{"id":233245,"date":"2025-07-01T07:54:12","date_gmt":"2025-07-01T07:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/233245\/"},"modified":"2025-07-01T07:54:12","modified_gmt":"2025-07-01T07:54:12","slug":"zweifel-an-entwicklungshilfe-usa-schwaenzen-globales-un-treffen-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/233245\/","title":{"rendered":"Zweifel an Entwicklungshilfe: USA schw\u00e4nzen globales UN-Treffen in Spanien"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Zahlreiche Nationen &#8211; mit der bemerkenswerten Ausnahme der USA &#8211; versammelten sich zu Wochenbeginn in Spanien, um Geldmittel zu lukrieren, um die wachsende Kluft zwischen reichen und armen L\u00e4ndern zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>&#8222;Die Finanzierung ist der Motor der Entwicklung. Und im Moment stottert dieser Motor&#8220;, so der Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, in seiner Er\u00f6ffnungsrede auf dem viert\u00e4gigen Treffen zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla.<\/p>\n<p>Viele L\u00e4nder sehen sich mit einer ausufernden Schuldenlast, r\u00fcckl\u00e4ufigen Investitionen, abnehmender internationaler Hilfe und wachsenden Handelsschranken konfrontiert.<\/p>\n<p>Die Vereinten Nationen und Spanien, die das viert\u00e4gige Treffen gemeinsam ausrichten, sind der Ansicht, dass es eine Gelegenheit ist, die gewaltige j\u00e4hrliche Finanzierungsl\u00fccke von vier Billionen Dollar (3,4 Billionen Euro) zu schlie\u00dfen, um Entwicklung zu f\u00f6rdern, Millionen von Menschen aus der Armut zu holen und dazu beizutragen, dass die UN-Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung bis 2030 erreicht werden.<\/p>\n<p>Obwohl das Treffen inmitten weltweiter wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Spannungen stattfindet, besteht Hoffnung, dass die Welt eine der wichtigsten globalen Herausforderungen angehen kann: die Sicherstellung des Zugangs aller Menschen zu Nahrung, Gesundheitsversorgung, Bildung und Wasser.<\/p>\n<p>Nach Angaben der UNO nahmen mehr als 70 Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter internationaler Finanzinstitutionen, Entwicklungsbanken, philanthropischer Organisationen, des Privatsektors und der Zivilgesellschaft teil.<\/p>\n<p>Der spanische Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez sagte den Delegierten, der Gipfel sei eine Gelegenheit, &#8222;unsere Stimme gegen diejenigen zu erheben, die uns davon \u00fcberzeugen wollen, dass Rivalit\u00e4t und Wettbewerb den Ton f\u00fcr die Menschheit und ihre Zukunft angeben werden&#8220;.<\/p>\n<p><strong>US-Absage in letzter Minute<\/strong><\/p>\n<p>Auf der letzten Vorbereitungssitzung am 17. Juni lehnten die Vereinigten Staaten das Ergebnisdokument ab, das monatelang von den 193 UN-Mitgliedstaaten ausgehandelt worden war, und k\u00fcndigten ihren R\u00fcckzug aus dem Prozess und der Konferenz von Sevilla an.<\/p>\n<p>Das im Konsens angenommene Dokument &#8222;Sevilla Commitment&#8220; wird von den Konferenzteilnehmern ohne \u00c4nderungen angenommen werden. Darin hei\u00dft es, die Delegierten seien \u00fcbereingekommen, &#8222;ein ehrgeiziges Paket von Reformen und Ma\u00dfnahmen auf den Weg zu bringen, um die Finanzierungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen&#8220;.<\/p>\n<p>Gefordert werden ein Mindeststeueraufkommen von 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eines Landes, um die staatlichen Mittel zu erh\u00f6hen, eine Verdreifachung der Kreditvergabe durch multilaterale Entwicklungsbanken und eine Ausweitung der privaten Finanzierung durch Anreize f\u00fcr Investitionen in wichtige Bereiche wie Infrastruktur.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem werden Reformen gefordert, um den L\u00e4ndern bei der Bew\u00e4ltigung der steigenden Verschuldung zu helfen.<\/p>\n<p>UN-Handelsbeauftragte Rebeca Grynspan erkl\u00e4rte k\u00fcrzlich, dass die Entwicklung r\u00fcckl\u00e4ufig sei und sich die globale Schuldenkrise versch\u00e4rft habe.