{"id":233050,"date":"2025-07-01T06:03:10","date_gmt":"2025-07-01T06:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/233050\/"},"modified":"2025-07-01T06:03:10","modified_gmt":"2025-07-01T06:03:10","slug":"asteroid-2024-yr4-koennte-auf-dem-mond-einschlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/233050\/","title":{"rendered":"Asteroid 2024 YR4 k\u00f6nnte auf dem Mond einschlagen"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin. Der Asteroid 2024 YR4 verfehlt die Erde \u2013 k\u00f6nnte aber den Mond treffen. Berechnungen geben Hinweise auf die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags.<\/p>\n<ul class=\"m-0 mt-4 pl-5 text-body2\">\n<li>Der Asteroid 2024 YR4 k\u00f6nnte in sieben Jahren den Mond treffen<\/li>\n<li>Die Wahrscheinlichkeit liegt laut aktuellen Berechnungen bei 4,3 Prozent<\/li>\n<li>Die Folgen eines Einschlags gelten aber als \u00fcberschaubar<\/li>\n<\/ul>\n<p>Er tauchte am 27. Dezember 2024 auf \u2013 registriert von einem chilenischen Observatorium, beinahe \u00fcbersehen. Doch binnen weniger Tage r\u00fcckte der neu entdeckte <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/ratgeber-wissen\/article408392717\/asteroid-2024-yr4-weltraum-nasa-esa-erde-hera-dart.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1740490777\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Asteroid 2024 YR4<\/a> in den Fokus globaler Aufmerksamkeit: Mit einer Einschlagswahrscheinlichkeit von \u00fcber drei Prozent galt er pl\u00f6tzlich als reale Bedrohung f\u00fcr die Erde und avancierte zum ernstzunehmenden Fall f\u00fcr die Asteroidenabwehr.<\/p>\n<p>Doch so schnell, wie die Aufregung gekommen war, ebbte sie auch wieder ab. Bereits Ende Februar gaben Wissenschaftler des Nasa Center for Near-Earth Object Studies (CNEOS) vorsichtige Entwarnung: Die berechnete Bahn wurde pr\u00e4zisiert und die Risikoeinsch\u00e4tzung nach unten korrigiert. Heute liegt die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf unserem <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/erde\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1681811465\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Planeten<\/a> bei nur noch 0,001 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Europ\u00e4ische Weltraumorganisation (ESA) hat den Himmelsk\u00f6rper von ihrer Risikoliste gestrichen. In einer Stellungnahme hei\u00dft es: \u201eDer Asteroid 2024 YR4 stellt kein signifikantes Einschlagsrisiko f\u00fcr die Erde mehr dar.\u201d F\u00fcr die Erde war\u2019s das also. Doch die Geschichte von 2024 YR4 endet hier nicht \u2013 sie beginnt erst.<\/p>\n<p>   Einschlag auf dem Mond? Neue Bahnprognose f\u00fcr Asteroid 2024 YR4  <\/p>\n<p>Denn w\u00e4hrend unser Planet offenbar glimpflich davonkommt, verschiebt sich der potenzielle Zielort ein St\u00fcck weiter ins All: Der <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/mond\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1681811444\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mond<\/a> ger\u00e4t zunehmend ins Fadenkreuz der Berechnungen. Die Wahrscheinlichkeit eines Aufpralls am 22. Dezember 2032 beziffert die US-Raumfahrtagentur Nasa aktuell auf 4,3 Prozent \u2013 zuvor waren es noch 3,8 Prozent.<\/p>\n<p>Die entscheidenden Daten hierf\u00fcr stammen aus Beobachtungen des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST). Unter der Leitung des Planetenforschers Andy Rivkin vom Johns Hopkins Applied Physics Laboratory wurde der Asteroid im April und Mai 2025 erneut pr\u00e4zise vermessen. Der Einsatz des Teleskops hat die Unsicherheiten bei der Flugbahnbestimmung laut <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/article409166016\/mysterioeses-objekt-im-all-sendet-alle-44-minuten-signale.