{"id":231282,"date":"2025-06-30T13:54:09","date_gmt":"2025-06-30T13:54:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/231282\/"},"modified":"2025-06-30T13:54:09","modified_gmt":"2025-06-30T13:54:09","slug":"oracle-linux-10-erschienen-rhel-derivat-bringt-uek-8-1-und-openssh-updates","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/231282\/","title":{"rendered":"Oracle Linux 10 erschienen: RHEL-Derivat bringt UEK 8.1 und OpenSSH-Updates"},"content":{"rendered":"<p>Rund f\u00fcnf Wochen nach dem offiziellen Release von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 10 ist Oracle nachgezogen und hat Oracle Linux 10 ver\u00f6ffentlicht. Zwar umfasst es weitgehend die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nun-offiziell-RHEL-10-ist-da-mit-KI-fuer-Admins-10392007.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Neuerungen von RHEL 10<\/a>, enth\u00e4lt jedoch den eigens entwickelten Unbreakable Enterprise Kernel (UEK) 8.1, der auf dem aktuellen Linux-Kernel 6.12 aus dem Upstream basiert. Zus\u00e4tzlich enth\u00e4lt die Linux-Distribution einen weiteren Kernel, mit dem das System eine vollst\u00e4ndige Bin\u00e4rkompatibilit\u00e4t zu RHEL-10-Anwendungen erm\u00f6glichen soll.<\/p>\n<p>Die Unterschiede zwischen UEK 8.1 und dem offiziellen Linux-Kernel 6.12 finden sich bei der Speicherverwaltung, Dateisystemen und Netzwerken. Oracle zielt dabei vorrangig auf den Umgang mit gro\u00dfen Datenmengen ab, etwa bei umfangreichen Datenbankabfragen oder dem Training von gro\u00dfen KI-Modellen. Bei derartigen Aufgaben verspricht das Unternehmen zus\u00e4tzliche Stabilit\u00e4t, Performance und Skalierbarkeit. Von dem \u00fcberarbeiteten Netzwerkstack sollen etwa hybride Infrastrukturen mit Container-Diensten profitieren.<\/p>\n<p>OpenSSH verschleiert Tastatureingaben<\/p>\n<p>Weiterhin erh\u00e4lt OpenSSH in Oracle Linux 10 zus\u00e4tzliche Usability- und Sicherheitsupdates. Zu ihnen z\u00e4hlt die Verschleierung von Tastatureingaben, mit der sich Seitenkanalangriffe verhindern lassen sollen. Ebenfalls beschr\u00e4nkt OpenSSH nun die Weiterleitung von Schl\u00fcsseln zum Schutz der Anmeldeinformationen und schlie\u00dft eigenst\u00e4ndig inaktive SSH-Kan\u00e4le. Ebenso senkt der \u00fcberarbeitete SSH-Daemon das Angriffsrisiko, indem er Verbindungs- und Sitzungsverwaltung trennt. F\u00fcr Systeme mit FIDO-basierter Authentifizierung enth\u00e4lt OpenSSH jetzt zus\u00e4tzliche Schutzma\u00dfnahmen gegen das \u00dcberschreiben von Anmeldeinformationen.<\/p>\n<p>Ebenfalls unterst\u00fctzt Oracle Linux 10 die hauseigene Erweiterung Ksplice, mit der sich Updates im Kernel- und User-Space installieren lassen, ohne dass ein Neustart des Systems erforderlich ist. Einen Zugriff auf Ksplice erhalten Kunden des Oracle Linux Premier Support. Als technische Vorschau frei zug\u00e4nglich sind hingegen verschiedene Tools mit Unterst\u00fctzung f\u00fcr Post-Quanten-Kryptografie. Dazu z\u00e4hlt etwa pkeyutl, das den ML-KEM-Algorithmus zur Schl\u00fcsselkapselung unterst\u00fctzt. Von einem produktiven Einsatz r\u00e4t Oracle jedoch ausdr\u00fccklich ab.<\/p>\n<p>Compiler-Updates f\u00fcr Python, C\/C++ und OpenMP<\/p>\n<p>Mit der Aktualisierung von GCC in Oracle Linux 10 erhalten C, C++ und OpenMP zus\u00e4tzliche Sicherheits- und Diagnosefunktionen. Auch Python erh\u00e4lt eine \u00fcberarbeitete Compiler-Konfiguration, mit der sich Code schneller ausf\u00fchren lassen soll. Zudem soll eine angepasste Syntax die Lesbarkeit des Programmcodes verbessern. Au\u00dferdem ersetzt Oracle die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Redis-aendert-die-Lizenz-Linux-Foundation-uebernimmt-den-Fork-Valkey-9671221.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenplattform Redis durch dessen Open-Source-Fork Valkey<\/a> und verspricht zugleich eine vollst\u00e4ndige Kompatibilit\u00e4t der bestehenden Konfigurationen. Weitere Updates gibt es f\u00fcr .NET, Perl, Node.js und MySQL.<\/p>\n<p>Alle \u00c4nderungen von Oracle Linux 10 finden sich in den <a href=\"https:\/\/docs.oracle.com\/en\/operating-systems\/oracle-linux\/10\/relnotes10.0\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Release-Notes<\/a>. Die Enterprise-Distribution steht f\u00fcr AMD64- und ARM64-Systeme zur Verf\u00fcgung. Ebenfalls bietet das Unternehmen eigene Images f\u00fcr Container-Installationen an. Nutzer von Oracle Linux 9 k\u00f6nnen ein direktes Upgrade \u00fcber Leapp ansto\u00dfen. F\u00fcr Installationen von Oracle Linux 8 ist zun\u00e4chst ein Upgrade auf Version 9 erforderlich.<\/p>\n<p>Bereits zuvor waren die RHEL-Derivate Rocky Linux 10 und AlmaLinux 10 erschienen. Im Gegensatz zu RHEL 10 unterst\u00fctzt die aktuelle Ausgabe von AlmaLinux weiterhin die zweite Version der x86-64-Architektur, also Systeme mit Intel Nehalem oder Silvermont, respektive AMD Bulldozer oder Jaguar. Zus\u00e4tzlich bringt AlmaLinux 10 einen erweiterten Hardware-Support f\u00fcr rund 150 Ger\u00e4te, die in RHEL 10 nicht mehr unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:sfe@ix.de\" title=\"Sven Festag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sfe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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