<\/p>\n<p>Letztes Jahr lebten 3,3 Milliarden Menschen in L\u00e4ndern, die mehr Zinsen f\u00fcr ihre Schulden zahlen als sie f\u00fcr Gesundheit oder Bildung ausgeben. Diese Zahl wird dieses Jahr auf 3,4 Milliarden Menschen ansteigen, so Grynspan.<\/p>\n<p>Die Entwicklungsl\u00e4nder werden demnach in diesem Jahr 947 Milliarden Dollar (805 Milliarden Euro) f\u00fcr den Schuldendienst aufwenden, gegen\u00fcber 847 Milliarden Dollar (720 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p>Der angolanische Pr\u00e4sident Joao Lourenco, der auf der Konferenz f\u00fcr die Afrikanische Gruppe sprach, erkl\u00e4rte, dass die Schuldentilgung in vielen L\u00e4ndern &#8222;mehr Ressourcen verschlingt als die f\u00fcr Gesundheit und Bildung zusammen&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Amerikanische EInw\u00e4nde<\/strong><\/p>\n<p>Der US-Diplomat Jonathan Shrier erkl\u00e4rte auf dem Treffen am 17. Juni, dass &#8222;unser Engagement f\u00fcr die internationale Zusammenarbeit und die langfristige wirtschaftliche Entwicklung unersch\u00fctterlich&#8220; bleibe, der Text aber &#8222;viele unserer roten Linien&#8220; \u00fcberschreite.<\/p>\n<p>Dazu w\u00fcrden Vereinbarungen zur Steuerung der internationalen Finanzinstitutionen geh\u00f6ren, die Verdreifachung der j\u00e4hrlichen Kreditvergabekapazit\u00e4t der multilateralen Entwicklungsbanken und Vorschl\u00e4ge, die eine Rolle der UNO in der globalen Schuldenarchitektur vorsehen.<\/p>\n<p>Shrier wandte sich auch gegen Vorschl\u00e4ge zu Handel, Steuern und Innovation, die nicht mit der US-Politik \u00fcbereinstimmen w\u00fcrden, sowie gegen Formulierungen zu einem UN-Rahmen\u00fcbereinkommen \u00fcber internationale Zusammenarbeit im Steuerbereich.<\/p>\n<p>Die USA waren der weltweit gr\u00f6\u00dfte Bereitsteller von Auslandshilfen, bevor die Trump-Administration ihre wichtigste Hilfsorganisation, die US Agency for International Development (USAID), aufl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Sie k\u00fcrzte die Mittel f\u00fcr die Auslandshilfe drastisch und bezeichnete sie als verschwenderisch und im Widerspruch zur Agenda des republikanischen Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>Auch andere westliche Geber haben ihre internationale Hilfeleistung zur\u00fcckgefahren.<\/p>\n<p>Die stellvertretende UN-Generalsekret\u00e4rin Amina Mohammed bezeichnete den R\u00fcckzug der USA von der Konferenz letzte Woche als &#8222;bedauerlich&#8220; und f\u00fcgte hinzu, dass man nach Sevilla erneut mit den USA in Kontakt treten werde. &#8222;Wir hoffen, dass wir sie davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass sie Teil des Erfolgs sind, Millionen von Menschen aus der Armut zu befreien&#8220;.<\/p>\n<p>Am Montag bekr\u00e4ftigte die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, Ursula von der Leyen, das kontinuierliche Interesse der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr die Entwicklungsfinanzierung: &#8222;Unser Engagement bleibt bestehen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Zahlreiche Nationen &#8211; mit der bemerkenswerten Ausnahme der USA &#8211; versammelten sich zu Wochenbeginn in Spanien, um&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":233246,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,32317,106,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12516,12,4026,12018],"class_list":{"0":"post-233245","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-antonio-guterres","11":"tag-donald-trump","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-pedro-sanchez","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-spanien","23":"tag-vereinte-nationen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114776903778470923","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/233245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=233245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/233245\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/233246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=233245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=233245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=233245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}