{"id":232672,"date":"2025-07-01T02:35:12","date_gmt":"2025-07-01T02:35:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/232672\/"},"modified":"2025-07-01T02:35:12","modified_gmt":"2025-07-01T02:35:12","slug":"wie-steht-es-um-das-iranische-atomprogramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/232672\/","title":{"rendered":"Wie steht es um das iranische Atomprogramm?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 30.06.2025 20:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Das iranische Atomprogramm soll in Schutt und Asche liegen &#8211; so stellt es zumindest US-Pr\u00e4sident Trump dar. Doch es gibt erhebliche Zweifel. Wie entscheidend wurden die Anlagen getroffen und wie geht es weiter?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Paul Jens, ARD-Studio Istanbul\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie von den US-Amerikanern und Israelis verbreiteten Satellitenaufnahmen sollten nur einen Schluss zulassen: Das iranische Atomprogramm ist Geschichte. Tr\u00fcmmerhaufen, wo einst Atomanlagen standen, schwarze H\u00e4userruinen, in denen Zentrifugen vor dem Angriff Uran angereichert haben sollen. Und selbst die tief unter der Erde liegende Atomanlage Fordo soll mit bunkerbrechenden US-Bomben vernichtet worden sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump erkl\u00e4rte den Angriff schon kurz danach zu einem vollen Erfolg. Doch an der Darstellung gibt es immer mehr Zweifel. Sogar US-Geheimdienste berichten laut amerikanischen Medien, das <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/usa-iran-atomprogramm-104.html\" title=\"US-Angriff hat Irans Atomprogramm laut Berichten nur verlangsamt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">iranische Atomprogramm sei h\u00f6chstens um ein paar Monate zur\u00fcckgeworfen<\/a> worden.<\/p>\n<p>    Wissen im Iran besteht weiterhin<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00c4hnlich sch\u00e4tzt es Rafael Grossi, Direktor der Internationalen Atomenergieagentur, ein: &#8222;Der Iran hat ein gro\u00dfes und ambitioniertes Atomprogramm&#8220;, sagte Grossi dem amerikanischen Sender CBS. &#8222;Ein Teil davon k\u00f6nnte die Angriffe \u00fcberlebt haben.&#8220; Und selbst wenn nicht: Das Wissen ebenso wie die industriellen Voraussetzungen best\u00fcnden nach wie vor. Die Entwicklungen in diesem Bereich k\u00f6nne man nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen, so Grossi.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEbenfalls fatal f\u00fcr die US-Amerikaner und Israelis: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/iran-iaea-106.html\" title=\"IAEA fordert vom Iran Klarheit \u00fcber Verbleib nuklearen Materials\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Von rund 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran fehlt jede Spur<\/a>. &#8222;Wir wissen nicht, wo sich das Material befindet oder ob Teile davon bei den Attacken zerst\u00f6rt wurden&#8220;, sagte Grossi.<\/p>\n<p>    Noch immer angereichertes Uran im Iran?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf \u00fcber 60 Prozent soll das Material angereichert und vor den Angriffen in Sicherheit gebracht worden sein. Von dieser Version geht auch der iranische Analyst Diago Hosseini aus: &#8222;Die F\u00e4higkeit und das Wissen des Iran, seine nuklearen Aktivit\u00e4ten fortzusetzen, sind immer noch vorhanden. Und es wird spekuliert, dass nach wie vor hochangereichertes Uran im Iran lagert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDaraus k\u00f6nnte das iranische Regime mehrere Atombomben herstellen. Wobei der gesamte Prozess bis zu einem atomaren Angriff mit Raketen vermutlich bis zu zwei Jahre dauern w\u00fcrde. Angesichts der nach wie vor unklaren Situation rund um das iranische Atomprogramm spekulieren die Menschen im Iran auf neue Angriffe Israels. &#8222;Das sind die Bedingungen, die den Krieg erneut entfachen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Hosseini. &#8222;Der Iran ist nat\u00fcrlich bestrebt, seine eigene fr\u00fchere Position zur\u00fcckzuerlangen und sein Atomprogramm wiederherzustellen.&#8220;<\/p>\n<p>    Grossi fordert \u00dcberwachung des Atomprogramms<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch ob es \u00fcberhaupt eine milit\u00e4rische L\u00f6sung f\u00fcr das iranische Atomprogramm gibt, darf bezweifelt werden. \u00dcber Jahrzehnte hat das Land in die Nukleartechnologie investiert und trotz harscher internationaler Sanktionen &#8211; gerade in den vergangenen Jahren &#8211; immer weitere Fortschritte erzielt. Deshalb fordert auch der Direktor der Internationalen Atomenergieagentur eine L\u00f6sung am Verhandlungstisch. Mit milit\u00e4rischen Operationen werde man das Problem nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen, so Grossi. &#8222;Es muss ein Abkommen geben.&#8220; Und: &#8222;Es muss eine strenge \u00dcberwachung des iranischen Atomprogramms geben, das allen L\u00e4ndern in der Region und auf der Welt Sicherheit gibt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSicherheit, die es aktuell nicht gibt. Zu unklar ist, wie schwerwiegend das Atomprogramm des Iran wirklich getroffen wurde. Und unter welchen Bedingungen \u00fcberhaupt wieder Verhandlungen m\u00f6glich sind. Der Iran will jetzt zun\u00e4chst die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergieagentur aussetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.06.2025 20:24 Uhr Das iranische Atomprogramm soll in Schutt und Asche liegen &#8211; so stellt es zumindest&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":232673,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,346,3364,29,30,13,345,14,15,12,64],"class_list":{"0":"post-232672","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-atomprogramm","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-iran","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114775649406087340","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/232672","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=232672"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/232672\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/232673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=232672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=232672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=232672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}