{"id":23171,"date":"2025-04-11T10:38:08","date_gmt":"2025-04-11T10:38:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/23171\/"},"modified":"2025-04-11T10:38:08","modified_gmt":"2025-04-11T10:38:08","slug":"vermoegen-bleiben-laut-bundesbank-studie-weiter-ungleich-verteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/23171\/","title":{"rendered":"Verm\u00f6gen bleiben laut Bundesbank-Studie weiter ungleich verteilt"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.04.2025 09:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Deutschland besitzen die reichsten zehn Prozent den Gro\u00dfteil des privaten Verm\u00f6gens. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bundesbank, die sich auf das Jahr 2023 bezieht.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBlickt Thomas Nesswetter auf die letzten Jahre zur\u00fcck, hat sich f\u00fcr den 46-J\u00e4hrigen Frankfurter trotz Corona-Pandemie wenig ge\u00e4ndert. &#8222;Es war an der Schule umst\u00e4ndlicher, Unterricht zu halten, aber ich hatte keine Gehaltseinbu\u00dfen&#8220;, erz\u00e4hlt er. Auch viele Angestellte im Homeoffice d\u00fcrften damals weiter ein geregeltes Einkommen bezogen haben und hatten damit eigentlich gute Voraussetzungen daf\u00fcr, etwas zur Seite zu legen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrotzdem sind die Verm\u00f6gen privater Haushalte 2023 im Vergleich zu 2021 deutlich geschrumpft. Zu dem Ergebnis kommt die Bundesbank, die daf\u00fcr rund 4.000 Menschen bundesweit befragt hat. Es ist die f\u00fcnfte wissenschaftliche <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/de\/aufgaben\/themen\/bundesbank-studie-vermoegen-in-deutschland-steigen-nominal-gehen-aber-real-zurueck-ungleichheit-bleibt-unveraendert-954622\" title=\"Bundesbank-Studie zur Verm\u00f6gensverteilung\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie<\/a>, die sie zu diesem Thema ver\u00f6ffentlicht. Ein Haushalt kam 2023 preisbereinigt auf ein Verm\u00f6gen von rund 239.000 Euro. Im Vergleich zu 2021 waren das elf Prozent weniger.<\/p>\n<p>    Reichere hatten Immobilien und Anteile an Firmen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen R\u00fcckgang begr\u00fcndet Tobias Schmidt, einer der Autoren der Studie, damit, dass die Menschen wieder mehr Geld ausgegeben h\u00e4tten. &#8222;Zu Beginn der Pandemie hatten sie sich angesichts der Unsicherheit noch damit zur\u00fcckgehalten&#8220;, so Schmidt. Doch dann seien einfach bestimmte Anschaffungen f\u00e4llig geworden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie schon in fr\u00fcheren Studien war das Verm\u00f6gen in Deutschland laut Bundesbank auch 2023 weiter sehr ungleich verteilt. Unter den Befragten h\u00e4tten die reichsten zehn Prozent ann\u00e4hernd 60 Prozent des privaten Verm\u00f6gens besessen. &#8222;Dabei spielten etwa Immobilien, Betriebsverm\u00f6gen, Aktien und Fonds eine gro\u00dfe Rolle&#8220;, berichtet Studien-Autor Schmidt. Das seien risikoreichere Anlagen, mit denen sich eine h\u00f6here Rendite erzielen lie\u00dfe.<\/p>\n<p>    \u00c4rmere setzten vor allem auf Giro- und Sparkonten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Bei den \u00c4rmeren dagegen bestand das Guthaben oft haupts\u00e4chlich aus dem Geld auf Giro- und Sparkonten&#8220;, sagt Schmidt. Insofern habe die damals hohe Inflation, die 2023 im Schnitt knapp sechs Prozent betragen hatte, weniger Verm\u00f6gende st\u00e4rker getroffen. Allerdings habe es aufs Ersparte zugleich wieder h\u00f6here Zinsen gegeben. Blickt man unter den Studienteilnehmern auf die \u00e4rmere H\u00e4lfte, schmolz deren Verm\u00f6gen laut Bundesbank sogar um \u00fcber 20 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n83 Prozent der Befragten gaben in der Studie an, zumindest hin und wieder zu sparen. F\u00fcr manche war daran gar nicht zu denken, etwa f\u00fcr die Pflegekraft Agnes Gronowska aus Frankfurt. Die geb\u00fcrtige Polin erz\u00e4hlt, sie sei in ihrer Familie zu Corona-Zeiten Alleinverdienerin gewesen. &#8222;Das Gehalt hat gerade so gelangt, um Rechnungen zu begleichen und bis zum Ende des Monats zu \u00fcberleben&#8220;, so die 45-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>    Immer mehr Verbraucher werden aktiv<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPositiv bewertet die Bundesbank, dass sich \u00fcber alle Bev\u00f6lkerungsschichten hinweg in den letzten Jahren immer mehr Menschen an den Aktienmarkt gewagt h\u00e4tten. Sie h\u00e4tten ihr Geld zum Beispiel in Aktien und Fonds investiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Das ist aus meiner Sicht trotz der aktuellen Schwankungen an den B\u00f6rsen eine ermutigende Nachricht&#8220;, sagt Fritzi K\u00f6hler-Geib, Mitglied im Vorstand der Bundesbank. Denn das zeige, diese Haushalte w\u00fcrden sich aktiv um ihre Finanzen k\u00fcmmern. Deshalb bestehe langfristig die Chance, dass sie aus ihrem Verm\u00f6gen mehr machen k\u00f6nnten. Eine Anlageempfehlung sei das aber nicht.<\/p>\n<p>    Bei Kursschwankungen braucht es Geduld<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGute Chancen sieht hier ebenfalls Michael Stappel, Analyst bei der DZ Bank: 2024 sei ein gutes B\u00f6rsenjahr gewesen, davon h\u00e4tten viele private Haushalte finanziell profitiert. Zwar w\u00fcrden internationale Handelskonflikte an den Aktienm\u00e4rkten derzeit f\u00fcr starke Schwankungen sorgen. &#8222;Allerdings stehen die Kurse im Jahresvergleich immer noch h\u00f6her als vor einem Jahr&#8220;, meint Stappel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAus Sicht des Analysten m\u00fcssen Anleger da einfach einen langen Atem haben. Er zeigt sich zuversichtlich, dass sich den Deutschen deshalb auch in den n\u00e4chsten Jahren M\u00f6glichkeiten bieten d\u00fcrften, um ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Deshalb erwartet er, dass die Verm\u00f6gen privater Haushalte steigen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.04.2025 09:33 Uhr In Deutschland besitzen die reichsten zehn Prozent den Gro\u00dfteil des privaten Verm\u00f6gens. 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