{"id":233420,"date":"2025-07-01T09:27:15","date_gmt":"2025-07-01T09:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/233420\/"},"modified":"2025-07-01T09:27:15","modified_gmt":"2025-07-01T09:27:15","slug":"filmnaechte-chef-hartmanis-ueber-die-unsicher-zukunft-des-sommer-events-in-dresden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/233420\/","title":{"rendered":"Filmn\u00e4chte-Chef Hartmanis \u00fcber die unsicher Zukunft des Sommer-Events in Dresden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neben den baulichen Ver\u00e4nderungen, w\u00fcrden Sie aber auch gern das Konzept der Filmn\u00e4chte \u00a0ver\u00e4ndern haben Sie uns erz\u00e4hlt. Warum?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nAlso wir sehen einige Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Entwicklung und sind auch total offen daf\u00fcr. Zum Beispiel beim Thema Diversit\u00e4t. Wir m\u00fcssen mit Sicherheit einen Beitrag dazu leisten, dass mehr K\u00fcnstlerinnen auf die B\u00fchne kommen, dass mehr internationale Programme stattfinden. Und wir haben auch aus dem Kreis unserer Besucherinnen und Besucher nat\u00fcrlich viele W\u00fcnsche f\u00fcr neue Formate, Datingshows bis hin zu Web3-Themen, Streaming, NFT-Kunst. Also wir verstehen uns da schon als Festival, dass diese W\u00fcnsche auch aufnimmt und sich entsprechend entwickelt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas ist der gro\u00dfe Unterschied, den ein solches Festival, das von den Menschen hier ins Leben gerufen wurde, hat im Vergleich zu monothematischen Konzernen, die international ihre Programme platzieren.\n<\/p>\n<p>\nFilmn\u00e4chte in Dresden: Seit mehr als 30 Jahren<br \/>\n&#8211; Die Filmn\u00e4chte am Elbufer finden seit\u00a01991\u00a0jedes Jahr im Sommer am K\u00f6nigsufer statt.\u00a0<br \/>&#8211; Sie gelten als Deutschlands gr\u00f6\u00dftes Freilichtkino-Festival.\u00a0<br \/>&#8211; 2023\u00a0kamen 230.000 Besucherinnen und Besucher. Im Jahr davor waren knapp 274.000 Menschen dabei.<br \/>&#8211; Mittlerweile gibt es insgesamt sechs Standorte in ganz Deutschland, unter anderen in Leipzig und in Chemnitz. \u00a0\n<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnte es passieren, dass Sie der Stadt sagen: 2026 ist unser letzter Durchgang?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nGenau, also wir haben das bereits in einem Brief formuliert 2024 und haben gesagt: alle, die das Interesse haben, sich damit auseinanderzusetzen, k\u00f6nnen sich auch die Zahlen und die Planungen anschauen. Letztlich hat das Festival Filmn\u00e4chte am Elbufer seit Jahren einen Investitionsstau. Das liegt an den Unsicherheiten durch Corona, aber eben auch an der fehlenden Perspektive. Vor mittlerweile anderthalb Jahren haben wir deutlich gemacht, dass wir das nicht mehr lange schaffen, dass wir dieses Festival nicht weiter entwickeln k\u00f6nnen und dass wir auch keine Sicherheit geben k\u00f6nnen, dass wir Jahr f\u00fcr Jahr immer wieder durchhalten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAlso kein Gesellschafter und keine Bank wird in ein Festival investieren, das eine unsichere vertragliche Basis hat und im Prinzip n\u00e4chstes Jahr zu Ende sein kann, weil der Neubau der Br\u00fccke vielleicht doch ein bisschen breiter wird oder es im Stadtrat eine Mehrheit gegen die Vergabe dieser Fl\u00e4che oder die Vermietung der Fl\u00e4che an uns entscheidet.\n<\/p>\n<p><strong>Geben Sie also auf?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nIch kann trotzdem versprechen, dass wir uns bis zuletzt daf\u00fcr einsetzen werden, hier unser Festival auch in Dresden wieder so leuchtend zu machen, wie es mal war, also zum gr\u00f6\u00dften Kino- und Konzertfestival Europas. Das ist es zwar noch anhand der Besucherinnen und Besucherzahlen, aber es ist es nicht mehr in Bezug auf die Inhalte, die wir haben. Die sind nicht international sichtbar. Und da m\u00fcssen wir ein paar Stellschrauben drehen, um das wieder zu schaffen und auch Dresden auf die Landkarte der Musik- und Filmwelt zu ziehen oder wieder mehr sichtbar zu machen.\n<\/p>\n<p><strong>Die Ausschreibung wird stattfinden. Werden Sie sich bewerben?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nWenn es die Filmwelt am Elbufer noch gibt, an dem Zeitpunkt, an dem diese Ausschreibung auf dem Tisch liegt, werden wir uns bewerben. Jetzt kommt ein Aber. Es gab so eine Version, die irgendwie durchgesteckt wurde vor ein paar Monaten und auch in der Presse oder \u00f6ffentlich diskutiert wurde. Ein Entwurf eines Konzessionsvertrages und den haben wir nat\u00fcrlich auch in der Zeitung gelesen, was da jetzt drin stehen sollte. Es gibt nat\u00fcrlich Rahmenbedingungen, unter denen auch wir dieses Konzept gar nicht weiterf\u00fchren k\u00f6nnten. Und davon haben wir einige Punkte gesehen. Das hei\u00dft, es kann auch eine Ausschreibung geben, mit einem Text, der uns Rahmenbedingungen vorsetzt, die es uns nicht m\u00f6glich machen, damit weiterzumachen. Und dann w\u00fcrden wir auch nicht mitmachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neben den baulichen Ver\u00e4nderungen, w\u00fcrden Sie aber auch gern das Konzept der Filmn\u00e4chte \u00a0ver\u00e4ndern haben Sie uns erz\u00e4hlt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":233421,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[56576,3364,29,2386,51936,30,73454,81,14,859],"class_list":{"0":"post-233420","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-aufgefallen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dresden","12":"tag-filmnaechte","13":"tag-germany","14":"tag-hartmannis","15":"tag-mdr","16":"tag-nachrichten","17":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114777269710087838","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/233420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=233420"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/233420\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/233421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=233420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=233420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=233420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}