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1748944272\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nasa<\/a> um rund 20 Prozent reduziert \u2013 ein Quantensprung im Ma\u00dfstab astronomischer Prognosen.<\/p>\n<p>Zwar spricht auch jetzt vieles gegen einen tats\u00e4chlichen Einschlag. Sollte es dennoch dazu kommen, w\u00e4ren die Folgen \u00fcberschaubar: Die Nasa betont, dass selbst im Falle eines Aufpralls die Umlaufbahn des Mondes unver\u00e4ndert bliebe, da lediglich ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 1200 Metern entstehen w\u00fcrde \u2013 vergleichbar mit dem ber\u00fchmten Meteor Crater in Arizona.<\/p>\n<p>   Gr\u00f6\u00dfe, Krater, Einschlagsenergie: Wie gef\u00e4hrlich ist ein Asteroid auf dem Mond?  <\/p>\n<p>Mindestens ebenso faszinierend wie seine potenzielle Route ist das Objekt selbst. Die Infrarotmessungen des JWST erm\u00f6glichten erstmals eine exakte Sch\u00e4tzung seiner Gr\u00f6\u00dfe: 60 Meter Durchmesser mit einer Abweichung von sieben Metern. Fr\u00fchere Sch\u00e4tzungen hatten zwischen 40 und 90 Metern geschwankt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gelang es dem <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/wissenschaft\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1681811356\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Forschungsteam<\/a>, eine weitere Eigenschaft zu bestimmen, die R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Aufbau des Asteroiden erlaubt: seine Rotationsperiode. Mit 19,46 Minuten dreht sich 2024 YR4 ungew\u00f6hnlich schnell. F\u00fcr sogenannte \u201eSchutthaufen\u201c-Asteroiden, also lose zusammengef\u00fcgte Gebilde aus Ger\u00f6ll, w\u00e4re eine solche Rotationsgeschwindigkeit zu viel \u2013 sie w\u00fcrden unter der Zentrifugalkraft auseinanderbrechen. Die schnelle Rotation l\u00e4sst daher nur einen Schluss zu: Es handelt sich um einen monolithischen Felsbrocken, kompakt, stabil und aus Silikatgestein gewachsen.<\/p>\n<p>Dazu passt auch die j\u00fcngste Auswertung von Beobachtungen mit dem Gemini-North-Teleskop auf Hawaii. Diese weisen den Asteroiden dem sogenannten S-Typ zu \u2013 eine silikatreiche Klasse \u2013 und lassen auf eine abgeflachte, keilartige Form schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Lesen Sie auch:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/article408952950\/der-mond-vermuellt-verschmutzung-duerfte-noch-zunehmen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1746983294\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Mond verm\u00fcllt \u2013 Verschmutzung d\u00fcrfte noch zunehmen<\/a><\/p>\n<p>  Nasa pausiert Beobachtung \u2013 n\u00e4chste Ann\u00e4herung 2028  <\/p>\n<p>Vorerst aber m\u00fcssen die <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/vermischtes\/article237270491\/weltraum-all-aliens-forschung-teleskop-neu.html\" data-category-full-path=\"\/vermischtes\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1672656980\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Teleskope<\/a> ruhen. Seit Mai 2024 ist 2024 YR4 zu weit von der Erde entfernt, um weiter verfolgt zu werden \u2013 selbst f\u00fcr die hochsensiblen Sensoren des JWST. Erst im Jahr 2028 wird der Asteroid laut Nasa erneut in Reichweite kommen. Dann soll er erneut untersucht werden, um die Flugbahn weiter zu verfeinern und letzte Unsicherheiten auszur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Bis dahin bleibt 2024 YR4 ein Fall f\u00fcr Modelle, Simulationen und Orbitalrechner. Sein Kurs verdeutlicht, wie eng Beobachtung und Prognose inzwischen miteinander verflochten sind \u2013 und wie entscheidend pr\u00e4zise Daten f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung kosmischer Risiken geworden sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. Der Asteroid 2024 YR4 verfehlt die Erde \u2013 k\u00f6nnte aber den Mond treffen. 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