{"id":230788,"date":"2025-06-30T09:22:12","date_gmt":"2025-06-30T09:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230788\/"},"modified":"2025-06-30T09:22:12","modified_gmt":"2025-06-30T09:22:12","slug":"mit-simulationen-zu-besseren-transportentscheidungen-im-gueterverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/230788\/","title":{"rendered":"Mit Simulationen zu besseren Transportentscheidungen im G\u00fcterverkehr"},"content":{"rendered":"<p>Im Kombinierten Verkehr (KV) werden Waren \u00fcber l\u00e4ngere Distanzen mit Z\u00fcgen oder Schiffen zu Terminals transportiert, die als Knotenpunkte dienen. Lkw kommen im KV nur auf m\u00f6glichst kurzen Strecken zum Einsatz, beispielsweise um G\u00fcter zum Terminal zu bringen oder von dort an den Entladeort zu liefern. \u201eDennoch stagniert dieser Transportwandel innerhalb der EU\u201c, sagt Clausen. \u201eDabei spielen auch die zunehmenden Baustellen im Zuge des notwendigen Infrastrukturausbaus eine Rolle. Die Herausforderung ist daher, sicherzustellen, dass die bereits heute auf der Schiene transportierten G\u00fcter dort verbleiben und nicht infolge von St\u00f6rungen oder Unsicherheiten auf die Stra\u00dfe abwandern.\u201c Gemeinsam mit seinem Team erforscht Prof. Uwe Clausen daher im neuen Projekt \u201eRail Disturbance Simulation \u2013 Simulationsbasierte Analyse von Auswirkungen betrieblicher St\u00f6rungen im KV (RailDisSim)\u201c m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr den Umgang mit St\u00f6rungen im Schienen- und Kombinierten Verkehr.<\/p>\n<p><strong>Entscheidungen in der St\u00f6rungsbew\u00e4ltigung<\/strong><\/p>\n<p>Im KV arbeiten diverse Akteure zusammen, um Transporte effizient abzuwickeln, unter anderem Verkehrsunternehmen, Spediteure, Verlader, Operateure und Terminalbetreiber. Wenn es im Ablauf zu einer St\u00f6rung auf der Schiene kommt, dann muss kurzfristig umgeplant werden. Dabei best\u00fcnden in der Regel zwei Optionen, erkl\u00e4rt Marius Dellbr\u00fcgge, Oberingenieur am ITL und Gruppenleiter im Bereich Verkehrsmodellierung und Prozessplanung: \u201eEntweder nutzt man eine alternative Schienenroute oder man verlagert den Transport auf die Stra\u00dfe. In der Praxis scheitert die Wahl der bestm\u00f6glichen Option allerdings h\u00e4ufig am mangelnden Informationsaustausch zwischen den beteiligten Akteuren. Nicht selten wird in St\u00f6rungsf\u00e4llen standardm\u00e4\u00dfig auf die Stra\u00dfe ausgewichen, obwohl eine Umleitung auf der Schiene \u00f6konomisch, \u00f6kologisch oder sozial vorteilhafter w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>Im ersten Schritt des Projekts erforscht das Team von RailDisSim daher, wie sich Beteiligte bei der St\u00f6rungsbew\u00e4ltigung verhalten. Dabei ermitteln sie, welche Faktoren die Wahl einer Umleitung und des Verkehrsmittels, das daf\u00fcr verwendet werden soll, beeinflussen. Die Wissen\u00adschaft\u00adler*innen des ITL arbeiten daf\u00fcr auch mit dem Praxispartner catkin zusammen, einem Dortmunder IT-Dienstleister, der Digitalisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr die Transportwirtschaft entwickelt.<\/p>\n<p><strong>Praxisorientierte Simulationen<\/strong><\/p>\n<p>Aufbauend auf den Daten aus der Feldforschung und den Systemen von catkin wollen die Forschenden ein Simulationsmodell zur Verkehrsverlagerung entwickeln. Die Simulation soll drei Umleitungsm\u00f6glichkeiten ber\u00fccksichtigen: Das Nutzen einer anderen Bahnstrecke, die Verlagerung auf die Stra\u00dfe sowie die Umleitung \u00fcber ein anderes Terminal. Franziska Rosenthal, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ITL, erkl\u00e4rt: \u201eDie simulationsbasierte Analyse erm\u00f6glicht es uns, Optimierungspotenziale im Umgang mit betrieblichen St\u00f6rungen zu identifizieren. Mithilfe der vielf\u00e4ltigen Simulationsszenarien k\u00f6nnen wir so Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Branche ableiten.\u201c Ziel von RailDisSim ist es, ein Tool zu entwickeln, das Entscheidungstr\u00e4ger bei der Wahl eines Verkehrsmittels im KV unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Mit seiner Forschung zu vernetzten und klimafreundlichen Logistikl\u00f6sungen konnte sich das Team von RailDisSim erfolgreich im Innovationswettbewerb \u201eNeueWege.IN.NRW\u201c durchsetzen und wird nun von der EU und dem NRW-Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) finanziell unterst\u00fctzt: Im Rahmen des F\u00f6rderprogramms \u201eNordrhein-Westfalen 2021\u20132027\u201c des Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) wird das Vorhaben mit insgesamt rund 733.000 Euro gef\u00f6rdert, wovon rund 466.000 Euro auf die TU Dortmund entfallen.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/itl.mb.tu-dortmund.de\/forschung-und-projekte\/verkehrsmodellierung-und-prozessplanung\/detailseite-projekte-gruppe-verkehrsmodellierung-und-proz\/raildissim-rail-disturbance-simulation-52976\/\" title=\"Der Link verweist auf das RailDisSim\u2011Projekt des ITL\" target=\"_blank\" class=\"deviant btn icon-btn btn-external\" rel=\"noopener\">Weitere Informationen zu RailDisSim<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.in.nrw\/neue-wege\" title=\"Link zum Innovationswettbewerb NeueWege.IN.NRW\" target=\"_blank\" class=\"deviant btn icon-btn btn-external\" rel=\"noreferrer noopener\">NeueWege.IN.NRW<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Ansprechpersonen f\u00fcr R\u00fcckfragen:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Kombinierten Verkehr (KV) werden Waren \u00fcber l\u00e4ngere Distanzen mit Z\u00fcgen oder Schiffen zu Terminals transportiert, die als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":230789,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1833],"tags":[72841,3364,29,217,72846,72847,30,72840,72842,2776,1209,72843,72844,6313,66714,72845,50474,2332,20239,383],"class_list":{"0":"post-230788","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dortmund","8":"tag-betriebsstoerungen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dortmund","12":"tag-fraunhofer-iml","13":"tag-fraunhofer-institut","14":"tag-germany","15":"tag-gueterverkehr","16":"tag-klimafreundlich","17":"tag-logistik","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-rail-disturbance-simulation","20":"tag-raildissim","21":"tag-schienenverkehr","22":"tag-simulation","23":"tag-simulationsbasierte-analyse","24":"tag-stoerungen","25":"tag-transport","26":"tag-tu-dortmund","27":"tag-umwelt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114771587490132954","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/230788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=230788"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/230788\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/230789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=230788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=230788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=230788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}