiederverwendbare Verpackungen im britischen Lebensmitteleinzelhandel k\u00f6nnte nicht nur signifikante \u00f6kologische Vorteile bringen, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sein. Das zeigt die Studie \u201eA 30%+ Reuse Future for the UK\u201c von GoUnpackaged, unterst\u00fctzt u.\u202fa. von WRAP, Tesco, DEFRA und WWF. Die Analyse basiert auf dem hauseigenen Tool \u201eUnpackAnalytics\u201c und vergleicht sieben verschiedene Szenarien \u2013 darunter B\u00fcrger-R\u00fcckgabe im Handel, Online-Abholung, kommunale Sammlung und In-Store-Reuse.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Demnach k\u00f6nnte bereits die Umstellung von 18 priorisierten Produktkategorien \u2013 z.\u202fB. Milch, Reinigungsmittel, Kaffee, Fertiggerichte \u2013 auf standardisierte Mehrwegverpackungen ausreichen, <strong>um eine landesweite Wiederverwendungsquote von 30 Prozent zu erreichen.<\/strong> Im besten Fall w\u00fcrden damit pro Jahr \u00fcber 860.000 Tonnen CO\u2082 und rund 340.000 Tonnen Verpackungsm\u00fcll eingespart.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Besonders wirtschaftlich seien die Szenarien mit R\u00fccknahme durch Online-Handelslogistik oder kommunale Abholung, die eine Kostensenkung von bis zu 29 Prozent gegen\u00fcber Einwegmodellen erm\u00f6glichen sollen. Die j\u00e4hrlichen Investitionen in erforderliche Infrastruktur (Sortierung, Waschstra\u00dfen, Logistik) l\u00e4gen bei rund 149 Mio. Pfund \u2013 laut Modellierung deutlich unter den Einsparungen bei den k\u00fcnftig zu erwartenden Verpackungsabgaben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnten laut ReLondon-Modellierungsansatz \u00fcber 13.000 neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen. Die Autoren fordern daher von der britischen Regierung, klare Wiederverwendungsziele und regulatorische Leitplanken zu setzen, um Investitionen zu erleichtern. Parallel m\u00fcsse die Industrie durch koordiniertes Handeln und standardisierte Verpackungsformate zur Transformation beitragen.<\/p>\n<p>Refill, Kerbside &amp; Co.: Varianten mit unterschiedlicher B\u00fcrgerbeteiligung<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Bericht zeigt auch, dass R\u00fcckgabesysteme im Laden (Citizen Return) vergleichsweise teuer und schwer skalierbar sind, u.\u202fa. wegen begrenztem Platzangebot und logistischem Aufwand im station\u00e4ren Einzelhandel. Besonders wirkungsvoll sind laut Studie stattdessen Modelle, die bestehende Infrastrukturen nutzen \u2013 etwa durch die R\u00fccknahme \u00fcber kommunale Sammelsysteme oder Lieferdienste.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Refill-Systeme im Laden, bei denen Kund*innen eigene Beh\u00e4lter mitbringen, bieten in einzelnen Kategorien wie Reis oder N\u00fcsse das h\u00f6chste Einsparpotenzial \u2013 sind aber stark vom Verhalten der Verbraucher abh\u00e4ngig, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Klare Empfehlung: gesetzlich flankierte Transformationsstrategie<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Autorinnen und Autoren sehen das Ziel einer 30-Prozent-Mehrwegquote bis 2035 als realistisch an, sofern Politik und Wirtschaft koordiniert handeln. Die vorgeschlagenen Finanzierungsvorschl\u00e4ge \u2013 etwa \u00fcber eine zweckgebundene Erh\u00f6hung der Verpackungsabgabe oder staatlich unterst\u00fctzte Reuse-Investitionsfonds \u2013 k\u00f6nnten den Umbau anschieben, ohne einzelne Akteure zu \u00fcberlasten, hei\u00dft es.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Quelle: GoUnpackaged<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30. 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